Donnerstag, 8. Dezember 2016
31.01.2015
 
 

Heimsuchung Österreichs: Tagungsort der Bilderberger 2015 bestätigt

Steve Watson

In einer Presseerklärung der österreichischen Landespolizeidirektion Tirol wurden nun der Tagungsort und das Datum des diesjährigen Treffens der Eliten unter dem Dach der im Verborgenen agierenden Bilderberg-Gruppe bekannt gegeben. Polizeivertreter vor Ort bestätigten, dass die Konferenz im luxuriösen Interalpen-Hotel in den österreichischen Bergen nahe der Kleinstadt Telfs in Tirol stattfinden werde.

 

Weiter hieß es, vom 9.-14. Juni seien entsprechende Sicherheitsmaßnahmen in Kraft. Wie bei den Bilderbergern schon Gewohnheit ist, wird das tatsächliche Treffen der Delegierten dann zwei Tage später beginnen und vom 11.-14. Juni dauern.

 

In der Presseerklärung der Polizei heißt es weiter, die Sicherheitsmaßnahmen im Rahmen des Bilderberger-Treffens seien Teil der Sicherheitsmaßnahmen, die auch für das sehr viel öffentlichere G-7-Treffen, das zu Anfang derselben Woche am 7. und 8. Juni im bayerischen Schloss Elmau stattfinden soll:

 

»Die Sicherheitsmaßnahmen beim G7-Gipfel am 7. und 8. Juni 2015 in Bayern sowie der Bilderberg-Konferenz vom 9. bis 14. Juni 2015 in Tirol waren Schwerpunkte eines Informationsgespräches mit Bundesministerin Mag.ª Johanna Mikl-Leitner sowie Vertretern des Innenministeriums und der Landespolizeidirektion Tirol am 13. Jänner 2015 in Wien … . Der Veranstaltungsort des G7-Gipfels liege nur 3,6 Kilometer Luftlinie von der österreichischen Grenze entfernt, beide Veranstaltungen behandeln ähnliche Themen und finden knapp nacheinander statt, der G7-Gipfel am 7. und 8. Juni 2015 und die Bilderberg-Konferenz vom 9. bis 14. Juni 2015.

›Die Aufgabe der Polizei beim G7-Gipfel und bei der Bilderberg-Konferenz ist der Schutz der Staatsgäste, hochrangiger Persönlichkeiten und der Bevölkerung‹, ergänzte die Innenministerin. ›Die Abwehr und Verhinderung von Anschlägen hat dabei oberste Priorität. Die Polizei sorgt aber auch für den Schutz von friedlich demonstrierenden Menschen, denn die Versammlungsfreiheit gehört zu den Grundrechten unserer Demokratie.‹«

In der Stellungnahme wird auch darauf hingewiesen, dass in Abstimmung mit der deutschen Polizei, Sondereinsatzkräfte der Polizei zur Aufrechterhaltung der Sicherheit im Einsatz sein würden. Diese Einsatzkommando COBRA (EKO-COBRA) genannten Einheiten bilden die wichtigste Anti-Terror-Einheit Österreichs und unterstehen direkt dem österreichischen Innenministerium.

»›Seit Monaten sammeln wir alle relevanten Informationen rund um beide Veranstaltungen und erstellen Gefahreneinschätzungen, die laufend angepasst werden und Grundlage für alle weiteren Planungen sind‹, sagte Generalmajor Robert Strondl, Leiter der Einsatzabteilung des Innenministeriums.«

In der Presseerklärung wird auch auf die »deutlichen« Einschränkungen des Verkehrs hingewiesen. Um den Veranstaltungsort in Elmau herum sei die Einrichtung einer »Flugbeschränkungszone« mit einem Durchmesser von 55 Kilometern geplant, die etwa Paragleiter und Drachenflieger beträfe.

 

Bereits im August letzten Jahres waren erste Gerücht dazu aufgetaucht, nach denen das Interalpen Hotel als Tagungsort der Bilderberger-Konferenz 2015 auserkoren worden sei. Recherchen hatten ergeben, dass dieses Hotel an den ersten beiden Wochenenden im Juni schon völlig ausgebucht wäre. Diese Enthüllung eines zukünftigen Tagungsortes der Bilderberger gelang so früh wie nie zuvor, möglicherweise ein Hinweis darauf, dass die Aktivitäten und Treffen der Gruppe seit einigen Jahren sehr viel stärker beobachtet werden und ins öffentliche Interesse gerückt sind.

 

Das Interalpen-Hotel ist von Wäldern und Bergen umgeben. In seiner Nähe befindet sich auch ein Wintersportort, und auch der Flughafen Innsbruck ist nicht allzu weit entfernt. In der Hotel-Broschüre Meetings and Events heißt es, das »Hotel liegt an exklusiver Stelle in einer Höhe von 1300 Metern in den Tiroler Alpen und bietet einen Panoramablick auf überwältigende Berggipfel«.


Das Anwesen gehört der schweizerischen Industriekonzern Liebherr Gruppe. Das Konferenzzentrum bietet »vor einer beeindruckenden alpinen Kulisse« Platz für 400 Personen. Bereits vor 27 Jahren, 1988, fand hier eine Bilderberger-Konferenz statt. Wenn die Berichte zutreffen, wäre dieses anstehende diesjährige Treffen die dritte Konferenz in Österreich.

 

Es hat den Anschein, als hätte sich die Elite nach dem relativ offen zugänglicheren Tagungsort im dänischen Kopenhagen im vergangenen Jahr, wo es Journalisten möglich war, nahe an Konferenzteilnehmer heranzukommen und persönliche Kontakte zu knüpfen, während diese speisten und tranken, dazu entschieden, wieder entlegenere und besser abzuschirmende Örtlichkeiten zu nutzen.

 

Das diesjährige Treffen ruft Erinnerungen an 2011 wach, als sich die Bilderberger im schweizerischen St- Moritz trafen. Sie hatten sich in die Berge zurückgezogen und wurden durch steile und sich windende Straßen und die Wälder von »zudringlichen Zaungästen« geschützt.

 

Während die Mainstream-Medien es gewohnheitsmäßig vermeiden, über die Bilderberger in angemessener Weise ausführlich zu berichten, und die Treffen der Gruppe stattdessen immer wieder als reine »Quasselbude« bezeichnen, wurden in den letzten Jahren zahllose Beispiele für die direkte Einflussnahme der Gruppe auf die Weltpolitik dokumentiert, was zu dem Vorwurf führte, bei den Bilderbergern handele es sich um eine von ihrem Wesen her zutiefst undemokratische Organisation.

 

So räumte der frühere NATO-Generalsekretär und Bilderberger Willy Claes 2010 in einem Radiointerview ein, die Teilnehmer der Bilderberg-Konferenzen seien angehalten, in ihren jeweiligen Wirkungsbereichen die Entscheidungen umzusetzen, die auf den jeweiligen Jahreskonferenzen der Machtelite formuliert worden seien.

 

Die Bilderberg-Gruppe hat wesentliche internationale Ereignisse oder Entscheidungen schon lange im Voraus vorbereitet. Dazu tritt man regelmäßig vor allem an Präsidenten und Ministerpräsidenten und andere führende Vertreter heran, die demokratische und zivilgesellschaftliche Prozesse geringschätzen.

 

2013 forderte der italienische Rechtsanwalt Alfonso Luigi Marra, die römische Staatsanwaltschaft solle gegen diese geheimnisumwitterte und im Verborgenen tätige Organisation wegen krimineller Aktivitäten ermitteln.

 

Marra warf die Frage auf, ob es zutreffe, dass auf der Konferenz in der Schweiz 2010 entschieden worden sei, Mario Monti als neuen italienischen Ministerpräsidenten auszuwählen. Und 2009 brüstete sich der Vorsitzende der Bilderberg-Gruppe, der belgische Vicomte Étienne Davignon, damit, der Euro sei ursprünglich eine Idee der Bilderberger gewesen. Und tatsächlich belegen Dokumente, die die britische BBC veröffentlichte, dass die Bilderberg-Gruppe bereits 1955 über eine europäische Einheitswährung diskutierte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Leser-Kommentare (26) zu diesem Artikel

13.04.2015 | 15:46

Heilige Jungfrau Marisa

BILDERBERGER kIONFERENZ IN ÖSTERREICH: SCHREIBT DOCH DAZU, DASS ES SICH HIER UM SEEFELD IN TIROL HANDELT. Wenn man von Mittenwald aus in Richtung Innsbruck fährt, muß man über einen Paß fahren und kommt an Seefeld vorbei und oben am Paß liegt links dieses Hotel, rechts geht es nach Seefeld rein.


07.03.2015 | 14:36

Horst ELIAS Gutekunst

Es passt zu den Bremer Stadt-Musikanten. Mehr ist nicht zu sagen, als in den eigenen Spiegel zu sehen und die zivil Courage sich zu trauen. Doch die Seuche ist zu weit gediehen keiner wagt es umzusetzen was notwendig wäre diese Schein-Macht aus zu misten. Doch der Gockel ist erdrückt.


18.02.2015 | 09:48

Paschasius

@ Livia Glauben Sie wirklich wir dürften aus der Nato? Da sorgt die Atlanikbrücke für eine stärkere Einbindung. Herr Wimmer erwarten Sie wirklich von einem solchen Wendehals wie Herrn Gauck ein Hüter der Verfassung zu sein? Nein schon zu DDR Zeiten bekam Herr Gauck einen VW Bully zur verfügung gestellt. Das alleine zeigt schon Systemtreue. Als Atlantikbrücken Mann heute ist er nicht wirklich ein Vorbild für Verfassung und Frieden! Doch war die Münchener Sicherheitskonferenz nicht...

@ Livia Glauben Sie wirklich wir dürften aus der Nato? Da sorgt die Atlanikbrücke für eine stärkere Einbindung. Herr Wimmer erwarten Sie wirklich von einem solchen Wendehals wie Herrn Gauck ein Hüter der Verfassung zu sein? Nein schon zu DDR Zeiten bekam Herr Gauck einen VW Bully zur verfügung gestellt. Das alleine zeigt schon Systemtreue. Als Atlantikbrücken Mann heute ist er nicht wirklich ein Vorbild für Verfassung und Frieden! Doch war die Münchener Sicherheitskonferenz nicht entscheidend. Wenn im Juni die Bilderbergerkoferenz in Telfen Österreich stattfindet, TIPP und CETA eingeführt sind kann zum 3. Weltkrieg geläutet werden. Doch bin ich davon überzeugt, das es noch nicht so schnell dazu kommt. Ich denke bis zum großen Schlagabtausch haben wir noch 15 Jahre mindestens aber 10. Der Unruhefaktor ist noch nicht so hoch in Deutschland, da müssen noch mehr Fremde in Land gepumpt werden. Außerdem ist der Michel kein Revolutionär. Oder wie Napoleon es ausdrückte: Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit grösserer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde.


01.02.2015 | 15:29

Einer von vielen Narren

Was wäre wohl damals dem Andreas Hofer bei se einer Meldung in den Sinn gekommen ? Ich wünsch´ uns Allen das Beste.


01.02.2015 | 15:19

jeanette

zwischen der mafia und dennen duerfte nicht viel unterschied bestehen. aber wenn sie uns mit ihrem vielen geld plattmachen wuerden, haetten sie kene sklaven mehr! deshalb nur ueberschaubare 500 mio. sollen fuer das imperium ueber gelassen werden, aber dies auch nur wenn wir sie lassen, das liegt ganz bei uns. lebt jeden tag mit der vorstellung einer besseren, nicht von dennen gesteuerten welt und kollektiv wird es so kommen!!


01.02.2015 | 11:18

elkamino

Richtig Herr Falke, die verfügen über unvorstellbare Geldmengen, Billionen und Aberbillionen. Die Mitglieder des Bilderbergervereins sind führende Politiker und andere Verbrecher aus Wirtschaft, Banken, Versicherungen und Adel. Die sind in der Lage uns im nu alle platt zu machen.

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