Wednesday, 1. June 2016
17.06.2014
 
 

Klima: Stimmen tatsächlich 97 Prozent aller Wissenschaftler dem CO2-Dogma zu?

Redaktion

Einer unserer Leser hat sich darüber gewundert, dass Präsident Obama und viele andere immer wieder behaupten, 97 Prozent der Fachleute seien davon überzeugt, dass es den Klimawandel tatsächlich gebe. Bei seiner Spurensuche nach dem Ursprung dieser Aussage machte er dann eine erstaunliche Entdeckung.

 

Wenn Politiker und Medien das Thema Klima behandeln, kommen fast immer zwei Begriffe vor. »Klimaerwärmung« und »Wissenschaftlicher Konsens von 97 Prozent der Wissenschaftler«. Zuletzt hat Präsident Obama mit der 97-Prozent-Behauptung seine neue Umweltinitiative begründet.

Beide Begriffe sind jedoch vollkommen unseriös. Anders als von den »Klimaexperten« vorhergesagt, gab es seit über 17 Jahren keine weitere Erhöhung der Globaltemperatur, obwohl der CO2-Wert seit 1997 von 370 ppm auf 400 ppm anstieg. Der von den »Klimaexperten« immer wieder beschworene Zusammenhang zwischen der Globaltemperatur und dem von Menschen erzeugten CO2 wurde dadurch mehr als fragwürdig. Ebenso fragwürdig sind natürlich auch die aus diesem »Klimadogma« für die Gesellschaft resultierenden Folgekosten (EEG) von etwa 23 Milliarden Euro im Jahr.

 

 

Dieser Argumentation bezüglich der Fragwürdigkeit des CO2-Dogmas  sind inzwischen immer mehr Menschen aufgeschlossen, weil ja selbst das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) nicht mehr bestreitet, dass die Globaltemperatur seit Langem  stagniert. Aber oft kommen dann rasch Zweifel auf, weil doch ständig von Politikern und Medien verbreitet wird, dass 97 Prozent aller Wissenschaftler der Welt sich einig seien, dass der Mensch das Klima entscheidend zum Negativen beeinflusst.

 

Diese berühmt-berüchtigten 97 Prozent tragen die Klimawarner wie eine Monstranz vor sich her und wollen damit jeden Zweifel am und jede Diskussion über das CO2-Dogma unterdrücken. Sollte man eine solch »magische Zahl« größten Einflusses nicht kritisch hinterfragen? Woher kommt sie? Wer hat sie errechnet? Wer hat sie als Maßstab festgelegt? Eine entsprechende Recherche zeigt dann Erstaunliches:

 

Der Dozent P. Doran von der Universität Illinois/Chicago begleitete 2008 die Studentin Margaret Zimmermann bei einer Studie, mit der im Auftrag der AGU (American Geophysical Union) bei US-Naturwissenschaftlern untersucht werden sollte, wie sie zur »Klimafrage« stehen. Es wurden an 10 257 Naturwissenschaftler Fragebögen versendet, die bezüglich des Klimas nur zwei Fragen hatten:

 

1. Glauben Sie, dass die mittlere Temperatur im Vergleich zu dem Niveau von 1800 allgemein gestiegen, gefallen oder gleich geblieben ist?

2. Glauben Sie, dass menschliche Aktivitäten ein wesentlicher Faktor sind, die zur Änderung der mittleren Temperatur beitragen?

 

Dass auf einen so naiven Fragebogen nur 3146 Wissenschaftler antworteten, kann nicht überraschen. Leider waren die eingehenden Antworten jedoch nicht wunschgemäß, denn es gab keineswegs eine mehrheitliche Zustimmung. In ihrer Not, dem (bezahlenden) Auftraggeber AGU eine genehme Antwort zu liefern, nahmen Doran und Zimmermann eine nachträgliche Änderung des Verfahrens vor. Sie entschieden, dass nur die Antworten erfahrener Klimawissenschaftler gewertet werden sollten. Wer nicht mindestens 50 Prozent seiner Veröffentlichungen dem Thema »anthropogener Klimawandel« gewidmet hatte, wurde aus der Wertung genommen.

 

So blieben ganze 79 von 3146 Wissenschaftlern übrig, von denen 77 den beiden Fragen zustimmten. Das waren dann die 97,4 Prozent, die sofort mit großem Trara von der AGU den internationalen Medien serviert wurden. Seitdem wird überall mit diesen 97 Prozent Propaganda gemacht. Dass Margaret Zimmermann selber Bedenken anmeldete, dass dieses Ergebnis nicht in verallgemeinernder Form verwendet werden sollte, haben die Medien natürlich nicht gebracht, ebenso wenig wie die umfangreiche harsche wissenschaftliche Kritik, die sofort einsetzte und die man z.B. bei hier nachlesen kann.

 

Auch dass als Reaktion auf die »97-Prozent«-These 31 478 US-Naturwissenschaftler, darunter viele Nobelpreisträger, an den US-Präsidenten eine Petition schickten mit der dringenden Bitte, keinesfalls irgendwelche Verträge zu unterschreiben, die das CO2-Dogma anerkennen, wurde kaum von den Medien gebracht oder von den Mainstreampolitikern antizipiert. Schon im Jahre 2007 hatte ein Professor Keplinger von der Uni Mainz zum Thema »Klimawandelkonsens« geforscht. Im Sender 3SAT sagte er dazu am 29.07.2007:

 

»Es gibt jeweils ein Drittel Warner, ein Drittel Neutrale und ein Drittel Skeptiker. Die Warner präsentieren sich jedoch wesentlich offensiver, so dass irrtümlich der Eindruck entsteht, die Skeptiker seien eine kleine, versprengte Gruppe Unverbesserlicher. Dieser Eindruck ist jedoch falsch.«


Obwohl es in der Fachliteratur eine große Zahl von Studien ähnlicher Aussage wie die von Keplinger gibt (Oreske, Preiser, Schulte, McLean usw.), hat nur die »97-Prozent«-Untersuchung der Studentin Margaret Zimmermann (welche sie auch noch selber infrage stellte) Gnade bei Politikern und Medien gefunden.

 

Wenn wissenschaftliche Daten so selektiv von Politikern und Medien genutzt werden, und dabei sogar den dubiosesten (97-Prozent-Dogma) noch der eindeutige Vorzug gegeben wird, muss die Frage erlaubt sein, welche Interessen sich dahinter verstecken. Wir leben offenkundig in einer Diktatur der Dummen.

 

 

 

 


 

 

 


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