Saturday, 1. October 2016
05.11.2014
 
 

IS stellt »Preisliste« für den »Verkauf« gefangener und versklavter Frauen und Mädchen auf

Redaktion

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat »Preise« für den Verkauf jesidischer und christlicher Frauen festgelegt, die von Mitgliedern des IS entführt worden waren, berichten irakische Medien. Die Preise bei diesem barbarischen Vorgehen rangieren dabei von 40 Dollar für eine ältere Frau bis zu 170 Dollar für Kinder.

 

Die Gruppe, die auch unter den Bezeichnungen »ISIS« oder »ISIL« bekannt ist, erklärte, sie werde jeden hinrichten, der gegen diese bereits eingeführten Preisfestsetzungen verstoße. Der Preis für eine jesidische oder christliche Frau im Alter zwischen 40 und 50 Jahren beträgt 43 Dollar. Für Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren müssen 86 Dollar bezahlt werden.

 

Diese Verrohung setzt sich noch fort, wenn für junge Frauen und junge Mädchen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren 129 Dollar und für Kinder bis zum Alter von zehn Jahren 172 Dollar oder entsprechend 200 000 Dinar verlangt werden.

 

In dem IS-Dokument heißt es, bisher sei das Interesse am Verkauf von Sklaven nicht groß gewesen. »Der Markt für den Verkauf von Frauen und anderer Kriegsbeute ist deutlich eingebrochen. Dies hat die Einnahmen von ISIS und damit die Finanzierung der Mudschahedin negativ beeinflusst«, ist in dem Bericht zynisch zu lesen, der der Internetseite iraqiNews.com vorliegt. Niemandem sei es erlaubt, mehr als drei Sklaven zu kaufen. Und auch für Ausländer etwa aus der Türkei, Syrien und den Golfstaaten würden keine Ausnahmen gemacht.

 

Demgegenüber ergibt sich aus einem vor Kurzem veröffentlichten Video, dass gerade der Sklavenhandel von jungen Mädchen und jungen Frauen unter den Kämpfern des IS eine große Rolle spielt. In dem Film ist zu sehen, wie sie lachen und Witze machen, während sie ihren Anteil an der Beute einstreichen.

 

»Heute ist der Tag weiblicher Sklaven, und wir sollten unseren Anteil bekommen«, erklärt ein bärtiger Kämpfer, der sich mit anderen Mitkämpfern auf einer Couch herumflegelt.

 

Das Video, für dessen Inhalt noch keine Bestätigung von unabhängiger Seite vorliegt, wurde im vergangenen Monat von IS veröffentlicht und wurde vor Kurzem mit einer neuen Übersetzung versehen von dem Fernsehsender Al Aan aus Dubai ausgestrahlt.

 

»Wo ist denn mein jesidisches Mädchen«, fragt ein Mann immer wieder, während die anderen lachen. Das Video entstand in der irakischen Großstadt Mossul, einer im Norden des Irak am Tigris gelegenen Hochburg des IS, die im Juni dieses Jahres eingenommen wurde, berichtet Al Aan.


»Jeder, der will, kann seine Sklavin oder seinen Sklaven verkaufen, oder seine Sklavin oder seinen Sklaven als Geschenk weitergeben … Es steht ihm völlig frei, was er mit seinem Anteil anfangen will«, sagte der bärtige Kämpfer, der selbst scharf darauf war, eine junge Sklavin zu bekommen.

Der IS hat sich unverhohlen mit der Versklavung von Frauen und jungen Mädchen aus den eroberten Gebieten gebrüstet. Aus seiner Sicht läßt er damit eine antike Tradition wiederaufleben, nach der gefangene Frauen und junge Mädchen als Teil der Kriegsbeute galten.

 

In einem Artikel in der englischsprachigen Ausgabe ihres Internetmagazins Dabiq liefert die Terrormiliz auch gleich noch eine »religiöse Begründung« für die Versklavung besiegter »Ketzer und Götzendiener«: »Nach ihrer Gefangennahme wurden die jesidischen Frauen und Kinder entsprechend der Scharia unter den Kämpfern des IS, die an der Operation in Sindschar beteiligt waren, aufgeteilt. Zuvor war ein Fünftel der Sklaven an die Führung des Islamischen Staates übergeben worden, um als ›Steuer auf Kriegsbeute‹ einbehalten und verteilt zu werden«, hieß es der Nachrichtenagentur Reuters zufolge.

 

Im September hatten mehr als 120 bekannte und renommierte muslimische Gelehrte in einem Offenen Brief an die Führung des IS die Miliz und ihre barbarische Interpretation des Koran und der Scharia verurteilt.

 

 

 

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Leser-Kommentare (39) zu diesem Artikel

06.11.2014 | 14:18

Wortwechsel

@ DasUrmelausdemEis!!! "Bio-Deutsche" finde ich genial und werde es in meinen Sprachschatz übernehmen!!! Vielen Dank dafür!!!


06.11.2014 | 11:52

Ssnilm5

Wie am Ende des Berichts steht haben die meisten islamischen Religionsgelehrte sich davon distanziert. IS wie Al Qaida und andere, das sind Barbaren der CIA .Christen , Jesiden und Moslems haben viele Jahre friedlich und fair mit einander gelebt.


06.11.2014 | 11:33

Verleihnichts

Was sagen denn die grün gestrichenen Gutmenschen zu der Preisliste. Ist diese auch politisch korrekt? Ich meine sind die Preise, vor allem für die jungen, noch gebärfähigen Frauen auch nicht unterbewertet? Nicht dass auch da noch Frauenfeindlichkeit zum Ausdruck kommt...


06.11.2014 | 11:25

DasUrmelausdemEis

No.Harms: Ich verwahre mich dagegen, diese Typen als Deutsche zu bezeichnen. Es sind mehrheitlich Migranten aus einem bestimmten Religionskreis, die den deutschen Pass bekommen haben. Einige wenige Bio-Deutsche sind dabei.


06.11.2014 | 10:49

Daniel Z.

Ich hoffe innigst das irgendeine Regierung diese ganze IS Ware mal Radikal ausradiert!


06.11.2014 | 07:52

Watzefack

und warum is des video privat-will sehen

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