Tuesday, 22. May 2012
22.01.2012
 

»Ritt durch das Feuer«: Wisnewskis neues Jahrbuch 2012

Redaktion

Wer sind die wahren Hintermänner der Norwegen-Attentate und der Kampusch-Entführung? War Angela Merkel Mitglied in einer verfassungsfeindlichen Organisation? Steht das US-Staatsdefizit für Krieg? Wer sorgte für die steile Karriere des chinesischen Kunst-Clowns Ai Wei Wei? Wie immer hat sich Gerhard Wisnewski in seinem neuen Jahrbuch »verheimlicht – vertuscht – vergessen 2012« brisante Themen vorgenommen, die in den Mainstream-Medien zu kurz kamen. Die Belohnung folgte auf dem Fuß: Kaum erschienen, schaffte das Buch bereits den Sprung auf Platz 3 der Bestsellerliste.

»Seit Erscheinen dieses Jahrbuchs gab es kein Jahr mit einem derart hohen Klärungs- und Erklärungsbedarf wie 2011«, meint Autor Wisnewski. Und in der Tat flog uns das Jahr 2011 um die Ohren, bevor es überhaupt richtig begonnen hatte: »Vögel, die zum Jahreswechsel sterbend vom Himmel fielen, der Anschlag auf die US-Senatorin Gabrielle Giffords, die Nachwehen des ›Wetten, dass..? ‹-Unfalls vom 19. Dezember 2010 mit dem Stuntman Samuel Koch, die sich anbahnenden Revolutionen in der arabischen Welt, die Guttenberg-Affäre, das internationale Gezerre um den WikiLeaks-Gründer Julian Assange und die Aufregung um den E-10-Sprit.«

 

Wisnewskis Jahrbuch 2012 auf Platz 3 der Bestsellerliste

 

Doch Ungeheuerlichkeiten schrumpften 2011 angesichts noch größerer Ungeheuerlichkeiten auf Bonsaigröße zusammen. Was war die Guttenberg-Affäre gegen das Wahnsinns-Attentat des Norwegers Anders Breivik auf Jugendliche in einem Ferienlager? Was war der E-10-Sprit-Ärger gegen den Tsunami und den Atomunfall von Fukushima? Was war die getürkte Osama-bin-Laden-Tötung gegen den Bombenkrieg in Libyen?

 

2011 war ganz großes Kino

Medien- und Politiklügen waren dabei allgegenwärtig, ob nun die getürkte Tötung von Osama bin Laden, die gefälschte Geburtsurkunde von US-Präsident Barack Obama oder die Lobhudelei für die so genannten »Friedensnobelpreisträgerinnen«. Für Wisnewski war das Jahr 2011 ganz großes Kino. Unsere Realität vergleicht er mit dem Spielfilm Die Truman-Show, »in dem eine ganze Stadt ein einziger Big-Brother-Container ist und alle Bescheid wissen, bis auf einen, nämlich Truman – der erst aufwacht, als plötzlich ein Studioscheinwerfer aus dem Himmel fällt und vor ihm auf den Asphalt knallt.« Genau nach solchen »Studioscheinwerfern«, sprich: Anomalien, macht sich Wisnewski in verheimlicht – vertuscht – vergessen auf die Suche, um das »ganz große Kino« zu entlarven.  »Das Komische ist nur«, schreibt er: »Kaum hebt man einen solchen Studioscheinwerfer auf, schreit alles ›Haltet den Dieb!‹ Dabei habe ja nicht ich ihn verloren. Man sollte auf seine Lügen halt besser aufpassen.«

 

 

 

 

 

Inflation der Monstrositäten

 

Während wir bereits seit Jahren eine Inflation der Rettungspakete und der Milliardenbeträge erleben, erlebten wir 2011 eine Inflation der Monstrositäten. Im Jahr 2011 wurde man an Dinge gewöhnt, die niemand zuvor für möglich gehalten hatte, zum Beispiel auch an Lynchmorde wie den an dem libyschen »Diktator« Gaddafi: ein öffentlich zur Schau gestellter Mord, bei dem niemand nach den Verantwortlichen fragt.
Aber Wisnewski geht in seinem Jahrbuch noch mehr ins Detail und kümmert sich um vernachlässigte Fragen wie:

  • War der Norwegen-Attentäter Breivik wirklich alleine? Und wenn nein, wem nützten diese Attentate?
  • Wie und warum werden Selbstmordattentäter ferngesteuert? Handelt es sich dann überhaupt noch um »Selbstmordattentäter«?
  • Was trieb der seinerzeitige Verteidigungsminister Guttenberg während seiner Doktoraffäre wirklich in Afghanistan?
  • Was ist der Zusammenhang zwischen Charisma und Hochstapelei?

 

EU-Präsident Barroso und die US-Diplomatenschule

Ein Beispiel: Was hatte der EU-Kommissionspräsident an einer US-Diplomatenschule zu suchen? »Der Mann, den wir für den EU-Kommissionspräsidenten halten, ist in Wirklichkeit ein US-Diplomat«, schreibt Wisnewski. »Barroso entstammt der Kaderschmiede der US-Diplomatie und -Geheimdienste, nämlich der berüchtigten Edmund A. Walsh School of Foreign Service«. An der Edmund A. Walsh School spielten auch andere Größen der Politik eine Rolle, und zwar der US-Politik. Zum Beispiel der ehemalige US-Außenminister und Bilderberger-Leitwolf Henry Kissinger, der spätere US-Präsident Bill Clinton, der frühere Nato-General und US-Außenminister Alexander Haig, der CIA-Direktor George Tenet und viele andere mehr. Was ausgerechnet der EU-Kommissionspräsident in diesem Umfeld zu suchen hat, ist eine der vielen Fragen, denen Wisnewski nachgeht.


Weitere Themen:

  • Warum die tunesische »Befreiung« mit einer Lüge begann
  • Warum der US-Präsident illegal im Amt ist
  • Wie uns elektronische Bücher aushorchen können
  • Wie Menschenrechtler Propaganda für einen Krieg machen
  • Wie man mit Youtube-Filmchen eine Revolution anzetteln kann
  • Wie der »Tatort« kaputte Lebensstile propagiert
  • und vieles andere mehr.


Dinge, die Sie eigentlich nicht wissen sollten

Wie schrieb doch ein Rezensent: »Wenn Sie es schaffen, sich den Tatsachen, die Wisnewski präsentiert, mental zu öffnen, dann werden Ihnen die Augen übergehen. Sie erfahren Dinge, die Sie eigentlich nicht wissen sollten. Die Nachrichten des vergangenen Jahres werden vor den eigenen Augen Stück für Stück seziert und analysiert. Diejenigen aber, die Wisnewski noch nicht kennen, die müssen sich gefasst machen auf einen Ritt durch das Feuer.«

 

Gerhard Wisnewski: »Verheimlicht, vertuscht, vergessen 2012«, Gebunden, 336 Seiten, 7.99 EUR, KNAUR, Januar 2012

 

 


 

 

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