Saturday, 27. August 2016
22.01.2014
 
 

Wer steckt hinter den Massakern in Syrien? – Avaaz verbreitet Greuelpropaganda

Prof. Michel Chossudovsky

Die internationale »Bürgerbewegung« Avaaz, die sich selbst zu den alternativen Medien zählt und als unabhängige Stimme betrachtet, ist Teil einer konzertierten Öffentlichkeitskampagne. Über Avaaz wird über die zivilen Opfer in Syrien berichtet, ohne auf den Zustrom der von den USA und Saudi-Arabien unterstützten Terroristen einzugehen.

 

Wer ist für die Grausamkeiten und Gräueltaten in Syrien verantwortlich?


Avaaz macht wie beiläufig immer die Regierung Baschar al-Assads für die Opfer in der Zivilbevölkerung verantwortlich. Die Organisation wird der Regierung auch dann noch den Einsatz

von Chemiewaffen vorwerfen, wenn die Beweise deutlich zeigen, dass die von den USA, der NATO und dem Golfkooperationsrat unterstützten Rebellen hinter dem Chemiewaffenangriff vom 21. August letzten Jahres steckten.

 

Auch der Einsatz von Todesschwadronen, die vom westlichen Militärbündnis unterstützt werden, wird an keiner Stelle erwähnt. Geschweige denn die Tatsache, dass die Regierungskräfte gegen einen terroristischen Aufstand kämpfen oder dass die amerikanische Regierung direkte Kontakte zu mit al-Qaida verbundenen Rebellen unterhält.

 

  • Avaaz forderte eine Meinungsumfrage vor den heute beginnenden Friedensgesprächen in Genf.
  • Avaaz fordert eine Waffenruhe.

Ein solcher Waffenstillstand wäre möglich, wenn die USA und ihre Verbündeten in der NATO und dem Golfkooperationsrat ihre Unterstützung für die mit al-Qaida verbundenen Terroristen aufgäben.

  • Lasst die Syrer selbst entscheiden, fordert Avaaz.

Wenn es darum geht, wer die kriegführenden Parteien eigentlich sind, schweigt Avaaz. Geht es bei dem syrischen Konflikt um einen Bürgerkrieg oder einen Angriffskrieg?

 

Die Gräueltaten werden nicht von Regierungskräften, sondern von bezahlten Söldnern verübt. An den Händen des westlichen Militärbündnisses klebt Blut.

 

Wer bezahlt diese Söldner? Wer bildet sie aus?

 

Im Folgenden ein Auszug aus einem vor Kurzem veröffentlichten Avaaz-Bericht, den man nur als wenig subtile Form der Medienpropaganda bezeichnen kann (Hervorhebungen vom M.Ch.):

 

»Liebe Avaazer,

ich lebe in Homs in Syrien – einer Stadt, die belagert wird, in der Kinder und Babys gefoltert und bombardiert wurden. Es ist die Hölle auf Erden, und es fällt schwer, noch Hoffnung zu bewahren, aber gerade jetzt sehe ich eine Möglichkeit und ich fordere alle zur Hilfe auf.

In 48 Stunden werden sich zum ersten Mal überhaupt alle größeren Mächte hinter diesem Krieg treffen. Alle Beteiligten erklären, sie wollten die Forderungen der syrischen Bevölkerung zur Kenntnis nehmen und auch ihrer jeweiligen eigenen Öffentlichkeit beweisen, dass sie [in dieser Krise] handeln. Und so könnten wir sozusagen selbst einen ›Platz am Konferenztisch‹ einnehmen: Wir veranstalten eine Meinungsumfrage unter der syrischen Bevölkerung und richten einen ›Live-Informationskanal‹ mit Stellungnahmen von Syrern ein, um den Unterhändlern bei den Gesprächen klare Forderungen vorlegen zu können. Darüber hinaus unterstützen eine Million [Menschen] von uns den Aufruf zu einem Waffenstillstand.

Drei Jahre Blutvergießen waren notwendig, damit diese Konferenz stattfinden konnte, und jetzt stehen uns nur wenige Stunden zur Verfügung, um uns Gehör zu verschaffen. Wenn wir es schaffen, gemeinsam eine Feuerpause zu fordern und dann persönlich in großer Zahl über die Bildschirme auf der Konferenz präsent zu sein, könnten wir dazu beitragen, das Blutvergießen zu beenden. Je mehr von uns sich diesem Aufruf anschließen, desto größer wird die Aufmerksamkeit sein, die wir bekommen, und desto größer auch der Druck auf die beteiligten Parteien, darauf zu reagieren. Unterstützt jetzt mit Eurem Klick den Aufruf für einen Waffenstillstand in Syrien…

Die Welt hat schon zu lange gezaudert, während Kinder brutal abgeschlachtet wurden, Zehntausende einfach verschwunden sind, ganze Städte völlig niedergebombt und zehn Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Halten wir fest: Dieser Krieg richtet sich gegen die Zivilbevölkerung. Das Assad-Regime hat nicht nur Chemiewaffen gegen ganze Wohnviertel eingesetzt, sondern auch ganze Regionen wie meine eigene mit einem Belagerungsring eingeschlossen. Es beschießt uns Tag und Nacht mit Granaten und verweigert Nahrungsmitteltransporten den Zugang. In meiner Stadt verhungern ganze Familien, während die beiden größeren Regionalmächte, der Iran und Saudi-Arabien, massenweise Waffen und Geld an beide Seiten des Konflikts liefern. Diese Länder haben eine friedliche, von der Bevölkerung getragene Revolution in einen albtraumartigen Stellvertreterkrieg verwandelt, der von radikalen Kräften übernommen wurde. Meine Heimat ist nun ihr Schlachtfeld, und meine Landsleute sind die Opfer. Und beide [Länder] sollen am Mittwoch mit am Verhandlungstisch sitzen.

Es ist für mich nur schwer zu akzeptieren, Verhandlungen mit einen Regime von Kriegsverbrechern zu unterstützen, aber wenn wir die Verhandlungen nicht unterstützen und es uns nicht gelingt, sie für eine Zustimmung zu einem sofortigen Waffenstillstand zu bewegen, könnte dieser Krieg noch Jahrzehnte andauern. Dieses Gipfeltreffen ist die einzige sichtbare Hoffnung, und mit dem richtigen Druck gibt es eine Chance, das Elend zu beenden. Wir müssen jetzt sofort handeln – Unterstützen Sie jetzt die Forderung nach einer Feuerpause mit einem Klick auf den Button…

Ich habe mich der Avaaz-Gruppe vor mehr als einem Jahr angeschlossen, als diese Organisation Spenden sammelte, um Kommunikationsausrüstung an mutige syrische Aktivisten, die sich für Demokratie einsetzen, zu liefern. Ich erinnere mich an die unglaubliche Dankbarkeit, die ich dieser Gemeinschaft von Menschen gegenüber empfand, die es möglich machte, dass die Welt unsere Hilfeschreie hören konnte. Jetzt bitte ich Sie, meinen syrischen Landsleuten noch einmal zu helfen und sicherzustellen, dass die Weltöffentlichkeit versteht, dass die Mehrheit der Syrer einfach nur Lebensmittel und eine Nacht ohne Scharfschützen und ein Konzept will, dass uns den Weg zu Frieden und Demokratie ebnet.

Hoffnungsvoll

Mais (und die Avaaz-Gruppe)«

 

 

 


 

 

 

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