Tuesday, 27. September 2016
17.03.2016
 
 

Sandra Maischberger und ihre AfD-Enthüllung des Jahres

Peter Bartels

»Ich bin schwul ... und das ist auch gut so!« Dieser Satz ist alles, was von Klaus Wowereit bleiben wird ‒ vielleicht noch BER-Baustelle in alle Ewigkeit, Türkentown Neukölln und ein paar andere Trümmer. Vielleicht. Immerhin: Seit Wowis »Outing« haben sich viele andere Schwule auch getraut: Volker Beck, gerade erwischter Drogen-Grüner, Dunja Hayali, inzwischen gefeierte ZDF-Jubel-Perserin, Anne Will, gelobte ARD-Talkerin, Guido Westerwelle, früher FDP-Chef. Alle allerdings haben eines gemein ‒ sie wurden nicht vom »Pack« denunziert, sie haben es selbst getan. Gestern Abend geschah Epochales: Das Staats-Fernsehen denunzierte eine Lesbe. Natürlich von der AfD ...

 

Es geschah bei »Maischberger«. Helmut Schmidts einstiger »Lieblings-Aschenbecher« Sandra nahm die Enthüllung persönlich vor. Das Opfer: Alice Weidel, promovierte Ökonomin, erfolgreiche Start-up-Unternehmerin, ein Kind, eloquent, früher FDP. Verdammt hübsch auch noch. Und da sie offenbar anfing, die Männer-Runde mit ihrer damenhaften Gelassenheit, ihrer Logik zu beeindrucken, »musste« Frau Maischberger zur Stinkbombe greifen: Sie leben doch mit einer Lebenspartnerin zusammen ... Vulgo, wie der Spiegel früher gern formulierte: Sie sind Lesbe ... also schwul.

Rumms! Frau Maischberger brauchte diese subkutan getarnte Totschlag-Enthüllung natürlich nur zum Verständnis für das von ihr gleich schamlos frisierte AfD-Programm ... Ihre Partei will Abtreibungen ächten ... Rituelle Beschneidungen verbieten ... Burka und Minarette auch ... Zum Leitbild der Kernfamilie zurückkehren ... Die Wehrpflicht wieder einführen ... Das »ungebremste Rasen auf deutschen Autobahnen« beibehalten ... An Kernkraftwerken festhalten.

 

Ja und?

 

Hätte der Zuschauer nun fragen können, der AfD-Wähler auch: Genau das wollen wir. Mama kann ja Karriere machen, aber Kinder brauchen wir halt auch (nicht nur für die Rente). Und Beschneidungen sind mindestens so schrecklich wie Abtreibungen bereits lebensfähiger Babys. Auf über 80 Prozent der Autobahnen haben wir eh schon Tempo 130 ... Kernkraft ist nun zurzeit mal die sauberste Energie der Erde. Und so lange die Türken in 110 Jahren eine einzige Christen-Kirche bauen, wir aber in den letzten zehn Jahren 200 Moscheen, bin ich gegen Minarette.

 

Das alles weiß natürlich die »Maischi« auch. Darum sicherheitshalber vorweg die Schwulen-Keule. Weil die Dame mit dem Charme einer Topfblume hofft, dass dies ein Tritt in die Magengrube der AfD-Nazis sein würde. Und ‒ alles kalkuliert ‒ sollte die »Fassade« der klugen AfD-Blondine unter der Intim-Enthüllung weinend zusammenbrechen, hätte man sie leicht trösten können ‒ von Frau zu Frau quasi; ist doch nicht mehr sooo schlimm, dafür haben wir, die aufgeklärten Demokraten, doch längst gesorgt: Alice Schwarzer ... Jens Spahn. Und der ist sogar von der CDU. Alles keine Schande mehr ...

 

So oder so ähnlich vielleicht hätte Maischberger bei einem immer möglichen Tränen- oder Empörungs-Gau die Situation verständnisvoll auf dem Bildschirm gerettet. Das Feixen hinter den Kameras des Staats-Fernsehens hätte natürlich keiner gesehen. Das Abherzen in der Redaktion schon gar nicht. Und von der Mainstream-Bild hätte ohnehin keiner nachgehakt.

 

Was aber wäre passiert, hätte irgendein AfD-Diskutant in irgendeinem Talkuntersuchungs-Ausschuss gewagt, subkutan anzudeuten, irgendein Kanzlervertrauter habe einen Freund? Von CDU bis SPD, von Grün bis Rot ‒ es wäre ein »Abgrund an landesweitem Sittenverrat« beschworen worden.

 

Bild-Pranger! Facebook-Verbot. Ausgangssperre fürs Gehirn. Und Merkels Postbote FJW hätte mal wieder mit voller Wucht in die Wolken gehauen: Ich hab nichts gegen Schwule ... einer meiner besten Freunde ... schon meine Mutter hatte gesagt ... Aber dieser AfD-Mensch ist ein Schwein. Ein Schweine-Nazi.

 

Frau Dr. Alice Weidel, Vorstandsmitglied der AfD, lächelte über Sandra Maischbergers gezielte Gemeinheit weg, parlierte weiter wie zuvor. Und holte die nächsten fünf Prozent für die AfD ...

 

 

 

 

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