Saturday, 30. July 2016
15.03.2016
 
 

Kesseltreiben gegen Trump

Peter Orzechowski

Wir Deutschen kennen die Hetze, die gegenwärtig in den USA gegen Donald Trump läuft, aus eigener Erfahrung: Politiker, die es wagen, Sprachrohr einer ohnmächtigen Bürgerschaft zu sein und damit der diktatorisch regierenden Regierungskaste gefährlich werden könnten, werden als Rassisten und Nazis verschrien.

 

Er will die Wahrheit über 9/11 ans Licht bringen. Er findet Wladimir Putin einen vernünftigen Mann. Er wettert gegen den Filz der Washingtoner Polit-Clique: Der führende Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, Donald Trump, wird der Führungs-Kamarilla der USA langsam unheimlich.

 

Und schon schießen die regierungsgesteuerten US-Mainstream-Medien aus allen Rohren – allen voran der erzkonservative Kanal Fox-News.

 

Kritiker sprechen sogar von inszenierten »Breaking-News«-Berichten, wie zum Beispiel Trumps abgesagter Auftritt in Chicago am Freitagabend.

 

Mehrere tausend Menschen hatten gegen die Veranstaltung des republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbers protestiert. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Trump-Unterstützern. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Menschen sich im Gedränge schubsten und schlugen.

 

Etlichen Demonstranten war es gelungen, in die Veranstaltungshalle einzudringen. Manche von ihnen zerrissen Wahlkampfschilder der Trump-Kampagne.

 

Auch vor der Halle versammelten sich zahlreiche Protestierer. Laut der Zeitung Chicago Tribune blockierten manche von ihnen eine Auffahrt. Die Polizei führte mehrere Personen ab und löste die Proteste letztlich auf.

 

Der Sender CNN präsentierte sofort einen der Protestierenden: »Ich protestiere, weil ich schwarz bin und mexikanisch und weil ich mir nicht sicher bin, wohin Trump mich abschieben würde. Aber ich habe jeden Tag in Chicago mit Rassismus zu tun ‒ und ich habe genug.«

 

Trump hatte aufgrund der Vorfälle seinen Auftritt abgesagt. »Ich wollte nicht, dass jemand verletzt wird«, sagte er CNN. »Ich glaube, wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Auch wenn damit das Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt wird.« Angeblich ist doch jemand verletzt worden in dieser Freitagnacht, sogar tödlich: Ein Trump-Unterstützer, der Afroamerikaner Robert King Bullock (37), sei nach Verlassen der Veranstaltungshalle von mehreren Männern konfrontiert, zusammengeschlagen und dann zweimal angeschossen worden.

 

Ein Schuss sei in die Schulter und einer in den Bauch gegangen. Die Leiche sei am frühen Morgen in einer Nebenstraße gefunden worden mit zwei Zetteln daneben. Auf einem stand »Stoppt den Rassisten Trump« und auf dem anderen »Donald Trump = KKK«, berichten verschiedene Webseiten.

 

In den vergangenen Tagen wurde die Stimmung auf Trumps Veranstaltungen zunehmend aufgeheizt.  Die Webseite Infowars zeigt Beispiele, wie gezielt Provokateure eingesetzt werden – ein junger Mann zum Beispiel, der von den Demokraten für seinen Auftritt bezahlt wird, oder eine junge Frau, die im Hauptberuf im Büro von Jeb Bush arbeitet.

 

Aber es bleibt nicht bei verbalen Anschlägen: Am Samstag hielt Trump am internationalen Flughafen von Dayton, Ohio, eine Rede vor seiner Privatmaschine, umringt von jubelnden Unterstützern. Plötzlich sprang ein mit einem Messer bewaffneter Mann auf die Rednerbühne und packte Trump am Bein. Sofort gingen die Bodyguards vom Secret Service dazwischen und führten den Attentäter ab. Trump fuhr mit seiner Rede fort und bedankte sich bei den Beamten für ihren Einsatz. Danach sagte Trump: »Danke für die Warnung. Ich war bereit für ihn, aber es ist einfacher wenn die Polizei es tut.«

 

George Soros fährt seine Geschütze auf


George Soros macht mit seinen Milliarden seit Jahren Politik – nicht nur in der Förderung des Flüchtlingsstroms nach Deutschland (worüber wir hier auf Kopp Online schon wiederholt berichtet haben), sondern auch bei der Präsidentschaftswahl in seiner amerikanischen Wahlheimat.

 

Gemeinsam mit anderen Financiers gründete Soros nun einen »super PAC« (Political Action Committee) namens »Immigrant Voters Win«, mit dem vor allem in jenen Bundesstaaten mit wachsender Latino-Bevölkerung wie Florida, Nevada oder Colorado mindestens 400 000 neue Wähler – vor allem aus der Latino-Community, aber auch bei den asiatischen Einwanderern – gewonnen werden sollen, die im November bei den US-Präsidentenwahlen auf jeden Fall nicht für Trump stimmen werden.

 

Ein anderes Mittel, das Soros gegen Trump einsetzt: Er finanziert Klassen mit Migranten im ganzen Land, die bald die Staatsbürgerschaft erlangen, um sie über ihre Rechte aufzuklären. Dabei werden sie vermutlich in die »richtige« Richtung in ihrem Wahlverhalten gelenkt. Es soll sich um mindestens 1,7 Millionen Einwanderer handeln, die im November erstmals wählen können.

Ein sensationelles Geständnis


Kaum beachtet in den deutschen Medien, deutete der ehemalige republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, auf den möglicherweise wichtigsten Grund, warum Trump zum Feind der Washingtoner Polit-Kamarilla wurde. Gingrich antwortete auf die Frage des Fox News Moderators, warum das Establishment Trump fürchtet, vor laufenden Kameras wörtlich: »Nun, weil er ein Außenseiter ist. Er ist nicht sie. Er ist nicht Teil des Clubs. Er hat die Initiationsriten nicht durchlaufen. Er gehört keiner Geheimgesellschaft an.«

 

Gingrich ist selbst Mitglied des elitären Bohemian Club. Mit seiner Aussage bestätigt er, dass das US-Establishment aus »Geheimgesellschaften« besteht und Donald Trump offensichtlich keiner von ihnen angehört.

 

Ein Rätsel ist, warum Gingrich die Existenz, den Einfluss sowie die Vorbehalte und Ängste solcher Geheimgesellschaften gegenüber einer Trump-Kandidatur in einem Live-Interview preisgibt.

 

Nachtrag: Am heutigen Dienstag stehen unter anderem in Ohio, Florida und Illinois wieder Vorwahlen an.

 

 

 

 

 


Wer profitiert vom Krieg gegen den Terror?

Amerika hat sich seit dem 11.9.2001 an einen permanenten Kriegszustand gewöhnt. Nur ein kleiner Teil der Gesellschaft - darunter viele arme Jugendliche vom Land, die zur Armee gehen - kämpft und stirbt, während eine fest etablierte nationale Sicherheitselite zwischen hohen Posten in Staatsapparat, Auftragsfirmen, Denkfabriken und Fernsehstudios rotiert.

Mehr...


 

.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

»Wir lagen alle falsch«: US-Journalisten wollen Trumps Triumph immer noch wegerklären

Markus Mähler

Selten lagen die Edelfedern im US-Politikjournalismus so daneben. Donald Trump sollte eigentlich längst aus dem Rennen sein – »zu 100 Prozent«. Der feiert aber Sieg um Sieg und ist seit dem Super Tuesday sicherer Favorit der Republikaner. Diese Realität passt den gekränkten Edelfedern nicht. Sie dämonisieren jetzt das »Phänomen«: Trump gilt als  mehr …

Die Trump-Kritiker wetzen bereits die Messer

Peter Orzechowski

Hillary Clinton und Donald Trump sind am »Super Tuesday« der US-Vorwahlen einer Präsidentschaftskandidatur für ihre Partei ein deutliches Stück näher gekommen. Die Republikaner werden nervös und wollen den New Yorker Milliardär jetzt stoppen.  mehr …

Trump klopft ans Weiße Haus

Peter Orzechowski

Dienstagnacht finden in 15 US-Bundesstaaten Vorwahlen statt. Sollte Donald Trump auch nach diesem »Super Tuesday« die republikanischen Bewerber anführen, dann wird es unruhig werden in Washington.  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Das Ende des Papiergeld-Zeitalters

Redaktion

Als einer der Ersten warnte er vor Blasenwirtschaft und Schuldenbildung. In seiner klaren, bildhaften Sprache beschrieb er die Gefahren von ungedecktem Papiergeld und politischer Verantwortungslosigkeit. Roland Baader (1940–2012) war ein wortgewaltiger Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Jetzt ist sein Vermächtnis in  mehr …

Vier Inhaltsstoffe, die Ihr Gehirn vergiften

Derek Henry

»Das macht mich ganz verrückt!« Es besteht heutzutage kein Mangel an Dingen, von denen wir das Gefühl haben, sie treiben uns in den Wahnsinn. Leider jedoch gibt es einige Dinge, die genau das tatsächlich tun, und zwar schneller, als uns lieb sein kann. Sie bringen unseren Darm durcheinander, schädigen die Leber und setzen dem Gehirn zu. Diese  mehr …

Das unglaubliche Brüsseler Räudebad in Glyphosat

F. William Engdahl

Diese Geschichte über die Brüsseler Korruption ist fast zu krass, um sie zu glauben. Hiernach ist die Kommission der Europäischen Union bereit, trotz der Warnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und internationaler, unabhängiger Wissenschaftler eine neue Zulassung für das erwiesenermaßen toxische Karzinogen Glyphosat zu erteilen. Nur  mehr …

Bargeld: Sklaverei oder Freiheit? ‒ Aufruf zur Demonstration

Thorsten Schulte

Bargeld und die Bild-Zeitung: »Will lacht Lindner aus!«, so titelte die Bild-Zeitung am 22. Februar 2016 nach einer Diskussion über das Bargeld bei Anne Will, unter anderen mit dem FDP-Chef Christian Lindner und dem ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel.  mehr …

Werbung

Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!

Warum die große Koalition keine großen Ziele verfolgt

Ein Jahr nach der Bundestagswahl, es herrscht Stillstand im Land. Vor allem in der Großen Koalition, dort ist von einem grundsätzlichen politischen Programm nichts zu erkennen. Bereits der Koalitionsvertrag und Merkels erste Regierungserklärung ließen es erahnen: Nebensächlichkeiten, rhetorischer Budenzauber und Allgemeinplätze.Hugo Müller-Vogg, ein ausgewiesener Kenner der Berliner Republik, gibt der Großen Koalition deshalb ein Jahr danach auf vielen Politikfeldern eine schlechte Note.§Müller-Voggs Fazit über die Große Koalition ist kurz und bündig: Ohne Ziel, ohne Plan, ohne Ehrgeiz!

mehr ...

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Wasserkrieg

Wasserkrieg

Der Kampf um das durch Talsperren kontrollierte Ruhrwasser begann 1937, als britische Militärs planten, diese zu sprengen, um die deutsche Rüstungsindustrie eines Großteils ihrer Wasservorräte zu berauben. Der dazu gegründeten 617. Bomberstaffel gelang es im Mai 1943, die Sperrmauern von Möhne und Eder zu sprengen. Helmuth Euler stützt sich in seinem Buch auf jüngst freigegebene offizielle Dokumente internationaler Archive und auf Aussagen weiterer Zeitzeugen. Über 350 äußerst seltene Fotos und Dokumente zeigen das Ausmaß der Möhne- und Ederkatastrophen und der dramatischen Folgen.

mehr ...

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Massenmigration als Waffe

Flüchtlinge als geopolitisches Druckmittel

Mit Massenmigration als Waffe präsentiert Kelly M. Greenhill die erste systematische Untersuchung dieses verbreitet eingesetzten, aber weitgehend unbeachteten Instruments der Einflussnahme von Staaten. Sie befasst sich zudem mit den Fragen, wer dieses politische Werkzeug benutzt, zu welchem Zweck, und wie und warum es funktioniert. Die Urheber dieser Nötigungspolitik verfolgen das Ziel, das Verhalten der Zielstaaten zu beeinflussen, indem sie vorhandene und miteinander konkurrierende politische Interessen und Gruppen ausnutzen und indem sie die Kosten oder Risiken beeinflussen, die den Bevölkerungen der Zielstaaten auferlegt werden.

mehr ...

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.