Stromeinsparung durch Smart Metering?
Redaktion
Durch »Smart Metering« sollten Unmengen von Strom eingespart werden. Durch die Medien geisterten immer wieder Werte von 30 bis 40 Prozent. Es ist auch ein Lieblingsthema der Grünen und von Greenpeace. Manchem fällt da vielleicht der alte Witz über die marode DDR ein. Frage: Welcher Staat ist der modernste der Welt? Antwort: Die DDR! Sie verwendet den Mond zur Straßenbeleuchtung. Smart metering at it´s best, oder?

Erste Ergebnisse einer achtzehnmonatigen Feldstudie wurden jetzt vorgestellt, in der ca. 2.000 Testhaushalte intelligente Stromzähler benutzten, die den zeitlichen Verlauf des Stromverbrauchs erfassen. Die Teilnehmenden konnten auf einem Internetportal oder durch eine monatliche schriftliche Information beispielsweise ihren Stromverbrauch stundenweise analysieren. Durch die
intelligenten Zähler und die Visualisierung des Stromverbrauchs konnten die Privathaushalte durchschnittlich ca. 3,7 Prozent Strom einsparen.
Das Ergebnis kommt vom BMBF geförderten Projekt »Intelliekon – Nachhaltiger Energiekonsum von Haushalten durch intelligente Zähler-, Kommunikations- und Tarifsysteme«, an dem unter anderem das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI beteiligt waren. Bei zeitvariablen Tarifen lag die ermittelte Einsparung sogar bei 9,5 Prozent.
Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse findet am 26. Oktober 2011 in Frankfurt/M. statt.
Nun, eine recht bescheidene Einsparung, wenn man den enormen Aufwand an Messtechnik, Personal und investierter Zeit betrachtet. Es wäre schon interessant zu erfahren, in welchem Verhältnis der Nutzen zum Aufwand steht. Man kann nur hoffen, dass am 26. Oktober in Frankfurt/M. in der Präsentation der Ergebnisse dazu auch etwas ausgesagt wird. Effizienter Energieeinsatz und sparsamer Energieverbrauch ist nicht nur eine Kostenfrage, sie tragen auch zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz bei. Ich habe übrigens 21 Jahre im Bereich der rationellen Energieanwendung und der Energieeffizienz gearbeitet und habe dafür NIE das CO² als Indikator für den Energieverbrauch benötigt!
Was sagt eine alte Energetikerweisheit: »Der Stromverbrauch wird durch das Nutzerverhalten bestimmt!«
Weitere Informationen:
http://idw-online.de/de/news430909
Quelle: EIKE
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