Monday, 26. September 2016
11.01.2016
 
 

Blaupause für Deutschland? Amerika arbeitet mit Polizei-Schufa über jeden Bürger

Stefan Schubert

»The Land of the Free«, diese Textzeile aus der amerikanischen Nationalhymne, wirkt angesichts der Zustände in den USA wie blanker Hohn. Selbst der dystopische Roman von George Orwell 1984 wirkt, angesichts der grassierenden Massenüberwachung in den USA, mittlerweile eher wie ein Kinderbuch. Erst im Sommer wurde bekannt, dass das FBI die eigene Bevölkerung flächendeckend mit einer geheimen Flugzeugflotte (2) überwacht.

 

Die Flugzeuge sind mit modernster Spionagetechnik ausgestattet und dringen ohne jeglichen Anlass oder gar eine richterliche Genehmigung tief in die Privatsphäre der Bürger ein. Jetzt wird bekannt, dass auch diese Daten für ein Software-Programm der Polizei eingesetzt werden. Denn: In Amerika existiert mittlerweile über jeden Bürger eine Art Sicherheits-Schufa.

 

Die Kölner Vorfälle haben Sie zu einer Reihe emotionaler Posts in den sozialen Netzwerken veranlasst? Verständlich, aber die Social-Media-Monitoring-Software der Polizei vergisst nichts. Sie haben eine regierungskritische Demonstration besucht, die zwar absolut friedlich verlaufen ist und sich auf dem Boden des Grundgesetzes befindet? Tja, die Überwachungsdrohnen haben Ihre Iris gescannt und anhand der Daten der Überwachungskameras der Geldautomaten Ihre Identität durch die Durchforstung der Bankdaten ermittelt und gespeichert.

 

Auch Ihre drei Geschwindigkeitsübertretungen in den vergangenen zwölf Monaten verschlechtern Ihren Wert, lassen diese doch auf ein Problem mit staatlicher Autorität schließen. Zudem belegt Ihre Kreditkartenrechnung, dass Sie gelegentlich in Restaurants und Bars verkehren, die auch Personen besuchen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen im Visier von Behörden befinden.

 

Sie kennen diese Personen zwar gar nicht und das Restaurant ist ein beliebter Treffpunkt voller unbescholtener Bürger, nichtsdestotrotz verschlechtert sich durch jeden Besuch Ihr Sicherheits-Score. Auch dass die Standortdaten Ihres Handys zweimal am Tag den Hauptbahnhof an die Sendemäste funken, verschlechtert Ihren Score erheblich, denn das Computerprogramm hat das gesamte Gebiet um den Bahnhof als Kriminalitätsschwerpunkt eingestuft.

 

Sie haben zwar weder etwas mit der dortigen Antanz-Mafia noch mit der harten Drogenszene zu tun, denn Sie benutzen den Verkehrsknotenpunkt lediglich als Umsteigeplatz, um zum Arbeitsplatz zu pendeln. Aber auch hier heißt es »PP« – persönliches Pech –, Ihr Sicherheits-Index blinkt mittlerweile rot auf und nähert sich dem von Charles Manson an.

 

Und wie es die mathematische Vorhersehbarkeit bestimmt hat, werden Sie dieser Tage Opfer der anhalten Einbruchswelle und vom Täter bei der Flucht niedergeschlagen. Wenn die Polizei nach Ihrem Notruf über 110 nach einer Stunde anrückt, brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn Ihnen die Beamten misstrauisch begegnen und Sie als erstes belehren, dass Sie sich nicht selbst belasten bräuchten, schließlich würde hier der Anfangsverdacht eines Versicherungsbetrugs bestehen.

 

Tja, wieder einmal Pech gehabt, was haben Sie auch für einen schlechten Sicherheits-Score. Und das, ohne eine Straftat begangen zu haben oder auch nur einmal persönlich von der Polizei kontrolliert worden zu sein.

 

Ich beschreibe hier übrigens keine Szene aus der Fortsetzung von Minority Report. Diese albtraumhaften Zustände sind in Amerika eine praktizierte Vorgehensweise. Das hat die Washington Post gestern publiziert. Die Zeitung deckte auf, wie derzeit Abermillionen Dollar in diese Überwachungstechnik gepumpt werden.

 

Überall im Land entstehen riesige Komplexe mit Datenbanken, die nur ein Ziel verfolgen: die völlige Kontrolle und Überwachung der gesamten eigenen Bevölkerung. Und bei der Amerikahörigkeit der Bundesregierung scheint es nur eine Frage der Zeit, bis diese Praktiken auch in Deutschland eingeführt werden.

 

 

 

 

 

 

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