Saturday, 2. July 2016
15.03.2016
 
 

Das Ende des Papiergeld-Zeitalters

Redaktion

Als einer der Ersten warnte er vor Blasenwirtschaft und Schuldenbildung. In seiner klaren, bildhaften Sprache beschrieb er die Gefahren von ungedecktem Papiergeld und politischer Verantwortungslosigkeit. Roland Baader (1940–2012) war ein wortgewaltiger Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Jetzt ist sein Vermächtnis in Buchform erschienen.

 

Was nichts kostet, ist nichts wert. Wer diese alte Kaufmannsregel auf das Geld anwendet, kommt angesichts der faktischen Nullzinspolitik der führenden Notenbanken zu dem Schluss, dass es um den Wert unseres Geldes ganz offenkundig schlecht bestellt ist. Doch diese Erkenntnis ist nicht neu. Und sie trifft auch unabhängig von der Zinshöhe zu.

 

»Niemand will ehrliches Geld. Alle wollen das ›easy money‹«, schrieb Roland Baader. Der im Jahr 2012 verstorbene Privatgelehrte, Autor und ehemalige Unternehmer nannte schon früh die vermeintlichen Vorteile des beliebig erzeugbaren Falschgeldes offen beim Namen.

 

Politiker können damit auf Stimmenfang gehen, Banker Geldblasen erzeugen und verzinst verleihen, Schuldner mit entwertetem Papiergeld ihre Verbindlichkeiten zurückzahlen.

 

Dieses Statement ist von bleibender Aktualität. So wie alle Gedanken, Argumente und Aperçus von Roland Baader, die Rahim Taghizadegan in dem jetzt erschienenen Buch Das Ende des Papiergeld-Zeitalters – Ein Brevier der Freiheit aus den Veröffentlichungen Roland Baaders zusammengestellt hat.

 

In dem im Johannes Müller Verlag (Bern) erschienenen Werk werden im ersten Teil die Feinde der Freiheit aufgedeckt: Staatsgläubigkeit der Menschen über den Geldsozialismus, die vermeintlichen Segnungen des Wohlfahrtsstaates bis hin zum EU-Zentralismus, dem Antidiskriminierungswahn und den Keynesianern. Im zweiten Teil beschreibt Baader die Grundlagen einer freien Ordnung, bevor er ein Plädoyer für den Kapitalismus ablegt.

 

Baader, ein überzeugter Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, wird nicht zuletzt deshalb geschätzt, weil er intellektuelle Brillanz mit einer klaren und verständlichen Sprache zu kombinieren verstand.

 

Das ungedeckte Papiergeld bezeichnete er etwa einmal als »Löschpapier für den Charakter«. Und zur Steuerpolitik stellte Baader fest: »Wer die Arbeit zum Zwecke der Finanzierung des Sozialstaates belastet, fördert massiv die Verarmung seines Volkes.« Denn der beste Weg, die Armut zu beseitigen, bestehe eben nicht darin, Einkommen umzuverteilen, sondern Einkommen zu erzeugen. Und nur die Marktwirtschaft sei eine Einkommenserzeugungsmaschine. Nicht aber der umverteilende Staat.

 

Und statt mit langatmigen akademischen Sätzen die Vorteile des Goldes gegenüber dem beliebig vermehrbaren Papiergeld zu begründen, bringt es Roland Baader sehr anschaulich auf den Punkt: »Gold ist Knoblauch gegen den Vampir Staat.« Er ist überzeugt: »Wir sollten dem Gold mehr vertrauen als machthungrigen Menschen. Es hat weder deren Schwächen noch böse Absichten. Es war, ist und bleibt das Geld der Freiheit.«

 

Roland Baader legt ein Plädoyer für den Kapitalismus ab. »Was am Kapitalismus ›kalt‹ und ›unmenschlich‹ sein soll«, stellt Baader klar, »das ist die Tatsache, dass er den Menschen keine Illusionen vorgaukelt von einem irdischen Paradies der Edlen, der ›solidarischen‹ und ›neuen‹ Menschen, sondern dass er sie so akzeptiert, wie sie sind: egoistisch und hilfsbereit, verschlagen und offen, dumm und gescheit, faul und fleißig, nüchtern und verträumt.«

 

Warum scheinen viele Menschen Angst vor dem Liberalismus zu haben? Weshalb gilt der etwas sonderbare Begriff »Neoliberalismus« weithin fast als Schimpfwort? Roland Baader gab die Antwort schon im Jahr 2008: Der Liberalismus lasse keine Ausreden mehr zu für Versagen, Schwäche und Trägheit.

 

Der Wiener Privatgelehrte und Gründer des »scholarium« Rahim Taghizadegan hat sich zur Herausgabe dieses Buches nicht zuletzt deshalb entschlossen, weil Roland Baaders Vermächtnis eine ermutigende Botschaft enthalte:

 

Der Kern von Freiheit und Verantwortung bestehe darin, dass es keine Mehrheiten brauche, um etwas anders zu machen. »Die wirklich bedeutenden Veränderungen gehen oft von der kleinsten Minderheit aus – dem Einzelnen«, schreibt Taghizadegan.




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