Samstag, 3. Dezember 2016
19.03.2016
 
 

Globales Nomadentum: Europäische Grenzenlosigkeit, Städtenachbau und Weltbürgertum

Stefan Müller

Die Flüchtlingskrise offenbart die Risse in Europa, aber auch und vor allem die in Deutschland. Die politische Linke, mit ihren immer absurderen Weltrettungs-Fantasien, steht einer fassungslosen Bevölkerung gegenüber. Die neueste absurde Idee der Linken sieht vor, dass weltweit alle Flüchtlinge ungehindert nach Europa kommen können und dort mit staatlichen Mitteln ihre Heimatstädte nachbauen.

 

Eltern dieser Idee sind Robert Menasse (mit Preisen überhäufter linker Autor) und die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot (ehemalige Leiterin des European Council on Foreign Relations / ECFR). In der aktuellen Ausgabe des Le Monde diplomatique erschien der Artikel »Lust auf eine gemeinsame Welt. Ein futuristischer Entwurf für europäische Grenzenlosigkeit«, in dem geradezu orgiastisch eine absurde linke Wahnvorstellung geschildert wird.

 

Kern dieser Phantasie ist das »globale Nomadentum«. Jeder Mensch soll laut dieser Idee das Recht bekommen, in jedem Land der Welt sesshaft zu werden und dort dann seine Kultur anzusiedeln – natürlich mit exakt den gleichen Rechten wie die ursprüngliche Bevölkerung.

 

Maßnahmen zur Integration sollen ersatzlos wegfallen, anstelle dessen sollen Migranten mit Rohstoffen und Geldern ausgestattet werden, damit diese dann irgendwo im Land ihr Neu-Aleppo, Neu-Kundus oder Neu-Shanghai erbauen können.

Als Beispiel für dieses Modell werden die USA genannt, in der es ja viele Stadtneubauten durch Einwanderer gäbe. Das Detail, dass die USA im Gegensatz zum Europa unserer Zeit quasi unbevölkert war, bleibt natürlich unerwähnt. Ein solches Detail würde die linke Utopie auch wahrscheinlich zu sehr belasten.

Dies trifft natürlich ebenfalls auf das Thema der »Parallelgesellschaften« zu. Vor kurzer Zeit (nach den Terroranschlägen in Paris) wurden in Belgien, Frankreich aber auch in Deutschland die sogenannten »No-go-Areas« Schauplätze teils spektakulärer Einsätze von Polizei und Militär, um dem dort gedeihenden Terrorismus Herr zu werden.

 

Diese Tatsache wird im genannten Artikel selbstverständlich nicht erwähnt. Linke Utopien zeichneten sich aber schon immer durch eine maximale Inkompatibilität mit der Realität aus, von daher ist dies alles andere als verwunderlich.

Das Instrumentarium, um diese Wahnvorstellung zu realisieren, ist natürlich eine EU als europäischer Superstaat, der alle Nationalstaaten assimiliert, und nur noch als linkes Utopia und somit als grenzenloser Transitraum weiter existiert.

Dieses geschilderte Konzept muss auf jeden konservativen Menschen wie die Schilderung eines Drogentrips wirken, denn sie bedroht einfach alle Vorstellungen von dem Leben, wie wir es bisher kennen und auch schätzen.

 

Dieses Leben ist aber schon bereits jetzt durch die Folgen der Flüchtlingskrise bedroht. Die einzige mögliche Option, um dieser Herausforderung zu begegnen, ist laut den etablierten Parteien das Schlagwort »Integration«. Eine andere Option darf es laut dem Block-Komplex aus CDU/SPD/Grünen/Linken nicht geben.

 

Das Konzept des hier geschilderten »globalen Nomadentums« stellt jedoch nun eine weitere, viel drastischere Option dar, um der Herausforderung durch die Flüchtlingsströme zu begegnen. Wenn man sich die Urheber des Konzepts ansieht, kann kein Zweifel daran aufkommen, dass diese Idee zukünftig ernsthaft in Betracht gezogen werden könnte.

Das Modell des globalen Nomadentums trifft dann auf andere Ideen, wie z.B. auch das vorbereitete Verbot des Bargelds, die Aufnahme der Türkei in die EU und eine zeitgleich immer stärkere Kontrolle der Bürger (u.a. durch Vorratsdatenspeicher) und ergibt ein geradezu albtraumhaftes Konstrukt.

Wir alle müssen uns jetzt dringend eine Frage stellen: Wollen wir tatsächlich in einer solch dystopischen Zukunft leben?


Ich möchte nicht in einem Land leben, das sich weiterhin bereitwillig zu immer weiteren Aderlässen bereit erklärt, bis es irgendwann vor akuter Blutarmut in sich selbst zusammenbricht und in einem angeblichen »Superstaat EU« aufgeht.

 

Soweit ist es aber noch nicht und es gibt durchaus noch Hoffnung. Momentan konzentriert sich diese Hoffnung auf die Staaten der Visegrád-Gruppe (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn), die sich gegen die Hybris der EU-Internationalisten stellen und bereits ihr Veto gegen das beabsichtigte Abkommen zwischen der EU und der Türkei eingelegt haben.

In dieser Situation kommt es aber nicht nur auf das Ausland an, sondern auch und gerade auf jeden Einzelnen in Deutschland. Aus diesem Grund sollte jeder Einzelne von uns Verantwortung übernehmen. Auf diese Weise holen wir uns die Kontrolle über unser Leben zurück. Und das ist möglich! Wenn wir als Einzelne eine lebenswerte Zukunft haben wollen, müssen wir gemeinsam dafür eintreten. Sind Sie bereit, aufzustehen?

 

 

 

 

 

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