Mittwoch, 7. Dezember 2016
31.01.2016
 
 

Warum und von wem Christen auf der ganzen Welt verfolgt werden

Peter Orzechowski

Die Christen sind weltweit die am brutalsten verfolgte Religionsgruppe: Mehr als 100 Millionen Christen werden diskriminiert, an der Religionsausübung gehindert, vertrieben oder ermordet. Die für Christen gefährlichste Ideologie ist der Islamismus. Und das war schon immer so – wie ein Buch aufzeigt.

 

Neun von zehn Ländern mit der brutalsten Christenverfolgung haben islamistische Regierungen. Die Verfolgung selbst erfolgt indes größtenteils aber nicht durch staatliche Stellen, sondern durch radikalislamische Milizen oder salafistische Terrortruppen wie Islamischer Staat (IS) in Syrien, dem Irak und zunehmend in Libyen, Boko Haram in Nigeria und Al Shabaab in Somalia.

 

Das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2016 des überkonfessionellen, christlich-evangelikal orientierten Hilfswerks Open Doors hervor. Weltweit sind mittlerweile mehr als 100 Millionen Christen Opfer von religiöser Verfolgung. Damit sind Christen die am stärksten verfolgte Religionsgruppe der Welt. Der Weltverfolgungsindex listet die 50 Länder auf, in denen Christen am brutalsten verfolgt werden.

 

Die Zahl der wegen ihres Glaubens ermordeten Christen im vergangenen Jahr hat sich von 4344 auf 7100 erhöht, die Angriffe auf Kirchen haben sich sogar mehr als verdoppelt, von 1062 auf 2406. Die Auswertung ergab laut Open Doors, dass sich »die Verfolgung von Christen auf allen Kontinenten verstärkt« habe.

 

Religiös-ethnische Säuberung im Nahen Osten


Platz eins nimmt Nordkorea ein. Die Plätze zwei bis zehn in der Horrorliste der schlimmsten Christen-Verfolger-Länder belegen allesamt mehrheitlich islamische Länder: der Irak, Eritrea, Afghanistan, Syrien, Pakistan, Somalia, der Sudan, der Iran und Libyen. »Angesichts eines Exodus von Christen aus dem Nahen Osten und einer Verfolgung im Stil ethnischer Säuberung, die auch auf Afrika übergreift, müssen Politiker und Kirchen ihre Anstrengungen zum Schutz und zur Unterstützung verfolgter Christen deutlich verstärken«, appelliert der Leiter von Open Doors Deutschland, Markus Rode. In Eritrea beispielsweise hält Präsident Afewerki weit über 1000 Christen in Schiffscontainern oder Kerkern gefangen, wo sie laut Open Doors »unvorstellbare Qualen erleiden«.

 

Pakistan, das zweitgrößte muslimische Land der Welt, weist – zusammen mit Nigeria – die höchste Punktezahl im Bereich »Gewalt gegen Christen« unter den Ländern des Weltverfolgungsindex auf. Der extreme Druck auf die rund 3,8 Millionen Christen in Pakistan geht weniger vom Staat aus als vielmehr von islamistischen Gruppen und Imamen, die innerhalb kürzester Zeit Mobs mit Tausenden Muslimen gegen Christen aufhetzen.

 

Der Lynchmord an einem jungen christlichen Ehepaar im November 2014 sowie Bombenanschläge mit 25 Toten auf zwei Kirchen am 15. März 2015 in Lahore sind nur die Spitze des Eisbergs. Täglich werden zudem junge christliche Frauen und Mädchen in Pakistan entführt, vergewaltigt, versklavt und zum Islam sowie zur Zwangsheirat mit Muslimen genötigt. Hinzu kommt das umstrittene Blasphemie-Gesetz, das häufig willkürlich gegen Christen angewendet wird.

 

Neu auf dem Weltverfolgungsindex sind die Länder Niger und Bahrain. Niger (Rang 49) ist wie andere Länder Afrikas unter den Einfluss der islamistischen Boko Haram geraten, die ihre Anschläge weit über Nigeria hinaus ausgedehnt hat. Die etwa zwei Prozent Christen erfahren zunehmend Bedrohung. In dem von der sunnitischen Minderheit dominierten Bahrain gewinnt die Idee von der Errichtung eines Kalifats im Stil des IS immer mehr Anhänger. Die Christen geraten dadurch noch stärker unter Druck.

 

Der Islam hat schon immer die Christen verfolgt


Dass diese islamische Christenverfolgung ein Phänomen unserer Zeit ist, bestreitet die in Ägypten geborene und in der Schweiz lebende jüdische Autorin Bat Ye’or (Tochter des Nils). In ihrem Buch Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam legt sie nach sorgfältiger Sichtung eines umfangreichen Dokumentenmaterials dar, dass die Religion des Islam seit ihrem Gründer Mohammed das Ziel hatte, die Völker der Erde unter das Gesetz Allahs zu unterwerfen.

 

Dieses globale Ziel nannte der Islam den Heiligen Krieg, den Dschihad. Bat Ye’or: »Der Heilige Krieg ist für alle Muslime Pflicht: Die Gläubigen müssen gemäß ihren Möglichkeiten, mit ihrer Person, ihrem Besitz oder ihren Schriften dazu beitragen.« Das Wichtigste:

 

»Da der Dschihad ein permanenter Krieg ist, schließt er den Begriff Frieden aus, erlaubt jedoch provisorische Waffenruhe, die von der politischen Lage abhängig ist.«

 

Auf fast 500 Seiten untersucht Bat Ye’or, wie es den zwangsislamisierten Ländern im Nahen und Mittleren Osten und in Südeuropa unter muslimischer Herrschaft erging. Die Autorin beleuchtet den Zeitraum vom 7. bis ins 20. Jahrhundert. Die Zeit zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert, als sich der Islam von der Arabischen Halbinsel in alle Richtungen ausdehnte, beschreibt die Forscherin als eine »Epoche der Flüchtlinge, der Verbannten, von denen in christlichen und jüdischen Quellen die Rede ist«.

 

Plünderungen, Massaker und Versklavungen waren in den eroberten Gebieten an der Tagesordnung. In den folgenden Jahrhunderten waren die nicht zum Islam übergetretenen Menschen der besetzten Länder Bürger minderer Rechte, die zu hohen Abgaben verpflichtet waren.

 

Es ist das Verdienst von Bat Ye’or, dass sie ohne Polemik aufzeigt, wie es den Menschen in den ehemals christlichen Ländern erging, nachdem sie vom Islam überrannt worden waren. Und dass sie uns gleichzeitig nachdenklich macht darüber, wie es uns wohl heute ergehen würde, wenn der Islam die herrschende Religion werden sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Eine Abrechnung!

Die Biographie Mohameds wurde 200 Jahre nach dessen Tod verschriftlicht - mit politischer Intention: Muslimische Fürsten suchten ihre Position zu sichern und dem christlichen Jesus eine eigene, die Herrschaft legitimierende Erlöserfigur entgegenzusetzen.

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