Tuesday, 26. July 2016
12.02.2016
 
 

Twitter stuft Islamkritik als »Hassrede« ein

Paul Joseph Watson

Im Rahmen der Vorbereitungen für den Aufbau des Trust and Safety Council, eines »Beirats für Vertrauen und Sicherheit«, dem nach Twitter-Angaben in der Anfangsphase »mehr als 40 Organisationen und Experten aus 13 Regionen« angehören sollen, stuft Twitter in seinen eigenen Nutzungsbestimmungen Religionskritik als »Hassrede« ein. Kritiker befürchten, es gehe dem Konzern vor allem darum, Inhalte zu überwachen.

 

Anfang der Woche kündigte Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey die Bildung des Beirats mit der Orwellschen Begründung an, »freie Meinungsäußerung … beginnt mit Sicherheit«. Obwohl sich der Beirat aus einer »Vielzahl verschiedener Stimmen und Auffassungen« zusammensetzen soll, findet sich dort keine Organisation wieder, die dezidiert das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt.

 

Demgegenüber wurde allerdings Anita Sarkeesian von der Organisation Feminist Frequenzy in den Beirat berufen. Sie hatte in einer Rede vor den UN im vergangenen Jahr Kritik am Feminismus als »Hassrede« bezeichnet und erklärt, eine Feministin als »Lügnerin« zu bezeichnen, sei eine Form von Schikane.

 

In den eigenen Nutzungsbestimmungen legt Twitter fest, »Auftreten« gegen geschützte Gruppen werde auf der sozialen Plattform nicht geduldet. Unter der Rubrik »Hass ausdrückende oder schürende Inhalte, sensible Themen und Gewalt« listet Twitter das »Eintreten« gegen religiöse Überzeugungen anderer im gleichen Zusammenhang als »Hassrede« auf. Diese schwammige Definition könnte dazu führen, dass berechtigte Kritik am Islam unter die Zensur fällt.

 

Dieses Vorgehen richtet sich zwar in erster Linie gegen Anzeigeninhalte. Aber es heißt dort auch, dass die gleichen Regeln auch auf »Tweets, Trends und Konten« angewendet werden.

 

Angesichts der Tatsache, dass der saudische Prinz al-Walid ibn Talal der zweitgrößte Anteilseigner von Twitter ist, wachsen Befürchtungen, negative Äußerungen über den Islam könnten unterdrückt werden. In Saudi-Arabien drohen Kritikern des Islams wegen Gotteslästerung drakonische Strafen wie Folter und sogar Hinrichtung.

 

Twitter ist ein Privatunternehmen und kann Inhalte nach Belieben unterdrücken. Wenn das Unternehmen aber dazu übergeht, konservative Stimmen mundtot zu machen, um sich bei ständig empörten »Vorkämpfern für soziale Gerechtigkeit« einzuschmeicheln, stellt es sich deutlich auf die Seite der Gegner freier Meinungsäußerung.

 

Die Wende in Richtung Zensur fällt mit einem deutlichen Absturz des Twitter-Aktienkurses zusammen. In den letzten drei Monaten verlor die Twitter-Aktie die Hälfte ihres Wertes. Zum ersten Mal überhaupt verlor Twitter im vergangenen Quartal zwei Millionen aktive Nutzer, deren Gesamtzahl von 305 Millionen auf 303 Millionen fiel.

 

Zensur ist eben nicht beliebt. Aber offenbar hat Twitter jetzt einen Kurs eingeschlagen, der letztlich seinen Untergang herbeiführen könnte.

 

 

 

 

 

 

 

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