Thursday, 27. November 2014
04.04.2013
 
 

NASA fordert 100 Mio. Dollar, um mineralreichen Asteroiden zu Untersuchungszwecken näher an die Erde bringen zu können

Redaktion

Im Rahmen einer Mission, für die die amerikanische Weltraumbehörde NASA nun 100 Mio. Dollar fordert, soll ein geeigneter Asteroid in die Nähe des Mondes gebracht und dort dann von Astronauten untersucht werden. Dieser Vorschlag wurde inmitten der anhaltenden dramatischen Auseinandersetzung um den US-Haushalt in Washington vorgelegt.

Die Idee zu diesem Projekt entstand bereits 2011 am Keck-Institut für Weltraumstudien am kalifornischen Institute for Technology. Wie die amerikanische Fachzeitschrift Aviation Week and Space Technology berichtete, versuchte das Institut seitdem mit allen Mitteln, die Unterstützung der Abteilung Wissenschaft und Technologie des Weißen Hauses zu gewinnen.

 

Nach Auffassung von Wissenschaftlern ist eine Umsetzung des Vorhabens in den kommenden zehn Jahren möglich und könnte sich als kluge Investition für zukunftsträchtige amerikanische ingenieurstechnische Bestrebungen erweisen, mit denen man hofft, Asteroiden mit robotergesteuerter Ausbeutung ihrer Wasser- und Metallvorräte berauben zu können.

 

Die NASA hat zwar nur 100 Mio. Dollar gefordert, aber die Wissenschaftler des Keck-Instituts gehen von Gesamtkosten für das Projekt in Höhe von 2,6 Mrd. Dollar aus. Zudem würde es ihrer Ansicht nach sechs Jahre dauern, um einen Asteroiden nahe genug an die Erde heranzubringen. Sie gehen davon aus, dass sich an die 20.000 Weltraumbrocken in einer geeigneten Entfernung von der Erde befinden. Die Astronauten müssten sich aber möglicherweise auf eine Weltraumfahrt von bis zu sechs Monaten einstellen, um dorthin zu reisen.

 

Zwei Jahre nach seinem ersten Amtsantritt erklärte Präsident Barack Obama, er hoffe, die Grundlagen für eine Weltraummission zu einem Asteroiden bis zum Jahr 2025 und für eine Marsmission bis Mitte der 2030er Jahre legen zu können. NASA-Chef Charles Bolden bemerkte zu den Äußerungen Obamas im vergangenen Dezember, der »Präsident sagte nicht, dass die NASA den ganzen Weg zu einem Asteroiden fliegen müsse. Letztlich gehe es um die Möglichkeit, Menschen auf einen Asteroiden bringen zu können«.

 

Bolden fügte hinzu, die Regierung Obama habe nach den Wahlen im November 2012 nur mit »relativem Schweigen« auf das Konzept reagiert, aber Berichten zufolge sind Weltraumforscher seit der Wiederwahl Obamas damit befasst, entsprechende Pläne zu erarbeiten. Zu den diskutierten Projekten gehört auch ein bemannter Vorposten auf der erdabgewandten Seite des Mondes, der die Grundlage für menschliche Aktivitäten im entfernteren Weltall liefern und weitere Forschungen im Zusammenhang mit dem Asteroiden-Projekt ermöglichen könnte, hieß es auf der Internetseite Space.com.

 

Bisher zeigen sich führende NASA-Vertreter zurückhaltend, was ihre Absichten angeht, aber es ist damit zu rechnen, dass sie sich in der Zukunft diesbezüglich in der Öffentlichkeit deutlicher zu Wort melden wollen, wenn ihnen amerikanische Politiker dabei nicht in die Quere kommen. »Wir haben dem Kongress vor Kurzem einen umfassenden Bericht vorgelegt, in dem wir unsere Ziele darlegen. Daraus geht hervor, dass das geplante Weltraum-Startsystem (SLS, Space Launch System) weit über erdnahe Umlaufbahnen hinausgreift und auf die Erforschung des erweiterten Weltraums des Erde-Mond-Systems, erdnaher Asteroide, des Mondes und letztlich des Mars abzielt«, erklärte die stellvertretende NASA-Direktorin Lori Garver im vergangenen Jahr.

 

 


 

 

 

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