Thursday, 28. July 2016
08.08.2015
 
 

Ihr seid Rassisten: DPA ruft zur Sprachzensur gegen Asylkritiker auf

Peter Harth

Journalisten werten alle Asylkritiker ab sofort und ohne Ausnahme zu Rassisten ab. Das befiehlt die Deutsche Presse-Agentur. Deutschlands Leitmedien folgen der neuen Sprachzensur nicht nur, sie hetzen sogar noch eins drauf. Spiegel und Zeit blasen zur Jagd gegen »Asylgegner«: Alles Kritische, was jemals in der Flüchtlingsdebatte berichtet wurde, soll bloß »Populismus« gewesen sein – und wird ab sofort eingestellt.

 

Froben Homburger, der Zensur-Papst der Journalisten, schlägt wieder zu: Schon wieder manipuliert der Nachrichtenchef der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unsere Medien, um die Berichterstattung zur Flüchtlingskrise auf Linie zu bringen. Eine ähnliche Sprachzensur gab es bereits im März. Homburger entrussifizierte damals die deutsche Ukraine-Berichterstattung – über Nacht war die ukrainische Schreibung von Eigennamen die einzig erlaubte. Jetzt sind die »Asylgegner« das Ziel der Sprachzensur.

 

Wer Flüchtlinge kritisch sieht, gehört ab sofort zum Feind. Homburger verkündete die neue deutsche Sprachzensur lapidar auf Twitter: Die dpa wird künftig nicht mehr von »Asylgegnern« oder »Asylkritikern» sprechen, sondern deren »Motive oder Gesinnung in jedem Einzelfall möglichst konkret benennen«. Das sei die Verantwortung der Medien angesichts brennender Flüchtlingsheime. So schnell und einfach geht das: Aus Kritikern werden pauschal Rassisten.

Die DPA: Zensor, heimlicher Entscheider und Fast-Monopolist

 

Sven-Gösmann, dpa-Chefredakteur, schickte Homburgers Sprachzensur gleich als dpa-Meldung über den Ticker in die deutschen Redaktionen. Zum Hintergrund: Nachrichtenagenturen wie die dpa, AP oder Reuters sind die heimlichen Entscheider. Sie bestimmen, was wir überhaupt erfahren und was nicht. Hunderte Journalisten schreiben für die dpa, sie betreibt ein großes Netzwerk mit Korrespondenten. Dieser Fast-Informations-Monopolist ist der Haus- und Hoflieferant der deutschen Medienlandschaft. Was man dort vor-schreibt, schreiben Spiegel, Welt, Zeit oder die Tagesschau unkritisch und wortwörtlich ab.

 

Aber nicht nur dabei gilt die dpa als Goldstandard – auch in Stilfragen imitieren alle Journalisten die größte deutsche Nachrichtenagentur. Die sogenannte »Agentursprache« ist in ihre Köpfe einbetoniert. Zuerst wird gefragt: »Wie schreibt das die dpa?« Damit hat sie den größten Einfluss auf den Sprachgebrauch in den Medien.

 

Die Sprachzensur wirkt bereits

 

Der wird nun von den Wörtern »Asylgegner« und »Asylkritiker« gesäubert und tatsächlich: Die neue Sprachzensur wirkt bereits. Der öffentlich-rechtliche Deutschlandfunk schob sogar die Sprachwissenschaft in die Verantwortung. Plötzlich hat nicht mehr die dpa ihren neuen Sprachkurs in die deutschen Medien geimpft – es waren Sprachgurus.

 

Der deutsche Sprachwächter Anatol Stefanowitsch durfte hinterher erklären, dass er seit Monaten in der Berichterstattung verstärkt Begriffe wie »Asylgegner« und »Asylkritiker« sieht, »wenn eigentlich Rassisten und Rechtsextremisten gemeint sind«.

 

Der willige Sprachwissenschaftler wurde sogar zur Allzweckwaffe und immer wieder recycelt. Im öffentlich-rechtlichen RBB beklagte Stefanowitsch: »Der Begriff Asylgegner verschleiert die Tatsachen.« Genauso im öffentlich-rechtlichen MDR genauso in der Sächsischen Zeitung.

 

Treibjagd gegen Asylkritiker: Die Leitmedien hetzen noch eins drauf

 

So schnell kann ein Sprachwissenschaftler Medienkarriere machen, wenn er nur das Passende zur richtigen Zeit sagt. Diese Alibi-Kampagne war aber nur der Anfang. Die dpa blies zur Treibjagd gegen Asylkritiker, deutsche Leitmedien wie Spiegel und Zeit hetzen nun die Kritiker medial zu Tode.

 

Die bereits hitzig geführte Asyldebatte erreicht den absoluten Tiefpunkt – und Deutschlands Leitmedien feuern aus allen Rohren mit populistischen Blendgranaten. Die Zeit titelte passend zur Sprachzensur: »Der neue Name der Rechten« – »der fremdenfeindliche Mob heißt nun ›Asylkritiker‹«. Die links-liberale Wochenzeitung spricht nur noch von »Asphaltdeutschen«.

 

Nach der einfachen Formel: Gegen vermeintlichen Hass hilft nur ganz viel eigener Hass. Feindbilder sollen die Kritiker der Flüchtlingspolitik mundtot machen. Die »Maskerade des ›Asylkritikers‹« sei »eine Art Du-darfst-Rassismus«.

 

Zeit-Autor Hugendick steigert sich in einen geifernden Wort-Wahn, bei dem viele Leser angewidert in den Kommentaren fragen, wer hier die Deutschen wirklich aufhetzt? Die Asylkritiker oder doch wohl eher die Journalisten?

 

Wer hetzt hier jetzt eigentlich?

 

»Der ›Asylkritiker‹ reiht sich ein ins krypto-totalitäre Vokabelheft, wo schon der ›gesunde Menschenverstand‹ steht, der ›besorgte Bürger‹, der ›Islamkritiker‹ und die ›schweigende Mehrheit‹. Ein ganzes Bestiarium des Volksempfindens.«

 

Hugendick beschwört wieder den hässlichen Deutschen herauf. Ob der das überhaupt versteht? Er ist schließlich dumm, diese Missgeburt.

 

Zum Glück hat noch nie jemand den hässlichen Deutschen gesehen. Er ist nur ein Märchen, das Mittel zum Zweck. Wie der schwarze Mann, mit dem man früher Kinder ängstlich ins Bett schickte – damit sie nicht nachts auf Entdeckertour gehen. Genauso verängstigen Journalisten wie Hugendick den Leser: Seht her, das ist der hässliche Deutsche und so wollt Ihr doch nicht sein – ab ins Bett, Ihr lieben Gutmenschen.

 

Das Schweigen der Sozialexperten

 

Hinter den gedrechselten Worten lauert nichts weiter als kindische und primitive Polemik. Dass so etwas nicht ausreicht, weiß auch Hugendick, doch die Experten halten sich in der Flüchtlingskrise auffallend zurück. Auf die konnten sich Journalisten bisher immer verlassen. Was man nicht selbst sagen konnte, dafür fand sich immer eine akademische Koryphäe, die aus Meinungen Fakten machte.

 

Doch jetzt? Nicht einmal die Meinungsforscher verbrennen sich daran noch die Finger. Sie wissen, dass inzwischen nicht einmal mehr jeder vierte Deutsche hinter der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung steht. Also klingt es wie ein verzweifelter Hilferuf, wenn Zeit-Journalistin Elisabeth Niejahr sich über »das Schweigen« der »Renten- und Demografie-Experten« ärgert.

 

Die halten sich aus diesem Medienfeldzug heraus und verweigern den Journalisten die dringend benötigte Munition. Keine Worthülsen, um gegen Asylkritiker zu feuern. Warum setzt wohl kein namhafter Soziologe dafür sein Renommee aufs Spiel?

 

Flüchtlinge: Gestrandetes Treibgut aus dem Chaos dieser Welt

 

Weil Flüchtlinge keine Antwort auf das demografische Problem Deutschlands sind – sie bringen vielmehr noch zusätzliche Probleme. Die Kosten für ihre Integrierung sind immens, doch der Nutzen bleibt unkalkulierbar. Flüchtlinge bilden keine homogene Gruppe, sondern sind ethnisch, sprachlich oder religiös zersplittert. Sie sind traumatisiert, gewaltbereit, aus einem Kriegsgebiet geflohen und voller Hass aufeinander.

 

Gestrandetes Treibgut aus dem Chaos dieser Welt. Und das soll ein hochindustrialisiertes Land wie Deutschland retten? Auf diese Wette lassen sich die Sozial-Experten gar nicht erst ein. Viel wahrscheinlicher ist das folgende Szenario: Hier tickt eine soziale Zeitbombe, die immer größer wird.

 

Wenn die Fakten schon die Journalisten verlassen haben, dürfen die auch die Fakten verraten und sich um 180 Grad wenden. Gegen das kämpfen, was sie einmal selbst den Deutschen eingeimpft haben: Fremdenhass.

 

Das ist die Kurzversion der Kampagne des Spiegels, die das Nachrichtenmagazin gegen die Asylkritiker auffährt: Sein »Aufstand der Anständigen« kommt erstaunlicherweise pünktlich zum Zensur-Startschuss der dpa. Gemeinsam erklären beide den Asylgegner zum Feind der deutschen Sprache.

 

Der Spiegel: Meinungsmache damals wie heute

 

Maximilian Popp schiebt die Kritiker gleich in die Schublade mit »Terroristen«. Dort warten schon all die nötigen Vorurteile – mit denen der Spiegel gegen diesen »Pöbel« zu Felde zieht, »der in Freital, Sachsen, und andernorts in fehlerhaftem Deutsch gegen Flüchtlinge hetzt«.

 

In seiner aktuellen Ausgabe behauptet das Nachrichtenmagazin: »Fremdenhass vergiftet Deutschland«. Es ist vor allem eine Geschichte über Wendehälse. Noch vor ein paar Jahren sahen die Titelseiten anders aus: »Zu viele Ausländer? Sprengsatz für Rot-Grün.«

 

Aha: »Der Spiegel hat in den Neunzigerjahren den Populismus, den er heute zu Recht beklagt, […] selbst befeuert.« Frei nach Adenauer kümmert sich auch das Nachrichtenmagazin nicht mehr um sein Geschwätz von gestern.

 

Alles, was einmal richtig war – ist plötzlich falsch. Die Fakten von damals waren nur Populismus der Spiegel-Journalisten. Von heute an schreiben die nur noch die Wahrheit – versprochen. Das zeugt von Arroganz. Wenn eines richtig ist, dann das: Der Spiegel betrieb damals Meinungsmache, der Spiegel betreibt heute Meinungsmache.

 

Wieder eine Niederlage im Kampf um die öffentliche Meinung

 

Natürlich ist es Unsinn, Flüchtlingsheime anzustecken, aber darf ein Journalist deshalb gleich die ganze Welt auf den Kopf stellen? Alles, was man selbst geschrieben hat, darf man jetzt über den Haufen werfen? Sich einen widerlichen Wortkrieg mit Asylkritikern liefern? Auf vermeintliche Hetze mit richtiger Hetze antworten?

 

Das macht die Flüchtlingsdebatte noch erbärmlicher. Sie ist deshalb auch eine weitere Niederlage der Mainstreammedien im Herrschaftskampf um die öffentliche Meinung. Der ist schon längst entschieden – Print und Fernsehen dürfen dabei nur noch zuschauen. Die haben die Deutungsmehrheit verloren, jetzt klammern sie sich an der Illusion der eigenen Macht fest. Wer aber nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (174) zu diesem Artikel

21.09.2015 | 12:18

Germane

Übrigens, auch ich wurde von Facebook gelöscht! Ich hatte aber bei meinen Kommentaren weder rechts noch hab ich Fremdenfeindliche Kommentare abgegeben! Wisst Ihr was der Grund war!! Punkt 1 ich war bei zu vielen Gruppen und Punkt 2 ich war mit den ganzen Gruppen zu aktiv! Daran sieht man was der wirkliche Grund ist!


21.09.2015 | 12:09

Germane

Es muss was geschehen! Dem Volk fehlt einfach ein Optimaler Führer (der wie das Volk auch denkt), erst dann geht es in die richtige Richtung! Der erste Schritt wäre uns von den Besatzern zu lösen, damit wir wieder Deutsch werden!


20.09.2015 | 12:46

robbenkiel

Unsere Medien begreifen einfach nicht, dass sie auf verlorenem Posten kämpfen. Immer mehr Menschen haben von diesem Einheitsmüll die Nase voll und verweigern den Verblödungskonsum. Das macht sich bemerkbar durch Abokündigungen, verringerte Auflagen, geringe Einschaltquoten. Den Machern ist augenscheinlich nicht klar, dass sie gegen die Mehrheit der Bevölkerung agieren. Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Mehrheit , vielleicht auch gesteuert, auf die Hinterbeine...

Unsere Medien begreifen einfach nicht, dass sie auf verlorenem Posten kämpfen. Immer mehr Menschen haben von diesem Einheitsmüll die Nase voll und verweigern den Verblödungskonsum. Das macht sich bemerkbar durch Abokündigungen, verringerte Auflagen, geringe Einschaltquoten. Den Machern ist augenscheinlich nicht klar, dass sie gegen die Mehrheit der Bevölkerung agieren. Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Mehrheit , vielleicht auch gesteuert, auf die Hinterbeine stellt. Neusprech, Gedankenkontrolle, Ausgrenzung, Hexenjagd, etc.. das Maß ist voll und es wird nicht mehr lange dauern, dann knallt es ganz gewaltig im Karton.


20.09.2015 | 12:07

Berliner

Willkommen zurueck in der DDR das Zentralkomitee und die SED feiern Auferstehung. Jetzt muessen die Nacheichten erst der dpa wie frueher dem Zenlkomitee der SED vorgelegt werden Bloss keine Kritik dann ist man ja gleich Rassist oder Nazi


16.09.2015 | 00:16

ottonormal

Ziemlich sicher ging es dieser Regierung bei der hochgefahrenen Willkommenskultur für "jedermann" aus muslimischer Provenienz vornehmlich um wirtschaftsfreundliche Aspekte. Die grün-linken Oppositionsspitzen, haben in ihrem Anflug von Globalisierungsverherrlichung anscheinemd nicht mitbekommen, dass es offensichtlich weniger um mildtätige Flüchtlingshilfe, als um billige AKs geht. Und noch ein Satz zur beklagten "Zensur durch die Presse" nicht...

Ziemlich sicher ging es dieser Regierung bei der hochgefahrenen Willkommenskultur für "jedermann" aus muslimischer Provenienz vornehmlich um wirtschaftsfreundliche Aspekte. Die grün-linken Oppositionsspitzen, haben in ihrem Anflug von Globalisierungsverherrlichung anscheinemd nicht mitbekommen, dass es offensichtlich weniger um mildtätige Flüchtlingshilfe, als um billige AKs geht. Und noch ein Satz zur beklagten "Zensur durch die Presse" nicht "Pressezensur": Wenn es schon soweit ist, dass die Agenturen bereits die Nachrichten so "filtern", dass nur noch die in der Weltanschauung ihrer Redakteure genehmen über den Ticker laufen, dann ist das Zensur nach chinesischem Muster oder um in Deutschland zu bleiben "Reichspropaganda". Der sehr ehrenwerte Medienmann Hanns Joachim Friedrich hat einmal gesagt, ein Journalist darf sich nicht mit den Dingen gemein machen, selbst dann nicht, wenn es ihm aufgrund des Themas schwer fällt. Seitdem sind die Unsitten der Parteinahme und der für den Leser nicht transparenten Abhängigkeiten sehr eingerissen. Wer das Buch "Gekaufte Journalisten" von Ulfkotte gelesen hat, weiss, wovon ich schreibe. Die Lösung für das Problem kennen alle, die sich alternative Informationen in freien, unabhängigen Nachrichtenforen im In- und Ausland besorgen. Wollen wir hoffen, dass uns dieser Staat nicht auch noch nach chinesischem Muster einen watteweichen, himmelblauen Internetfilter verpasst. Zuzutrauen in ihrer Hysterie wäre es ihnen bald. Aber dann immer stramm gegen sog. "Rechtspopulisten" und sog. "Rassisten" und sog. "Nazis" austeilen! Ich will hier nicht bestreiten, dass es die gibt. Aber die Hysteriker der "alleinigen Wahrheit" werfen derzeit alle Kritiker mit Unterstützung der Medienmacht in einen Topf. So soll offensichtlich jeder verbale Widerstand gegen schmutzige Bürgerverarschung im Keim erstickt werden.


13.09.2015 | 18:37

DerSchnitter_Maxx

"So etwas wie eine freie Presse gibt es nicht. Die eigentliche Aufgabe des Journalisten besteht darin, die Wahrheit zu zerstören, faustdicke Lügen zu erzählen, die Dinge zu verdrehen und sich selbst … für sein tägliches Brot zu verkaufen. Wir sind nichts weiter als intellektuelle Prostituierte."(John Swinton - ehemaliger Redakteur der New York Times 1880) |||||||| ||||||||| "Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen...

"So etwas wie eine freie Presse gibt es nicht. Die eigentliche Aufgabe des Journalisten besteht darin, die Wahrheit zu zerstören, faustdicke Lügen zu erzählen, die Dinge zu verdrehen und sich selbst … für sein tägliches Brot zu verkaufen. Wir sind nichts weiter als intellektuelle Prostituierte."(John Swinton - ehemaliger Redakteur der New York Times 1880) |||||||| ||||||||| "Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung."(Scholl-Latour) ||||| ||||| ||||| "Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die "viel besser" ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen." (Scholl - Latour) ++++++ Na, ja ... stimmt nicht ganz ... Zitat: "Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die "viel besser" ist als anderswo" ... "viel besser" - ? - (FAKE - ZDF - Kriegspropaganda gegen Syrien – AufTube - ) nur ein Bleistift von vielen ........

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