Tuesday, 30. September 2014
05.04.2011
 
 

Heftiger Schlagabtausch zwischen zwei Gründern von Greenpeace zum Klimawandel & Kernenergie!

Redaktion

»Ich rechne mit Widerstand gegen meine ehrlichen Überzeugungen, weil sie die Desinformationsmaschine bedrohen, zu der Greenpeace und deren Helfershelfer geworden ist. Ich glaube, dass viele Konzepte der Organisation unvernünftig sind, wie der Widerstand gegen viele Formen von Aquakulturen einschließlich der Lachs-, Garnelen- und Thunfischfarmen. Ich habe Sie nicht Mörder genannt, es sei denn, Sie wären verantwortlich für die Blockierung des genetisch modifizierten Goldenen Reises, der jährlich bei 250.000 bis 500.000 Kindern das Erblinden verhindern könnte, und die dann elendiglich im frühen Kindesalter an Vitamin-A-Mangel sterben.« Greenpeace-Gründer Patrick Moore im Streitgespräch, erschienen am 29. März 2011 in der Vancouver Sun.


Rex Weyler teilt Patrick Moore mit, dass er beabsichtigt, öffentlich dessen neues Buch zu kritisieren, »Confessions of a Greenpeace Dropout: The Making of a Sensible Environmentalist.«

Rex Weyler: Patrick, ich soll eine Kritik zu Ihrem Buch zu verfassen. Bisher habe ich Ihre Gedanken nicht öffentlich kritisiert, weil mir an Ihrer Freundschaft etwas liegt. Sie wissen aus unseren Unterhaltungen beim Bier, dass ich mit den meisten Ihrer Positionen nicht übereinstimme. Jetzt, da sie gedruckt werden, verdienen Ihre Ideen einen prüfenden Blick. Wie Sie wissen, erhalten Sie viel Lob von den üblichen Verdächtigen, National Post, Fox News usw. Sie haben also Gleichgesinnte.

 

Greenpeace-Mitbegründer Patrick Moore

Patrick Moore: Mein neues Buch »Confessions of a Greenpeace Dropout: The Making of a Sensible Environmentalist« ist in der Vancouver Sun vorgestellt worden, es wurde vom Calgary Herald besprochen, in vielen Rundfunkbesprechungen wie bei Mike Smyth auf CKNW und im Toronto Star erwähnt, das ist kaum eine Festung der Rechten. Ich gebe regelmäßig Interviews im National Public Radio in Amerika und bei Bloomberg News. Ich mache auch Interviews bei Fox Business News und der National Post. Wenn Sie sich nur auf die konservativen Organe beziehen, die sich dafür interessieren, werden Sie kaum eine ausgewogene Kritik angeben können.

RW: Ich sende Ihnen diese Nachricht, um Sie in Kenntnis zu setzen, dass von mir eine kritischere Überprüfung Ihrer Ideen im Druck erscheinen wird.

PM: Ich danke Ihnen dafür. Hat Greenpeace um die Kritik meines neuen Buches gebeten? Anders gefragt: Muss ich damit rechnen, dass Sie die Parteilinie von Greenpeace vertreten werden? Oder mit einem vernünftigeren Ansatz?

RW: Mein Hauptkritikpunkt ist, dass es eine beachtliche Differenz zwischen den wissenschaftlichen Daten und Ihrer Analyse dieser Daten gibt.

PM: Meinen Sie so etwas wie die beachtliche Differenz zwischen Ihrer Gewissheit vom menschengemachten Klimawandel und dem Fehlen wissenschaftlicher Daten zum Beweis dieser Behauptung? Ich gebe eine Menge Beispiele an, wo das Ausmaß unseres Wissens nicht ausreicht, um Gewissheit zu gewährleisten, das Klima selbst ist das wichtigste davon.  Wie Michael Crichton sagte »Ich bin mir gewiss, dass es zu viel Gewissheit in der Welt gibt.« Daher weiß ich nicht, worauf Sie hinauswollen. Ist es nicht eher eine Frage, mit welchen Ungewissheiten man es zu tun hat?

RW: Sie nennen sich selbst  »vernünftig« und verunglimpfen alle nicht organisierten Umweltschützer, aber Sie verhalten sich nicht wissenschaftlich. Sie benutzen rhetorische Argumentationsfiguren wie: »Es gibt keine Warnung vor dem Klimawandel, weil das Klima sich immer wandelt.« Ich weiß, dass sich so etwas schön auf Ansprachen bei Organisations-Veranstaltungen macht, aber Sie sollten mal die Fallstricke von »misplaced concreteness« (vorgetäuschte Faktizität) googeln. Ich unterstelle, Sie wissen, dass Sie fälschlicherweise annehmen, dass ein Wort in einem anderen Kontext seine Bedeutung beibehält.

PM: Ich glaube kaum, dass Stewart Brand, Gründer des Whole Earth Catalogue, ein organisierter Umweltschützer ist, eher ein liebenswerter Hippie mit viel Verstand. Halten Sie Bjorn Lomborg für einen  »Organisierten«. Ich stimme in nichts mit Brand oder Lomborg überein, aber immerhin regen sie mich zum Nachdenken an, anders als Menschen, die nur eine Parteilinie nachplappern. Ich bewundere auch James Lovelock, obwohl ich ihn für undurchschaubar halte.  Diese drei Umweltschützer sind alle nicht organisiert. Welche »organisierten Umweltschützer« soll ich denn Ihrer Meinung nach bewundern?

Ich halte mich für vernünftig und im Vollbesitz meines gesunden Menschenverstands.  Das aber halte ich für eine Ansichtssache.

Bezüglich »wissenschaftlich« ist es oberste Pflicht eines Wissenschaftlers, eine gesunde Skepsis gegenüber allen Hypothesen zu bewahren, besonders wenn es um Dinge mit vielen Variablen geht, wie beim Klima.  Ich denke, Sie wissen, dass ich ein Ehrendiplom für Biologie und Forstwissenschaft habe, einen Doktorgrad in Ökologie, einen Ehrendoktor in Naturwissenschaften und dass ich den amerikanischen Ehrenpreis für Nuklearwissenschaft und Geschichte von der mit dem Smithsonian Institute verbundenen Einstein-Gesellschaft erhalten habe. Bin ich deswegen weniger glaubwürdig als die IPCC-Mitglieder?

Wenn Sie das Wort »Klima« meinen, müssen Sie das genauer erklären, weil ich Sie hier nicht verstehe. Erstens haben Sie das Wort »weil« eingefügt, das macht meine Behauptung zu einem Syllogismus. Wenn Sie Ihre Kritik über mein Buch schreiben, hoffe ich, dass Sie meine Worte nicht so manipulieren.
Zweitens habe ich nicht gesagt, »Es gibt keine Warnung vor dem Klimawandel«, sondern »es gibt keinen GRUND zur Warnung vor dem Klimawandel.« Die Tatsache, dass es diese Warnung gibt, ist teilweise auf Greenpeace selbst zurückzuführen.

Schließlich, was die vorgetäuschte Faktizität (»misplaced concreteness«) betrifft, meine ich mit Klima einen wissenschaftlichen Gegenstand, messbar und real. Wenn ich mich an Alfred North Whiteheads Definition dieses Trugschlusses halte, sehe ich hier keine vorgetäuschte Faktizität.

Mein Glaube, dass es keinen Grund für einen Alarm gibt, hat keine Auswirkung auf die Tatsache, dass sich das Klima immer wandelt. Ich sehe schon den öffentlichen Aufschrei, wenn Sie mich der »vorgetäuschten Faktizität« bezichtigen. Herrgott noch mal!

Sie und Ihre Mitstreiter benutzen gerne die Wörter »Organisation« und »Industrie«, formelhaft und immer wiederholt, als wären es Schimpfworte, Herabsetzungen usw. mit der Implikation, dass da etwas Finsteres vor sich ginge. Meine Auftritte finden unter  Medienpräsenz in aller Öffentlichkeit statt.

RW: Sie stellen Behauptungen auf, die von Ihren Gewährsleuten zurückgewiesen worden sind. Das mag in Ordnung gehen, wenn man zusammen beim Bier sitzt, aber es ist unverantwortlich, wenn es gedruckt wird. Sie sagten, DDT würde »von der World Health Organization (WHO) und der USAID zur Malaria-Bekämpfung nicht mehr angewandt«. Sie wissen aber bestimmt, dass die WHO und die USAID George Monbiot mitteilten, niemals mit der Anwendung von DDT zur Bekämpfung der Malaria aufgehört zu haben. (»A Charming FalsehoodThe Guardian). Warum wiederholen Sie das immer wieder, obwohl Sie wissen, dass die WHO und die USAID das zurückgewiesen haben?

PM: Ich habe Ihnen den Link auf die Presseveröffentlichung der UNO geschickt mit der Überschrift, »Reversing Its Policy, UN Agency Promotes DDT to Combat the Scourge of Malaria,« UN News Center, September 15, 2006.«
Hier ist nochmals der Link, wo die WHO ankündigt, dass sie nach fast 30 Jahren ihr Vorgehen ändert und DDT nicht mehr anwendet:

http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=19855&Cr=malaria&Cr1

Die USAID hat 2006 genauso entschieden. Die Umkehr kam durch die Verhandlungen zur Stockholmer Konvention über toxische, dauerhafte, bioakkumulative Chemikalien zustande mit Ausnahme für DDT zur Malaria-Bekämpfung – und dies trotz der starken Opposition von Greenpeace und dem WWF.

Ich sehe, dass es da ein großes Bemühen bei Greenpeace gibt, die Geschichte zu diesem Thema neu zu schreiben. Ich habe von einem Greenpeace-Sprecher in England erfahren, dass »Greenpeace niemals gegen den Einsatz von DDT bei der Malaria-Bekämpfung gewesen wäre.« Das ist eines der himmelschreiendsten Beispiele für Geschichtsfälschung, das mir je begegnet ist. Es gibt noch weitere Beispiele, z.B. die Greenpeace-Behauptung, dass ich »eine unbedeutende Rolle in den frühen Jahren gespielt hätte« usw. Ich hoffe, dass Sie das nicht auch noch behaupten. Wie dem auch sei, wenn Sie George Monbiot als verlässlicher Quelle vertrauen, dann werden Sie eine ganze Menge missverstehen, auch wenn er in Bezug auf die Kernkraft lange gebraucht hat, bis er sie verstanden hat. Haben Sie gemerkt, dass sich George vergangene Woche als Freund der Kernenergie geoutet (Deutsche Fassung hier) hat?

Wer weiß, vielleicht wollen die WHO und die USAID auch ihre Spuren verwischen. Es sieht ja nicht gut aus, dass die Gesundheits- und Hilfsorganisationen in den unnötigen Tod von Millionen von Menschen verwickelt waren, weil sie dem politischen Druck gegen DDT in den 1970ern nachgaben.

RW: Mit der Behauptung: »Die globale Temperatur hat vor 12 bis 15 Jahren aufgehört zu steigen« verwechseln Sie eine Routine-Fluktuation mit einem unwiderlegbaren Trend. Den Unterschied sollten Sie kennen. Sie wissen, dass die Trendanalyse gleitende Durchschnitte verwendet (genauso, wie bei Aktienkursen ein Trend angezeigt wird) und dass Fluktuationen gleich in welche Richtung einen Trend nicht »stoppen«. Sie wissen auch sicher, dass seit 1880 die globalen gleitenden Durchschnittstemperaturen von etwa 13,7 auf 14,6 °C gestiegen sind. Sie müssen die Daten kennen, dass der von Menschen verursachte Gasausstoß in die Atmosphäre der Hauptantrieb ist und dass die Fluktuationen im Sonnenantrieb etwa 1/30stel des menschlich verursachten Gasausstoßes betragen. Selbst wenn Sie irgendwelche Beweise hätten, dass diese Daten fraglich sind, müssten Sie bei einer wissenschaftlichen Vorgehensweise diese Daten in Ihrer Kritik nennen.

PM: Das stört mich überhaupt nicht. Fluktuationen beim Klima sind nicht »Routine«. Es stimmt, dass es einen Aufwärtstrend bei den globalen Temperaturen seit etwa 1800, als die Kleine Eiszeit endete, gegeben hat. Es hat seither immer ein Auf und Ab gegeben. Wie Sie wissen, fand der letzte Aufwärtstrend von 1970 bis 1998 statt. Seither hat es keinen Anstieg der Temperatur mehr gegeben, eher eine leichte Abnahme. Mehr habe ich nicht gesagt.

Das Hauptargument ist, dass weder Sie noch ich mit irgendeinem Grad von Gewissheit sagen können, was als Nächstes passiert. Was hinaufgeht, kommt irgendwann wieder herunter, wie es beim globalen Klima seit Anfang des Lebens immer war. Ich persönlich glaube, dass es für das Leben viel besser wäre, wenn die Temperatur 2 bis 3 °C hinaufginge, als wenn sie um 2 bis 3 °C fiele. »Sie sollten den Unterschied kennen« ist herablassend. Und allem zum Trotz beweist das einfach nicht, dass wir für den jüngsten Temperaturanstieg verantwortlich sind. Die Temperatur ist gestiegen und gefallen seit Milliarden Jahren, und das hatte nichts mit uns zu tun.

Also, was muss geschehen, damit ein Trend »gestoppt« wird? Was war denn der Grund für den Beginn der letzten Eiszeit vor 2,5 Millionen Jahren? Und was hat denn die wilden Fluktuationen der massiven vielfachen kommenden und gehenden Vergletscherungen seitdem verursacht? Waren das »Routine-Fluktuationen«? Glauben Sie, dass CO2 und andere Treibhausgase immer die Hauptfaktoren für den Klimawandel sind?

Bestandteil der »vorherrschenden Daten« ist, dass es trotz der ständig zunehmenden CO2-Emissionen in der vergangenen Dekade nicht wärmer geworden ist.

RW: Bis heute haben Sie mir nicht Ihre Liste der nach Wirkkraft ausgewählten Klimaantriebe geschickt (W/m2), obwohl ich Sie ein halbes Dutzend Mal darum gebeten habe. Das ist doch so einfach und wissenschaftlich. Warum schicken Sie sie mir nicht? (siehe die Links unten).

PM: Weil ich nicht glaube, dass man den hochkomplexen Gegenstand des globalen Klimas auf »W/m2« reduzieren kann. An diesem Ansatz bin ich nicht interessiert. Das Klima ist keine simple Angelegenheit, aber es ist simplifizierend, wenn Sie meinen, man könne das Klima mithilfe einer kleinen Formel vorhersagen. Wollen Sie etwa sagen, dass Sie persönlich die genauen Ursachen der globalen Erwärmung erkannt haben? Oder verlassen Sie sich auf die Berechnungen von jemand anderem?

Es mag interessieren, dass James Lovelock, der ein starker Befürworter der Kernenergie ist, wie Sie wissen, kürzlich meinte, der Grund für unseren großen Ausstoß von Kohlendioxid in die Atmosphäre wäre vielleicht die Art der Erdgöttin Gaia, eine neue Eiszeit abzuwenden? Aber so einfach ist das alles ja nicht, Rex.

RW: Jetzt zur Kernenergie. Ich habe verstanden, dass Sie das Atom befürworten, und das ist ja auch in Ordnung, aber in der Öffentlichkeit, im Gedruckten, sollten Sie wenigstens die Widersprüche angeben. Beispiel: Mark Jacobsons Studie – Stanford University – (habe ich Ihnen gesandt), die die gesamten lebensdauerbezogenen CO2-Emissionen von Energieerzeugern vergleicht und dabei herausfand, dass Kernkraft diejenige Nicht-Kohlenwasserstoff-Option mit dem höchsten CO2-Ausstoß ist, weil sie zwischen sechs und 60-mal mehr Kohlenstoff emittiert als Wind- und konzentrierte Sonnenenergie-Erzeugung. (Mark Jacobson, Stanford University, a »Review of Global Warming Solutions«). Selbst wenn Sie nicht verstehen, warum das so ist, oder wenn Sie keine Herstellungskette analysiert haben, oder irgendeinen Grund zum Widerspruch finden, wäre es wissenschaftlich, diese Studie zu erwähnen, und dann die eigenen Daten zu nennen, die im Widerspruch dazu stehen.

PM: Ich setze mich für die Kernenergie ein, weil ich mich dafür entschieden habe. Ich glaube, sie wird eine sehr wichtige Energiequelle für die nächsten Jahrhunderte sein. Mark Jacobsons Studie beeindruckt mich überhaupt nicht. Seine Darstellung der Kernenergie wurde offensichtlich aus der Wikipedia abgekupfert, und er hat sie auch noch komplett missverstanden. Er behauptet: »Wenn die Fragmente (Spaltprodukte) und die Gammastrahlen in einem Reaktor mit Wasser kollidieren, setzen sie jeweils kinetische und elektromagnetische Energie in Hitze um und kochen das Wasser.« Ich bin sicher, Sie wissen, dass in einem Reaktor keine Spaltprodukte mit »Wasser kollidieren«.

Jacobson liefert eine Tabelle mit CO2-Emissionen für ausgewählte Technologien auf Seite 11 des von Ihnen zitierten Papiers. Dort sehen Sie, dass die lebensdauerbezogenen »Emissionen« für die Kernenergie mit denen von Solarkollektoren und Wasserkraft vergleichbar sind, nicht 6- bis 60-mal höher, wie Sie behaupten. Jacobson bläst die Zahlen für die Kernenergie auf, indem er die Nuklearindustrie mit den Emissionen aus fossilen Kraftwerken belastet, die während des Baus eines Reaktors entstehen. Das ist doch offensichtlich lächerlich und ganz gewiss nicht Teil der lebensdauerbezogenen Kernkraft-Emissionen.

Die Emissionen aus fossilen Kraftwerken müssen komplett den fossilen Kraftwerken zugeordnet werden. Ich meine, Sie sollten sich eher glaubwürdige Analysen der lebensdauerbezogenen CO2-Emissionen anschauen, z. B. von der University of Wisconsin in Madison und vom englischen Parlamentsbüro für Wissenschaft und Technologie. Hier sind die Links zu den Studien:

http://sustainableenergytoday.blogspot.com/2010/01/carbon-footprint-of-electricity.html

Es gibt auch einen Hinweis auf eine ähnliche Studie der International Atomic Energy Agency, welche die verschiedenen Elektrizitätserzeugungs-Technologien gründlich untersucht hat. All diese Studien haben belegt, dass Kernenergie vergleichbar ist mit Wasserkraft und Wind, Solarenergie liegt etwas höher, weil sie eine sehr niedrige Energieausbeute aufweist und zum Bau der Sonnenkollektoren sehr Energie-intensive Materialien benötigt werden.

RW: Wenn Sie die angeblichen »niedrigen Kosten« der Kernenergie anführen, sollten Sie wenigstens die Förderung aus Steuergeldern erwähnen, auch die Tatsache, dass keine private Firma die Risiken tragen möchte, und die Tatsache, dass keine Versicherung Kernkraftwerke versichern möchte, und dass die Budgets völlig außer Kontrolle gerieten, wie z.B. beim Darlington-Projekt, das für sechs Milliarden Dollar versprochen wurde und nun voraussichtlich auf 28 Milliarden Dollar kommt – nur für den Bau. Darüber hinaus sollten Sie wissen, um genau zu sein, dass diese Kosten nicht die Kosten für einen zukünftigen Rückbau, Unfälle oder Abfall-Lagerung enthalten. Letzteres ist ein Gefahrenproblem, das noch nicht gelöst ist, wie wir in Fukushima sehen können, wo der nukleare Abfall in Betonbehälter gestopft wurde.

PM: Die »Förderung« der Kernenergie ist gering im Vergleich zur Förderung von Wind und Sonne auf der Basis von Kilowattstunden erzeugter Energie. Das Darlington-Projekt ist nicht für sechs Milliarden Dollar »versprochen« worden und die tatsächlichen Kosten sind noch nicht ermittelt. In den Vereinigten Staaten bezahlt die Kernenergie-Industrie ein Zehntel Cent pro Kilowattstunde für den Rückbau und die Endlagerung in einen Fond, der inzwischen auf mehrere zehn Milliarden angewachsen ist.

RW: Unser alter Freund Walt Patterson, der jetzt im Chatham House in London arbeitet, hat gerade in dieser Woche die Kernenergie die »langsamste, teuerste, schwierigste, unflexibelste, risikoreichste« Energiemöglichkeit genannt. Patterson ist Kernphysiker. Er hat seine Meinung nicht geändert. Wissen Sie das nicht? Sollten Sie nicht wenigstens solche Ansichten erwähnen, wenn Sie den Anschein der Wissenschaftlichkeit wahren wollen.

PM: Walt ist immer schon gegen die Kernenergie gewesen und wird seine Meinung kaum in Zukunft ändern. Natürlich gibt es Menschen, die gegen die Kernkraft sind. Deswegen habe ich ja mein Buch geschrieben, ich möchte für die Kernenergie plädieren. Ich habe Lovelock, Brand und Monbiot erwähnt – ich könnte den ehemaligen englischen Greenpeace-Geschäftsführer Stephen Tindale nennen und den verstorbenen englischen Führer von Friends of the Earth, Hugh Montefiore – alle sind vertrauenswürdig in Umweltfragen und alle stimmen in puncto Kernenergie Walt Patterson nicht zu.

Und ich gehöre natürlich auch auf die Liste. Ich bin früher und in der Anfangszeit von Greenpeace gegen Kernkraft gewesen, wie alle damals auf unserer ersten Aktion 1971. Als Sie sich unserer Organisation 1973 nach der dritten Greenpeace-Aktion 1973 anschlossen, waren Sie wie wir alle gegen die Kernenergie. Der Unterschied ist, dass ich zusammen mit Tindale, Brand, Lovelock, Monbiot und vielen anderen eingesehen habe, dass unsere frühere Position gegen alles Nukleare falsch war. Kernenergie ist eine äußerst wichtige Technologie für die Elektrizitätserzeugung, wie auch die Nuklearmedizin äußerst wichtig für die Diagnostik und die Behandlung im Gesundheitswesen ist.

RW: Pat, mir ist egal, dass Sie als Berater für Öffentlichkeitsarbeit für eine Firma arbeiten. Das ist allein Ihre Angelegenheit. Aber Sie sollten wissen, dass es auf Kosten der Glaubwürdigkeit geht, wenn Sie Daten verdrehen. Es geht auf Kosten der Glaubwürdigkeit, wenn Sie für Firmen wie Asia Pulp and Paper eintreten. Sie müssen wissen, dass diese Firma berüchtigt für ihre Verbindungen zum Diktator General Suharto war, wie Human Rights Watch und 35 indonesische Organisationen zur Wahrung der Menschenrechte angezeigt haben, und dass diese Firma boykottiert wird von Handelsgesellschaften wie Office Depot, Volkswagen und Hugo Boss wegen gesellschaftlichen Verbrechen und ökologischer Zerstörung. Sie können natürlich selber Ihre Kunden auswählen, aber haben Sie überhaupt moralische Kriterien? Wenn nicht, in Ordnung, aber dann muss Ihnen der Verlust Ihrer Reputation bewusst sein.

PM: Ich bin derzeit Umweltberater, ein auf Nachhaltigkeit spezialisierter Ökologe und professioneller Redner. Aber so wie Sie »Organisation« benutzen, so benutzen Sie auch »Öffentlichkeitsarbeit« als Verunglimpfung. Ich bin kein Berater für Öffentlichkeitsarbeit und das ist auch nicht mein Fachgebiet.

Was Asia Pulp and Paper angeht, haben wir von Greenspirit Strategies ihre Standorte, an denen sie mit Forstwirtschaft Geschäfte machen, intensiv bereist. Wir haben auch die Standorte, wo Geschäfte mit Forstwirtschaft in Südamerika stattfinden, bereist. Ich kann Ihnen versichern, dass die Waldwirtschaft von APP Weltklasse ist und dass die Firma ganz legal auf Ländereien operiert, die von den nationalen Regierungen für die Aufforstung vorgesehen sind.

Es ist doch klar, dass sich die großen indonesischen Firmen während der Regierungszeit von Suharto mit der Regierung arrangieren mussten. Deswegen sind sie doch nicht für das Regime verantwortlich.

Was Human Rights Watch angeht, verstehe ich das so, dass man eine Untersuchung wegen vermuteter Verletzung der Menschenrechte während der turbulenten Periode um 2003 herum forderte. Das nenne ich Transparenz und das unterstütze ich.

Die westlichen Firmen jedoch, die Sie benannten, und die APP boykottierten, haben dies aufgrund der Falschinformation getan, die von Berufsaktivisten wie Ihnen kamen. Ich würde mich freuen, wenn ich Sie mit den Leuten zusammenbringen könnte, die die forstwirtschaftlichen Geschäfte der AAP vertreten und Sie könnten ja selbst dorthin gehen und sich überzeugen. Ich habe ein großes Foto-Archiv über die Geschäftstätigkeit der AAP mit Wald, das ich Ihnen zur Verfügung stellen kann.

RW: Ich arbeite mit echten Wissenschaftlern auf der ganzen Welt, die Umweltprobleme untersuchen. Bei denen gibt es viele Diskussionen und Debatten, aber die Besten von ihnen kommen sich klein vor mit ihrem Wissen und sie sind nicht herablassend. Die mir bekannten klügsten Wissenschaftler zeigen Bescheidenheit und Respekt für andere Wissenschaftler, und sie vermeiden rhetorische Tricks zur Verfälschung von Daten.

PM: Ist das nicht selber herablassend? Wer sind Sie, um Wissenschaft und Wissenschaftler zu beurteilen, da Sie doch selbst keiner sind?

RW: Ich freue mich wirklich über unsere gelegentlichen Treffen beim Bier, aber seit Sie eine solche Breitseite gegen die in Umweltangelegenheiten außerhalb der Firmen Arbeitenden abgefeuert haben, – Sie haben uns unvernünftig genannt, Mörder, Datenverfälscher; Sie haben jeden beleidigt, der anders denkt – und da meine ich, dass Sie einigen Widerstand und ehrliche Rückmeldung erwarten müssen.

PM: Ich rechne mit Widerstand gegen meine ehrlichen Meinungen, weil sie die Desinformationsmaschine bedrohen, zu der Greenpeace und deren Helfershelfer geworden ist. Ich glaube, dass viele Konzepte der Organisation unvernünftig sind, wie der Widerstand gegen viele Formen von Aquakulturen einschließlich der Lachs-, Garnelen- und Thunfischfarmen. Ich habe Sie nicht Mörder genannt, es sei denn, Sie wären verantwortlich für die Blockierung des genetisch modifizierten Goldenen Reises, der jährlich bei 250.000 bis 500.000 Kindern ein Erblinden verhindern könnte, und die dann elendiglich im frühen Kindesalter an Vitamin-A-Mangel sterben.

Der Goldene Reis könnte bereits seit über zehn Jahren angebaut werden, doch Greenpeace und seine Verbündeten haben erfolgreich die Einführung blockiert. Das Ergebnis sind 2,5 bis 5 Millionen blind gewordene und früh verstorbene Kinder.

Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dank der Einflussnahme der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung mit der Hilfe von Warren Buffet und anderen werden die Blockaden aufgebrochen und der Goldene Reis kann ab 2013 angebaut werden.

RW: Die Menschheit hat ein ernstes Dilemma mit dem Ausmaß unseres Konsums, der Verarmung und dem ökologischen Zusammenbruch. Wenn man sich einen »halbvolles Glas Menschen« nennt, wie Sie das mir gegenüber taten, ist das genau wieder so eine rhetorische Figur. Wir wissen alle, dass halbvoll und halbleer das gleiche ist. Wir sollten mal für einen Augenblick mit der Besserwisserei aufhören und einen Blick aufs große Ganze werfen, auf die einfachen, offensichtlichen Trends: Wachsende Wüsten, schrumpfende Wälder, vertrocknende Bewässerungsleitungen, ausgelaugte Böden, Artenschwund, sterbende Korallenriffe, kahl werdende Berggipfel, außer Kontrolle geratene Ölquellen, verseuchte Wasserflächen, die Netto-Energie-Zahlen im freien Fall, eine Milliarde Hungernde, eine sich aufheizende Erde, Methan-Ausgasungen, Seen, die zu toxischen schwarzen Schlammteichen werden und so weiter.

PM: Das ist Ihre dunkle Vision der Hoffnungslosigkeit, nicht meine. Ihr Glas ist anscheinend schon leer. Ich sehe viel mehr Hoffnung als den Weltuntergang und ich habe mich bemüht, das in meinem neuen Buch auszudrücken. Greenpeace und viele andere umweltaktivistische Gruppen sagen den Untergang der Zivilisation und der Umwelt voraus, und dann setzen sie auf politische Systeme, die genau das hervorrufen würden. Das ist die Sprache der sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

RW: Sie geben der Armut die Schuld?

PM: So etwas habe ich nie gesagt. Die Armut wird durch die Abwesenheit von Reichtum verursacht. Die Lösung der Armuts- und der Bevölkerungswachstumsproblematik in den sich entwickelnden Ländern ist die Mechanisierung der Landwirtschaft. Eine Mittelschicht kann entstehen, wenn die Landwirtschaft mechanisiert wird, denn dann sind nur fünf Prozent der Bevölkerung zum Nahrungsmittelanbau erforderlich im Vergleich zu 70 bis 80 Prozent bei Subsistenz-Landwirtschaft. In den Industriestaaten sind die Menschen relativ wohlhabend und die Bevölkerung wächst nicht mehr, außer durch Zuwanderung aus Entwicklungsländern.

Die Mechanisierung setzt über die Hälfte der Bevölkerung frei für Beschäftigungen in der Güterproduktion und in Dienstleistungen, so wird eine moderne Gesellschaft aufgebaut. In der Subsistenz-Landwirtschaft sind die Kinder Arbeitskräfte auf der Farm und daher sind große Familien die Norm und die Frauen bleiben ungebildet, barfuß und meist schwanger während ihres Arbeitslebens. In der mechanisierten, modernisierten Landwirtschaft bedeuten Kinder Kosten und die Familien werden kleiner. Die Menschen wandern in die Stadtgebiete ab, die Frauen erhalten Zugang zu Bildung und reihen sich in das Arbeitskraftpotenzial ein. Auf diese Weise nimmt sich die Mechanisierung der Landwirtschaft der Armut und des Bevölkerungswachstums in den sich entwickelnden Ländern an. Dieser Prozess ist nun in Asien, Afrika und Lateinamerika im Gange.

RW: Vielleicht haben Sie die Daten übersehen, die zeigen, wer all diesen Industrie-Plunder konsumiert.

PM: Meinen Sie mit »Industrie-Plunder« vielleicht die Nahrungsmittel, die Energie und die materiellen Stoffe, die wir der Umwelt entnehmen, um jeden Tag zu überleben? Wir sind alle Konsumenten, aber unglücklicherweise gibt es viele, die nicht genug zu essen und nicht genug Energie haben. Wir sollten es uns zur Aufgabe machen, ihnen dazu zu verhelfen. Über eine Milliarde Menschen haben keine Elektrizität. Dabei geht es nicht darum, wer verantwortlich ist, sondern darum, wer beim Beschaffen der Elektrizität hilft, die so wichtig für ein zivilisiertes Leben und den Aufbau von Wohlstand ist.

RW: Also wirklich, Patrick, Sie sind anscheinend vom rechten Weg abgekommen.

PM: Da ist er wieder, Ihr herablassender Ton. Ich sehe den Weg ganz klar vor mir. Das Buch »Confessions of a Greenpeace Dropout« nennt einen detaillierten Fächer von Aktionen, die wir ergreifen können, um unsere negativen Einwirkungen auf die Umwelt zu vermindern und zur gleichen Zeit die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie, materiellen Ressourcen fortzusetzen, die wir zur Aufrechterhaltung unserer Zivilisation brauchen. Sie können sicher sein, dass ich auf diesem Weg bleiben werde, weil er viel bessere Erfolgsaussichten hat als die Angst vorm Weltuntergang, von der ich so oft gehört habe und niemals überzeugt war.

RW: Wie dem auch sei, wenn ich über die Ideen schreibe, die Sie in Ihrem Buch propagieren, werde ich mich mit diesen Problemen und den Irrtümern auseinandersetzen und auch Meinungen und Daten nennen, die Ihren Ansichten widersprechen.

PM: Nur zu! Ich bin niemals einer vernünftigen Debatte ausgewichen.

RW: Ich nehme an, es bedeutet Ihnen nicht viel, weil Sie es sich mit Ihren Gleichgesinnten bequem gemacht haben. Ich wollte Sie das nur persönlich wissen lassen.

PM: Nochmals, ich ermuntere Sie und – ja – ich freue mich über Gleichgesinnte. Insgesamt halte ich die meisten von ihnen für nachdenkliche Menschen, die sowohl Umweltschützer als auch Menschenfreunde sind.

Streitgespräch zwischen Patrick Moore und Rex Weyler »Exchange about Confessions of a Greenpeace Dropout: The Making of a Sensible Environmentalist«

Der Kampf zwischen Patrick Moore und Rex Weyler über das Buch: »Die Bekenntnisse eines Greenpeace-Aussteigers: Wie man zu einem vernünftigen Umweltaktivisten wird.« [Engl. Titel: Confessions of a Greenpeace Dropout: The Making of a Sensible Environmentalist]

 

Quelle: EIKE

 


 

 

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