Thursday, 28. July 2016
07.07.2015
 
 

Die Zeit und ihre Lüge von der Selbstkritik

Peter Harth

Die Deutschen glauben selbst ihren Qualitätsmedien nicht mehr. Deshalb fragt jetzt auch Die Zeit: »Alles Lügen?« Die Selbstkritik bleibt Propaganda – und sinkt noch tiefer. Es ist die Rache an den TV-Satirikern – Sündenböcke, die angeblich das Vertrauen zwischen Publikum und Journalisten zerstört haben. Das ist noch eine Lüge. Denn es bleibt dabei: Deutschlands Medien haben sich selbst in die Vertrauenskrise manövriert. Durch den Linksruck und die freiwillige Gefangenschaft in NATO-Netzwerken.

 

Ist der Ruf erst einmal ruiniert, schreibt es sich ganz ungeniert – aber Spaß macht es den Journalisten nicht mehr: Deutschlands Medien haben ein Problem mit ihrem Publikum; das glaubt ihnen inzwischen nichts mehr. Sogar Die Zeit räumt es jetzt zähneknirschend ein: Ja, die Leser halten uns Journalisten für Lügner. Die Medien geben damit ihren Ruin zu, denn sie besitzen nur ein Kapital: Der Glaube daran, dass es richtig ist, was sie schreiben und senden. Fast ein halbes Jahr schwieg Die Zeit eisern. Nach dem Motto: Ein Problem wird erst zum Problem, wenn es Problem genannt wird. Das Verschleppen und Verharmlosen half aber nichts mehr. Seitdem stehen die Medien unter Generalverdacht, auch Die Zeit.

 

Die Macher der linksliberalen Wochenzeitung organisierten regelmäßig Eliten-Gipfel mit – etwa die Bilderberg-Konferenz. Sie sind besonders gut in Lobby-Netzwerken eingebettet – etwa der Atlantik-Brücke. Ihren Lesern gegenüber wahrt Die Zeit aber kühle Distanz – belehrt sie gerne und schulmeisterlich und ignorierte die verlorene Glaubwürdigkeit, so gut es ging.

 

Jetzt wagt auch dieses Blatt mit einer vermeintlich selbstkritischen Titelgeschichte die Flucht nach vorn. Es inszeniert einen Gang nach Canossa, streut Asche über das Haupt und wundert sich ansonsten, warum – verdammt nochmal – sechs von zehn Bürgern wenig bis gar kein Vertrauen mehr in die Medien haben. Tendenz steigend. Ermittelt durch eine repräsentative Infratest-Studie. Wieder einmal.

 

Ehrenwort: Journalisten lügen nicht

 

»Alles Lügen?« ‒ Die Titelseite und den besten Platz im Blatt nutzen die Zeit-Journalisten für die Image-Korrektur in eigener Sache. Damit sich der besorgte Zeit-Leser am Ende wieder selig in den Sessel fallen lässt. Als ob er erleichtert ruft: Nein, natürlich lügen meine Journalisten nicht. Die geben jetzt sogar ihr Ehrenwort. Das bleibt Wunschdenken Der Zeit. Den unfreiwillig komischen Höhepunkt dieser journalistischen Nabelschau liefert ausgerechnet ein Artikel, der gar nicht zur Titelgeschichte gehört, aber die wahre Fratze der Lügenpresse zeigt: ein Besuch bei »Kiews Informationskriegern«.

 

Die Zeit-Journalistin Simone Brunner sah sich im ukrainischen Propagandaministerium um. Irgendwie ein wehmütiger Blick der deutschen Medien in ein Land, das zum Schlachthaus wurde. Als Bauernopfer im Kalten Krieg zwischen Russland und den USA. Offenbar sehnen sich auch Mitteleuropas Journalisten nach der guten bösen Zeit zurück und schreiben deshalb so verbissen den Krieg zwischen Gut (NATO) und Böse (Putin) herbei. Eine Seifenoper als Arznei gegen die komplizierte Realität mit unerwünschten Nebenwirkungen beim Leser: Er glaubt es nicht. Das wollen die Journalisten nicht einsehen. Warum auch? Es zerstört ihr Selbstbild. Wer sich für die NATO-Politik instrumentalisieren lässt, hat endlich wieder eine Bestimmung und hält sich für relevant.

 

Ukrainische Verhältnisse: Es gibt nur eine Wahrheit

 

Für Lohnschreiber symbolisieren die ukrainischen Verhältnisse das Paradies. Die Wahrheit ist dort inzwischen wieder ganz einfach: Es gibt nur eine. Die komplexe Wirklichkeit wurde abgeschafft. Wer widerspricht, muss ein von Putin ferngesteuerter Troll sein. Er wird von Kiews »Informationsarmee« bekämpft – manipulierend oder mit der Moral-Keule und wenn nichts mehr hilft, gibt es den politisch motivierten Mord Unfall. Natürlich kommt der Zeit-Artikel zu dem Fazit, dass solch ein Rückfall in die barbarischen Zeiten der Medienpropaganda gut ist. Schon allein deshalb, weil er sich gegen Russland richtet, die zerstörte demokratische Meinungsbildung in der Ukraine wiegt dagegen nicht viel. Experten sehen »keine Eingriffe in die Pressearbeit«.

 

Zurück nach Deutschland. Hier gibt es noch kein Medien-Ministerium für Propaganda, noch keine Monopol-Meinung, also müssen sich die deutschen Journalisten weiter mit dem störrischen Publikum herumschlagen, das sich dem Hurra-endlich-wieder-Krieg-Kurs der NATO gegen Russland verweigert, das stattdessen die Massenmedien boykottiert.

 

Verzeihung, wir haben nichts dazugelernt

 

Wohl auch deshalb wählte Zeit-Chef Giovanni di Lorenzo als Tatort für die von langer Hand vorbereitete Lügenpresse-Titelgeschichte ausgerechnet das Politik-Ressort. Weil gerade dort der Vertrauensverlust der Leser immens ist. Nicht im Feuilleton, schon gar nicht im unwichtigen Gesellschaftsteil. Das Stück ist kein Journalismus, es wirkt wie Propaganda: Wir sind besser als unser Ruf. Gerade, weil wir 2003 Schützenhilfe für den Irakkrieg der USA geleistet haben. Obwohl wir 2008 die anrollende Finanzkrise übersehen haben. Hier quält der Zeit-Autor die alte, abgedroschene Alibi-Floskel: Wir haben aus unseren Fehlern gelernt.

 

Dass die Journalisten nichts gelernt haben, zeigt neben dem medialen Dauerelend bei der Ukraine-Berichterstattung auch das Grexit-Desaster. So schreibt etwa die Bild, dass die USA keinen Euro-Austritt der Griechen wünschen. Wie bitte? Läuft nicht die Springer-Propaganda-Maschine gerade bei der Griechen-Hetze auf Hochtouren? Hat nicht die Bild den Grexit-Countdown erfunden?

 

Die USA-Hörigkeit – das Kern-Problem

 

Egal, wenn Washington ruft, fällt im Springer-Konzern nicht nur die eigene Meinung um. Für die USA sei es »eine Frage der nationalen Sicherheit«, schreibt das Blatt und übersetzt die Diplomatensprache gleich für den Leser: »Es muss alles getan werden, um den Grexit zu verhindern.« US-Präsident Obama will den endlosen Euro-Horror der Griechen verlängern, damit das bankrotte NATO-Mitglied nicht aus reiner Geldnot den Bruderkuss mit den Russen übt. Das hochgerüstete, ruinierte Mini-Land soll weiter seiner unwichtigen Aufgabe nachkommen: den NATO-Nachbarn Türkei bewachen.

 

Ist selbst Springer-Journalismus noch vertrauenswürdig, wenn er seine eigene Propaganda verrät, sobald sie sich gegen US-Interessen richtet? Unkommentiert und unhinterfragt darf das Nicht-Euro-Land USA die Deutschen über die Bild manipulieren. Bei einem Thema, das europäischer nicht sein könnte. Gerade diese dreiste Washington-Hörigkeit zeigt immer wieder, dass deutsche Journalisten nicht aus ihren Fehlern lernen können, nicht aus ihren Fehlern lernen wollen. Weil sie es gar nicht als Fehler wahrnehmen.

 

Neue Sündenböcke: »Satirische Welterklärer« im TV

 

Das unterwandert den Glauben an die Medien, die nicht nach ihrer Schuld suchen, sondern einen Sündenbock nach dem anderen präsentieren. Erst war es das PEGIDA-verliebte Publikum, für das es nur eine Diagnose im Medien-Deutschland gab: total verblödet. Jetzt – und das ist wirklich neu – präsentiert Die Zeit in ihrer Titelgeschichte den neuesten Schuldigen. Einen kleinen Mann mit großem Kopf, der für das ZDF arbeitet. Nein, nicht das Mainzelmännchen ist gemeint, die Zeit-Journalisten nehmen jetzt Satiriker wie Oliver Welke aufs Korn:

 

»Medien sind bei den satirischen Welterklärern längst fester Bestandteil jener Elite, die unter Generalverdacht steht.« Männer wie Welke treibt »nur die Lust am Skandal«. Er befriedigt »den simplen Wunsch« des »Publikums nach einer moralisch klar geordneten Welt«. Übersetzt heißt das nichts anderes als: Ihr blöden Witz-Hampelmänner macht uns in euren Sendungen vor dem Zuschauer lächerlich. Das ist eine Erklärung, die viel zu einfach ist.

 

Das eigenartige Verhältnis der Journalisten zur Unabhängigkeit

 

Was haben die TV-Satiriker den Lohnschreibern eigentlich angetan? Nun, sie – und nicht etwa die Journalisten – haben dem Publikum 2014 in der Sendung »Die Anstalt« klargemacht, dass Journalisten ihre Unabhängigkeit sehr eigenartig definieren.

 

 

Für die sind Staatsnähe und informelle Mitgliedschaften als Beirat oder gar als Vorstand in transatlantischen NATO-Netzwerken absolut in Ordnung. Die politische Haltung, die dort eingeflüstert wird, hat auch garantiert keinen Einfluss auf das, was sie später schreiben. Ehrenwort. Zur Abwechslung sind Journalisten die Einzigen in Deutschland, die das glauben. TV-Kabarettist Max Uthoff prangerte solch eine falsche Selbsteinschätzung an. In einem Radiointerview sagte er später, die Vernetzung der Journalisten mit den Eliten sei »peinlich«. An diesem Beispiel könne man »Propaganda durchexerzieren«.


Gerade Die Zeit kam beim satirischen Entflechten der geheimen Lobby-Netzwerke besonders schlecht weg, ist sie doch besonders gut eingebettet. Die Titelgeschichte »Alles Lügen?« ist deshalb keine Selbstkritik reuiger Journalisten. Hinter der Fassade der vielen Worte lauert ein großer Stiefel, der gegen die TV-Satiriker nachtreten will. Weil die frech genug waren, dem Publikum die Wahrheit zu zeigen – etwas, was die Journalisten der Zeit sich selbst nicht eingestehen wollen: Sie sind nicht unabhängig. Zeit-Politikredakteur Jochen Bittner soll an einer Rede von Bundespräsident Gauck zur Münchner Sicherheitskonferenz mitgeschrieben haben und lobte die eigene Rede anschließend im eigenen Blatt.

 

Zeit für den Rachefeldzug

 

Erst begann Die Zeit einen juristischen Feldzug gegen die TV-Satiriker und den entlarvenden Fernsehbeitrag über die Netzwerk-Verstrickungen der Zeitung. Eine einstweilige Unterlassungserklärung des Landgerichts Hamburg verpflichtete das ZDF, den Beitrag aus seiner Mediathek zu löschen. Unter Journalisten ist so etwas unerhört, schreien sie doch immer laut und zuerst, wenn die Meinungsfreiheit bedroht ist. Hier zensierte ein Print-Medium ein TV-Medium, um die Wahrheit einzudämmen. Erreicht hat die Wochenzeitung aber das Gegenteil. Gerade weil sie verboten war, fand die Botschaft der TV-Satiriker über das Internet ihren Weg zu den Menschen und Die Zeit verlor den guten Ruf.

 

Hinter den Kulissen läuft der juristische Streit weiter, doch jetzt springen die Zeit-Journalisten offenbar vollends auf den Propaganda-Zug auf. Welke, Uthoff & Co sind die Ursache für das journalistische Elend. So etwas schreibt die Wochenzeitung ungeniert. Dass sich an dieser Heuchelei noch etwas ändert, scheint ausgeschlossen. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) bestärkt die Journalisten sogar indirekt: Sie können durchaus ein Parteibuch besitzen, haben sie doch die gleichen Rechte »wie alle Menschen«. Ein supervernetzter Alpha-Journalist wie Zeit-Herausgeber Josef Joffe darf weiter seine zahlreichen Mitgliedschaften bei Lobby-Organisationen pflegen. Staatsnähe ist kein Problem, solange er nicht selbst darüber schreibt.

 

Die Flucht aus der moralischen Verantwortung

 

Im Klartext heißt das: Joffe gibt die Leitlinie des Blattes vor, das politisch Gewünschte sollen aber bitteschön seine ihm untergebenen Journalisten schreiben. Die Drecksarbeit für die kleinen, abhängigen Lohnschreiber. Damit flieht auch der DJV aus der moralischen Verantwortung. Die Selbstzensur einer Redaktion und interne Anweisungen lassen sich noch schwerer beweisen als informelle Mitgliedschaften in Netzwerken. Juristisch sitzen die vernetzten Alpha-Journalisten damit fest im Sattel. Sie haben das Totschlagargument der üblen Nachrede auf ihrer Seite. Darunter fällt alles, was sich nicht klar beweisen lässt – und die Lohnschreiber werden aus Angst um ihren Platz am Schreibtisch weiter schweigen.

 

Wie sich der Journalismus selbst ins Aus manövriert

 

Es ist ein Armutszeugnis für die deutschen Medien, dass allein Schweizer Journalisten mit einer Fernanalyse Tacheles reden: Die deutschen Journalisten manövrieren sich selbst in eine gefährlich unausgewogene Links-Lage und sind zu stark in den NATO-Netzwerken gefangen.

 

Sie schleusen die Interessen dieser Lager parteiisch in die öffentliche Meinung und verleihen ihnen damit übermäßig Gewicht. Im Gegenzug schließen sie einen großen Teil der Bevölkerung kategorisch aus, der sich fühlt, als ob er keine Stimme mehr hat. Am Ende bleibt die scheinheilige Heuchelei: Genau deshalb verlieren immer mehr Deutsche den Glauben an ihre Journalisten. Die Wächter des Zeitgeistes haben das Gespür für den Zeitgeist verloren.

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (42) zu diesem Artikel

10.07.2015 | 07:52

H.Scheid

Der Artikel von Peter Harth sprich mir so was von aus dem Herzen und natürlich auch dem "Hirn", dass ich vor Empathie schreiend loslaufen könnte, um meinen dödligen "Mehrheitsmitbürgern" eben diesen direkt vor die Nase die halten, bis sie ihn gelesen haben!! Die youtube Beigabe mit diesem Herrn Giovanni di Lorenzo von "der Zeit" schlägt "dem Fass den Boden heraus". Das Einzgste was man in diesem "Zionistischen Schmieren- und...

Der Artikel von Peter Harth sprich mir so was von aus dem Herzen und natürlich auch dem "Hirn", dass ich vor Empathie schreiend loslaufen könnte, um meinen dödligen "Mehrheitsmitbürgern" eben diesen direkt vor die Nase die halten, bis sie ihn gelesen haben!! Die youtube Beigabe mit diesem Herrn Giovanni di Lorenzo von "der Zeit" schlägt "dem Fass den Boden heraus". Das Einzgste was man in diesem "Zionistischen Schmieren- und Bilderbergerblatt" noch lesen kann oder mag, ist der Feuilleton. Und, Herr Lorenzo: "In Zeiten des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat" (George Orwell).


09.07.2015 | 19:34

Saarländer

Super Video. Auch wenn dies nicht von Kopp ist. Die haben das echt gut zusammengefasst. Komisch, dass solche Aussagen vom Zdf zugelassen werden.


09.07.2015 | 07:35

edmundotto

Werter @Dr.JensRomba, Ihre Erfahrungen mit der ZEIT sind gewiss kein Einzelfall. Bei ähnlichen Gelegenheiten, wenn Kommentare regierungskritisch oder gar systemkritisch verfasst sind, wenn sie selbst mit Quellenhinweisen und in sehr sachlichem Stil geschrieben sind, erlebe ich seit einiger Zeit bei verschiedenen Medien die sog. Netiquette als Zensur. Das ist bei finanzpolitischen Themen der Fall, ebenso bei gesellschaftspolitischen. Insbesondere zu gesundheitpolitischen...

Werter @Dr.JensRomba, Ihre Erfahrungen mit der ZEIT sind gewiss kein Einzelfall. Bei ähnlichen Gelegenheiten, wenn Kommentare regierungskritisch oder gar systemkritisch verfasst sind, wenn sie selbst mit Quellenhinweisen und in sehr sachlichem Stil geschrieben sind, erlebe ich seit einiger Zeit bei verschiedenen Medien die sog. Netiquette als Zensur. Das ist bei finanzpolitischen Themen der Fall, ebenso bei gesellschaftspolitischen. Insbesondere zu gesundheitpolitischen Fragestellungen ist die Verbreitung von Hintergrundinformationen offensichtlich nicht gewünscht, das bleibt Kopp-online die einzige Möglichkeit eine Diskussion zu führen. Die ZEIT hat auf Kritik diesbezüglich nicht einmal geantwortet, so spare diese Zuladung der Grünen Tonne seit dem zurückliegenden Jahr ein.


09.07.2015 | 00:24

Frank Hogendorf

"[...] Es ist die Rache an den TV-Satirikern – Sündenböcke, die angeblich das Vertrauen zwischen Publikum und Journalisten zerstört haben. [....]" Na klar, die TV-Satiriker sind schuld! Wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen? Ich weiß jetzt gerade nicht, ob nicht doch besser lachen soll? Immerhin ist das ja - beinahe - begnadete Satire!


08.07.2015 | 13:55

Roberto Meyer

Ich habe weder zu den Nachrichten im Radio oder Fernsehen Vertrauen und glaube den Angaben nicht, ebenso sind die Angaben in den Zeitungen und Zeitschriften nicht korrekt, da diese von der Politik vorgegeben werden. Das Wort Lügenpresse ist nicht ganz abwegig. Roberto


08.07.2015 | 12:39

Putinversteher

Da ich russisch spreche hatte ich vor ein Paar Monaten das Privileg privat mit einer Ukraine-Korispondentin zu sprechen. Sie erzählte mir, dass es ihnen verboten ist pro-russisch zu schreiben! Sie bekam ein Script ausgehändigt in dem stand, welche Wortwahl sie unter keinen Umständen benutzen darf. Wer sich diesem Diktat widersetzt, muss mit einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren rechnen! Soviel zur Meinungsfreiheit! Ich bin mir sicher, dass auch hier zu Lande ein bestimmter...

Da ich russisch spreche hatte ich vor ein Paar Monaten das Privileg privat mit einer Ukraine-Korispondentin zu sprechen. Sie erzählte mir, dass es ihnen verboten ist pro-russisch zu schreiben! Sie bekam ein Script ausgehändigt in dem stand, welche Wortwahl sie unter keinen Umständen benutzen darf. Wer sich diesem Diktat widersetzt, muss mit einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren rechnen! Soviel zur Meinungsfreiheit! Ich bin mir sicher, dass auch hier zu Lande ein bestimmter Verschwiegenheitskodex unter den Journalisten existiert! Schande für unsere Demokratie.

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