Rassismus? Darf man schwarze Baby-Puppen im Geschäft billiger anbieten als weiße?
Udo Ulfkotte
Wo beginnt Rassismus? In den USA ist derzeit der Discounter »Walmart« unter Druck. Er hat bei einer Werbeaktion schwarze Barbie-Puppen billiger als weiße angeboten, die zum regulären Preis verkauft wurden. Ein Teil der Bevölkerung dreht nun durch und schießt sich auf »Walmart« ein, obwohl die nur Gutes im Sinne hatten und auch armen weißen Kindern schwarze Puppen verkaufen wollten. Eine Geschichte vom Irrsinn der politischen Korrektheit.
»Sale« – so lautet das Schlagwort, wenn Geschäfte in den USA Ware günstiger anbieten. Ständig gibt es irgendwo »Sale«-Angebote. Man muss sich als amerikanischer Geschäftsmann schon etwas Besonderes einfallen lassen, um zwischen all diesen »Sale«-Angeboten aufzufallen.
Eine Filiale des Discounters Walmart hat ganz sicher keine bösen Absichten gehabt, als man in Louisiana schwarze Barbie-Puppen zum Vorzugspreis anbot: für nur $3.00. Die weißen Barbies gleich nebenan im Regal kosteten weiterhin regulär $5.93. Irgendwer hat das fotografiert. Und ins Internet gestellt. Zunächst auf die Seite FunnyJunk.com und dann auf Guanabee.com. Und jetzt sehen bei Walmart die Telefone nicht mehr still. Man bezichtigt Walmart des Rassismus.
Das alles ist jedoch kein Einzelfall, es gibt immer wieder schwarze Kinderpuppen, die in den Geschäften billiger verkauft werden als weiße. Inzwischen beschäftigt der Walmart-Fall sogar das Weiße Haus und die großen amerikanischen Nachrichtensender. Und Präsident Obama ließ sich erklären, dass auch schwarze Eltern ihren Kindern meist lieber weiße Puppen kaufen, auch wenn sie in Gender Mainstreaming und dem ganzen Denken von der Gleichheit erzogen worden sind. So sind Menschen nun einmal, erklärte auch eine Sozloogieprofessorin.
Walmart hat inzwischen das getan, was man in so einer Situation politisch korrekt macht: Man hat sich öffentlich entschuldigt. Man will nie wieder schwarze Puppen billiger als weiße verkaufen. Das ist politisch so korrekt. Und die schwarzen Puppen verstauben nun im Regal. Egal – Hauptsache, alle werden gleich behandelt.
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