Dienstag, 6. Dezember 2016
05.01.2016
 
 

USA evakuierten »ihre Terroristen« – Kämpfer des Islamischen Staats (IS) – aus Ramadi

Stephen Lendman

Washington wird vorgeworfen, vor der Rückeroberung der strategisch wichtigen irakischen Stadt Ramadi durch Regierungstruppen an die 2000 Terroristen aus der Stadt evakuiert zu haben. Ein Kommandeur der Volksmobilisierung, einer staatlich unterstützten, fast ausschließlich schiitischen Dachorganisation von etwa 40 Milizen, erklärte, die USA hätten die Befreiung Ramadis und Falludschas verzögert, um »(IS-) Anführer (und Kämpfer)« per Hubschrauber an unbekannte Orte ausfliegen zu können.

 

Die Internetseite Fort Russ berichtet, ein ungenannter hochrangiger irakischer Regierungsvertreter habe erklärt: »Mitarbeiter unserer Elektronischen Aufklärung sowie anderer Dienste haben die Amerikaner … über die Bewegungen des IS informiert. Aber es wurde uns untersagt, gegen sie vorzugehen, und niemand in der Regierung kann sich den Amerikanern widersetzen … Die USA befahlen Bagdad, (dem) IS einen freien Abzug zu gewähren und den iranischen Einfluss abzuschwächen ...«

 

Washington forderte Bagdad auf, die Führung der Terrorbekämpfung sowie der Geheimdienste und der militärischen Sicherheitsdienste sowie des Innenministeriums auszutauschen, um so über eine amerikafreundliche Führungsriege zu verfügen, die den amerikanischen Interessen vor Ort dienlich ist.

 

Bisher hat der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi aufgrund des amerikanischen Drucks noch davor zurückgeschreckt, russische Luftunterstützung anzufordern, obwohl er weiß, dass die USA den IS unterstützen und letztlich eine Balkanisierung des Landes in einen kurdischen Norden, einen schiitischen Süden und eine sunnitische Zentralregion anstreben.

 

Washington unterstützt die rechtswidrige Anwesenheit türkischer Streitkräfte im Nordirak. Ein französischer Geheimdienstvertreter erklärte, der Nahe und Mittlere Osten werde sich grundlegend verändern. »Er wird nie mehr so sein, wie er war. Es wird nun immer deutlicher, dass es sich bei dem IS um ein Instrument handelt, das von einflussreichen Akteuren für ihre eigenen Zwecke und Pläne benutzt wird, um die Grenzen der Region neu zu zeichnen«, sagte er weiter.

 

Millionen Iraker sind von Tod, Zerstörung und menschlichem Elend betroffen. Washingtons imperiale Agenda trägt dafür die volle Verantwortung.

 

Der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen im Irak (UNAMI) zufolge wurden 2015 7500 Iraker getötet und weitere 15 000 Personen teilweise schwer verletzt – hierbei handelt es sich angesichts der Tatsache, dass in vielen Teilen des Landes noch schwere Konflikte ausgetragen werden, vermutlich um eine viel zu niedrig angesetzte Schätzung.

 

Die wirklichen Opferzahlen dürften um ein Vielfaches höher liegen, als der UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, der slowakische Diplomat Ján Kubiš, angab.

 

Er sagte: »Im Jahr 2015 wurden tausende Iraker aufgrund von Konflikten und Terroranschlägen getötet und verletzt. Das ist inakzeptabel. Das irakische Volk hat einen Anspruch darauf, in Ruhe und Frieden zu leben. Die Vereinten Nationen sehen diese anhaltende Vernichtung von Leben mit tiefem Schmerz.«


UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ist ein von den USA eingesetzter Handlanger, dem es nicht gelingt, sein per Amtseid bekräftigtes Mandat, »nachfolgende Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren«, sich dem Einsatz von Gewalt zu widersetzen und die grundlegenden Menschenrechte hochzuhalten, erfolgreich zu erfüllen.

 

Er ist ein willfähriger Vollstrecker amerikanischer Außenpolitik und insbesondere der endlosen imperialen Kriege Washingtons. Das irakische Volk, das schon so lange leiden muss, und viele andere problembeladene Länder, haben im gegenwärtigen Generalsekretär keinen Verbündeten. Er unternimmt nichts, um ihre Interessen zu wahren.

 

Zahlreiche Menschen, manchmal hunderte Zivilisten, sterben oder erleiden täglich im Irak schwere Verletzungen aufgrund von Gewalttaten.

 

UNAMI räumt ein, dass es praktisch unmöglich ist, die genauen Opferzahlen zu ermitteln, die sehr viel höher liegen dürften, als in offiziellen Berichten angegeben.

 

Niemand zählt die Opfer, die an Hunger, Wassermangel, aufgrund fehlender notwendiger medizinischer Versorgung oder allgemeinem Mangel sterben.

 

Kein Land oder keine Organisation stellt Hilfslieferungen in Aussicht, zumindest so lange nicht, wie Washington an seiner imperialen Agenda festhält und damit Menschenleben und das allgemeine Wohl rücksichtslos mit Füßen tritt.

 

 

 

 

 


Kriege ohne Kriegserklärung

Unzählige Male intervenierten US-Truppen oder amerikanische Geheimdienste im Ausland, allein im 19. Jahrhundert über hundertmal. Die meisten dieser Unternehmungen dienten dem gebetsmühlenhaft vorgetragenen »Schutz amerikanischer Interessen und Bürger«.

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