Thursday, 29. September 2016
18.03.2014
 
 

Wer sind die Söldner in der Ukraine? – Videos deuten auf Blackwater hin

Redaktion

Im Internet sind auf YouTube Videos aufgetaucht, die darauf hindeuten, dass das private Sicherheitsunternehmen, das früher unter dem Namen »Blackwater« bekannt war, in der ostukrainischen Stadt Donezk aktiv ist. Die westlichen Medien reagierten darauf mit dem Vorwurf, Russland manipuliere Berichte, um eine »Aggression« zu rechtfertigen.

Die Authentizität dieser Videos, die angeblich am 5. März in der Innenstadt von Donezk aufgenommen wurden, lässt sich kaum überprüfen. In den Videos sind unbekannte bewaffnete Männer in Kampfanzügen zu sehen, die mit russischen Kalaschnikow-Sturmgewehren und amerikanischen M4A1-Karabinern ausgerüstet sind. Sie sollen offensichtlich die Sicherheit einiger

Pro-Kiew-Demonstranten inmitten gegen die Regierung gerichteter Proteste schützen.

 

Die Gebäude der Regionalverwaltung in Donezk wurden schon mehrfach von unterschiedlichen Gruppen besetzt – waren es einmal prorussische Demonstranten, dann tauchten ein anderes Mal andere Gruppen auf, die die Regierung in Kiew unterstützen. Wie sich aus einem der Videos ergibt, war es offenbar im Verlauf der Entwicklung der von den Revolutionären in Kiew neu ernannten Regionalführung gelungen, die Gebäude der Regionalverwaltung zu besetzen. Als dann aber das Gebäude von wütenden Demonstranten umringt wurde, forderte sie Sicherheitskräfte an, um einen sicheren Abzug zu gewährleisten.

 

Und hier kamen die bewaffneten Söldner ins Spiel. Einige Schrecksekunden nach ihrem Auftauchen begannen die Demonstranten, »Blackwater« und »Söldner«, aber auch »Schwuchteln« und »Auf wen werdet ihr jetzt schießen?« zu rufen. Aber die Bewaffneten fuhren davon, ohne mit der Wimper zu zucken.

 

 

Natürlich handelte es sich bei diesen Bewaffneten nicht um Mitarbeiter von Blackwater – schließlich existiert ein Unternehmen dieses Namens nicht mehr. Es hat ihn zweimal geändert und nennt sich heute »Academi«.


In dem jüngsten Artikel zu diesem Thema, der am 9. März in der britischen Tageszeitung Daily Mail erschien, hieß es, diese Leute sähen zwar tatsächlich wie professionelle Söldner aus, hätten aber diese Operation zu offen ausgeführt:

»›Es ist wirklich schwer zu beurteilen [ob es sich um Academi-Söldner handelt]. Es ist sicherlich nicht völlig auszuschließen. Academi [-Söldner] sind schon in den verschiedensten Krisengebieten eingesetzt worden. Die Frage lautet meiner Ansicht nach, ob diese Hinweise zumindest begründete Vermutungen zulassen?

Oberflächlich betrachtet stimmen die Uniformen der Leute, die in den Videos zu sehen sind, mit denen amerikanischer Söldner überein – sie sehen nicht wie russische Söldner aus. Andererseits, warum sollten sie so in der Öffentlichkeit praktisch auf dem Präsentierteller herumlaufen?‹, meinte Dr. Nafeez Ahmed, Sicherheitsexperte vom Institut für politische Forschung und Entwicklung. ›Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass es sich hier um russische Propaganda handelt.‹«

Aber warum sollte Russland derartige Operationen nötig haben? Die Daily Mail hat eine einfache Antwort parat: »Jeder Verdacht, ein amerikanisches Söldnerunternehmen wie etwa Blackwater, das sich heute Academi nennt, sei in der Ostukraine aktiv geworden, könnte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin den Vorwand für eine militärische Invasion liefern.«

 

Andere westliche Medien behaupten weiterhin, die »russische Invasion« habe bereits begonnen, denn bei dem schwer bewaffneten Militärpersonal, das jetzt die wichtige Infrastruktur auf der Krim kontrolliere, handele es sich »offensichtlich« um Russen. Die Internetseite Daily Beast ging noch einen Schritt weiter. Am 28. Februar veröffentlichte sie einen Artikel, in dem behauptet wurde, bei den »höflichen und freundlichen Russen« auf der Krim handele es sich tatsächlich um Mitarbeiter eines russischen Sicherheitsdienstes.

 

Es gibt zwar tatsächlich verschiedene militärorientierte Sicherheitsdienstleister in Russland, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass selbst sie alle zusammengenommen genug Personal für eine solche umfassende Operation bereitstellen könnten.

 

Zu Beginn dieser Woche berichtete das staatliche russische Fernsehen, auf dem internationalen Flughafen in Kiew seien mehrere Hundert bewaffnete Männer mit militärisch aussehendem Gepäck gelandet. Berichten zufolge soll es sich bei diesen Leuten um Mitarbeiter des Unternehmens Greystone Limited handeln, eines Subunternehmens der Vehicle Services Company, die wiederum zum Firmenkomplex Blackwater/XE/Academi gehört. Söldner von Greystone Limited zählen zur so genannten »Geheimarmee Amerikas«, die nichtstaatliche militärische Unterstützung anbietet, die nicht durch zwischenstaatliche Vereinbarungen »eingeschränkt« ist, wie The Voice of Russia berichtete.

 

Aber sie sind offenbar nicht die einzigen Söldner. Ein Russe, der an den gewalttätigen Zusammenstößen in Kiew beteiligt gewesen war, wurde in dieser Woche im russischen Oblast Brjansk im Südwesten des Landes verhaftet. Im Rahmen seiner aufgezeichneten Vernehmung sagte er aus, er habe eine große Zahl von Ausländern gesehen, die aktiv an den Kämpfen mit der Polizei teilgenommen hätten. Er habe einige Dutzend Personen in Kampfanzügen aus Deutschland, Polen und der Türkei, aber auch englischsprachige Personen gesehen, die möglicherweise aus den USA stammten, berichtete die Zeitung Russkaja Gaseta Anfang dieser Woche.

 

 

 


 

 

 

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