Thursday, 29. September 2016
15.03.2014
 
 

Mehr als 5000 Kalaschnikows und andere Waffen aus ukrainischen Militärstützpunkten gestohlen

Redaktion

Die Angst vor bewaffneten Übergriffen und Provokationen in der Ukraine und ihren Nachbarländern nimmt nach einem weiteren Bericht über den Diebstahl von Granatwerfern, Schusswaffen und Munition aus einem Militärlager im Westen der Ukraine weiter zu.

Eine Quelle aus dem ukrainischen Innenministerium erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti, der nach dem Putsch zum geschäftsführenden Innenminister ernannte Arsen Awakow sei vor Kurzem darüber informiert worden, dass eine erhebliche Menge an Schusswaffen und Munition aus einem Militärlager vermisst werde. »Aus den Berichten an Awakow geht hervor, dass

über 5000 Sturmgewehre vom Typ Kalaschnikow, 2741 Handfeuerwaffen vom Typ Makarow, 123 leichte Maschinengewehre sowie zwölf moderne, tragbare Raketenwerfer vom Typ RPO-Schmel Ende Februar aus einem Waffenlager der Truppen des Innenministeriums in der Region Lwiw gestohlen wurden«, berichtete der Informant. »Die Untersuchung ergab, dass auch 1500 Handgranaten vom Typ F-1 sowie eine große Anzahl an Munition vermisst werden.«

 

Nach früheren Berichten hatten Radikale ebenfalls Ende Februar während der Angriffe auf einige ukrainische Militäreinrichtungen im Westen der Region um Lwiw etwa 1200 Schusswaffen, darunter etwa 1000 Handfeuerwaffen vom Typ Makarow, mehr als 170 Kalaschnikow-Sturmgewehre sowie Maschinengewehre und Scharfschützengewehre gestohlen.

 

Den Behörden in der Ukraine war es bisher nicht möglich, den Verbleib dieser Waffen zu verfolgen, was Spekulationen auslöste, dass diese Waffen möglicherweise dazu benutzt werden könnten, weitere Unruhen in der Ukraine zu provozieren, die dann auch eventuell auf Regionen außerhalb des Landes übergreifen könnten. »Da die Nord- und Ostgrenzen der Ukraine schwer bewacht werden, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein erheblicher Teil dieser Waffen illegal durch die westlichen Regionen der Ukraine in Nachbarländer wie Rumänien, Albanien, Transnistrien (eine Teilregion Moldawiens mit starken separatistischen Bestrebungen) und den Balkan geschmuggelt werden. Es könnte natürlich auch sein, dass ein Teil dieser Waffen später in anderen EU-Ländern auftaucht«, erklärte Russlan Puchow, Direktor des russischen Zentrums für Analyse von Strategien und Technologien (CAST).


Einige Militärexperten gehen davon aus, dass die Waffen schon bald in den Händen des rechtsradikalen Rechten Sektors oder anderer nationalistischer Bewegungen auftauchen werden, die die treibende gewaltbereite Kraft des Putsches gegen den früheren ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch bilden.

 

Wegen des Verdachts des Aufrufs zum Terrorismus und Beteiligung an feindseligen Akten gegen russische Soldaten in Tschetschenien fahndet der russische Ermittlungsausschuss, eine direkt dem Präsidenten unterstehende Bundespolizei, bereits nach dem Anführer des Rechten Sektors, Dmytro Jarosch, und hat einen internationalen Haftbefehl erlassen. Jarosch hatte zuvor die Bildung einer Revolutionären Nationalgarde angekündigt, einer Formation, die in sich alle ultranationalistischen Gruppen vereinen soll und dann polizeiliche und geheimdienstliche Aufgaben übernehmen soll. In der vergangenen Woche hatte Jarosch auch die selbsternannte Regierung in Kiew aufgefordert, Mitgliedern des Rechten Sektors Waffen zur Verfügung zu stellen.

 

Die als ultranationalistisch und rechtsradikal verschriene Bewegung fordert Zugang zu Waffen und militärischer Ausrüstung sowie zu verschiedenen militärischen Ausbildungszentren, damit sich »die Kämpfer des Rechten Sektors einem hochwertigen Training unterziehen« könnten, um die »territoriale Integrität« der Ukraine zu schützen, zitiert die Nachrichtenagentur ITAR-TASS einen Informanten aus dem ukrainischen Verteidigungsministerium.

 

Die ukrainische Regierung kündigte ihrerseits am vergangenen Freitag den Aufbau einer Nationalgarde auf der Grundlage der ukrainischen Streitkräfte an, die die Ukraine vor »äußerer und innerer Aggression« schützen soll.

»Der Rechte Sektor ist bewaffnet und wird es auch so lange bleiben, wie unser Staat und unser Volk bedroht sind. Soweit die Gefahr überstanden ist, werden wir die Waffen niederlegen«, erklärte eines der berüchtigten Führungsmitglieder der Gruppe, Alexander Muzychko alias Saschko Bilyi, wie er sich während seines Krieges gegen russische Soldaten in Tschetschenien nannte, Ende Februar.

 

Die Frage bleibt, ob Kiew das Referendum zum Anschluss der Krim an Russland, das am Sonntag stattfinden wird, als eine solche Bedrohung betrachtet, die um jeden Preis und mit allen Mitteln verhindert werden muss. Die führenden Politiker der Krim hegen sicherlich diese Befürchtung.

 

Am Mittwoch erklärte der amtierende Ministerpräsident der Krim, Sergei Aksjonow, ihm lägen Informationen vor, der Rechte Sektor plane möglicherweise, als russische Soldaten verkleidet, einen Angriff auf eine der ukrainischen Armeeeinheiten auf der Halbinsel, um mit dieser Provokation die Durchführung des Referendums zu verhindern. Es stünden aber 10 000 Angehörige der Streitkräfte der Krim, die sich kürzlich aus den so genannten Selbstverteidigungsgruppen gebildet hatten, sowie mehr als 5000 Polizisten bereit, um eine ordnungsgemäße Durchführung des Referendums zu gewährleisten, erklärte Aksjonow.

 

 

 


 

 

 

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