Samstag, 3. Dezember 2016
23.06.2014
 
 

Vereinte Nationen warnen Großbritannien vor Voodoo-Ritualen an Kindern und vor pädophilen Sextouristen

Redaktion

Wie die unabhängige Expertengruppe Komitee für die Rechte des Kindes (CRC) der Vereinten Nationen berichtete, werden Hunderte Kinder in Afrika entführt und für Voodoo-Rituale nach England »verkauft«. Zugleich äußerte sich das Komitee besorgt über die Zahl britischer Pädophiler, die Kinder im Ausland sexuell missbrauchen. Das UN-Komitee drängte Großbritannien zu einem schärferen Vorgehen gegen diese brutale Form des Menschenhandels.

 

Das CRC wurde 1991 nach der Verabschiedung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes gegründet. Der Kinderrechtskonvention sind alle UN-Mitgliedsstaaten mit Ausnahme Somalias, des Südsudans und der USA beigetreten.

 

»Wir sind besorgt angesichts von Berichten, nach denen Hunderte Kinder für religiöse Rituale aus ihren Familien in Afrika geraubt und nach England und insbesondere nach London gebracht wurden« erklärte Kirsten Sandberg, Vorsitzende des CRC und frühere Richterin am Obersten Gerichtshof Norwegens, am Dienstag. Dieser Menschenschmuggel für religiöse Rituale sei Teil eines umfassenderen Problems. Tausende minderjährige Kinder würden nach England eingeschleust, wo sie zur Kinderprostitution gezwungen oder auf andere Weise sexuell missbraucht würden.

 

Das CRC rief Großbritannien dazu auf, »die Fähigkeiten der Strafverfolgungsbehörden und des Justizwesens hinsichtlich der Aufdeckung und Verfolgung des Schmuggelns von Kindern zur späteren Ausbeutung durch Kinderarbeit, sexuellen Missbrauch oder andere Formen der Ausbeutung, wie etwa durch religiöse Rituale, zu stärken«.

 

Die Nachrichtenagentur Agence France-Press (AFP) hatte über zahlreiche Fälle berichtet, in denen Kinder aus Afrika nach England gebracht wurden und dort dann Folter und Missbrauch, oft als Bestandteil von Hexenritualen, erleiden mussten. So wurde etwa Victoria Climbié von der Elfenbeinküste im Jahr 2000 von ihren eigenen Angehörigen getötet, weil diese sie für eine Hexe hielten.

 

Im März 2012 wurden Eric Bikubi und Magalie Bamu – beide stammten aus der Demokratischen Republik Kongo und waren später nach London gezogen – schuldig gesprochen, Magalies Bruder Kristy, einen Teenager, ermordet zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, Bikubi »hängt auf beunruhigende Weise einem tiefverwurzelten« Hexenglauben an, während die Verteidigung demgegenüber erklärte, Bikubi leide unter Schizophrenie. Der Richter verurteilte beide Angeklagten zu einer lebenslänglichen Haftstrafe. Ein Jahr später fand die Londoner Polizei den zerteilten Leichnam eines nigerianischen Jungen in der Themse, der nach ihrer Ansicht Opfer eines Ritualmordes geworden war.

 

Das CRC äußerte sich darüber hinaus über die hohe Zahl britischer Pädophiler sehr besorgt, die ins Ausland und hier insbesondere nach Südostasien und bevorzugt nach Kambodscha und Thailand reisten, um dort Kinder zu missbrauchen. Waisenhäuser gehörten zu beliebten Zielen dieser Sexualstraftäter, weil diese Leute dort leichter wehrlose Kinder aufgreifen können. »Immer wieder wird berichtet, dass britische Staatsbürger, darunter auch bereits verurteilte Sexualstraftäter, Wohltätigkeitsorganisationen gründen oder ins Ausland reisen, wo sie dann Kinder sexuell missbrauchen«, sagte Sandberg.

 

Sie forderte die britische Regierung auf, endlich in dieser Frage tätig zu werden und die Identifizierung, die Ermittlungen gegen und die Strafverfolgung von britischen Bürgern zu verstärken, die in solche Verbrechen verwickelt seien, und darüber hinaus sicherzustellen, dass gegen bereits vorbestrafte und bekannte Pädophile Reisebeschränkungen ausgesprochen würden.

 

Die britische Regierung erklärte, es sei nunmehr möglich, neue Bestimmungen auch auf Einzelpersonen anzuwenden, bei denen mit sexuell missbräuchlichem Verhalten zu rechnen sei. Dies sei auch dann möglich, wenn die betreffenden Personen bisher noch nicht verurteilt wurden. Eine landesweit tätige Arbeitsgruppe, die dem Innenministerium untersteht, soll Vorschläge zur Verbesserung der Arbeits- und Vorgehensweise der Polizei und anderer zuständiger Behörden wie Jugendämter etc. erarbeiten. »Unsere beiden neuen Vorschriften zum Schutz der Bevölkerung erleichtern es, die Bewegungsfreiheit und die Aktivitäten von Personen einzuschränken, die ein Risiko in Bezug auf sexuelle Übergriffe auf Kinder und Erwachsene darstellen – dies schließt nicht nur Personen ein, die bereits wegen Sexualstraftaten verurteilt wurden«, erklärte der Staatssekretär für Verbrechensprävention, Norman Baker.

 

Ein BBC-Journalist, der sich 2011 in Bars und Cafés in der Unterwelt Kampalas in Uganda als Kinderhändler ausgegeben hatte, stieß auf einen professionellen Entführer, der sich damit brüstete, für knapp 11 500 Euro pro Kind »so viele Kinder wie gewünscht« liefern zu können, ohne dass die Polizei davon Wind bekäme.

 

 

 

 


 

 


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