Freitag, 9. Dezember 2016
17.05.2014
 
 

Das Weiße Haus und die Nazis: Von Hitler-Deutschland bis zum heutigen Kiew – die verstörenden Partnerschaften zwischen USA und Nazis

Tony Cartalucci

Vereinigte Staaten und Nationalsozialismus verbindet eine lange und bewegte Geschichte, die bis zum heutigen Tag andauert, denn aktuell werden die Erben dieser giftigen Ideologie mit den politischen und materiellen Mitteln ausgestattet, die sie brauchen, um die Ukraine zu überrennen. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mischten viele prominente amerikanische Industrielle und Politiker beim Aufstieg der Nazis mit. Nicht nur aus Deutschland und Italien, nein, aus der ganzen Welt taten sich faschistische Kräfte zusammen und verhalfen Adolf Hitler zum Aufstieg.

 

In den Vereinigten Staaten gibt es dafür wohl kein bekannteres Beispiel als Prescott Bush, den Vater von US-Präsident George H.W. Bush und Großvater von US-Präsident George W. Bush.

Wie schreibt der Guardian in dem Artikel »How Bush’s grandfather helped Hitler’s rise to power«:

»Der Großvater von George Bush, der inzwischen verstorbene Senator Prescott Bush, war Aufsichtsrat und Aktionär in Firmen, die von ihrer Zusammenarbeit mit Mäzenen der deutschen Nazis profitierten.

In Unterlagen, die neu im Nationalarchiv der USA entdeckt wurden, fand der Guardian bestätigt, dass eine Firma, in der Prescott Bush im Aufsichtsrat saß, gemeinsame Sache mit den Finanzarchitekten des Nationalsozialismus betrieb.

Seine geschäftlichen Aktivitäten dauerten bis zum Jahr 1942 an, als die Vermögenswerte des Unternehmens wegen Zusammenarbeit mit dem Feind beschlagnahmt wurden. Über 60 Jahre später reichten in Deutschland zwei ehemalige Zwangsarbeiter aus dem Lager Auschwitz zivilrechtliche Klage gegen die Familie Bush ein, was im Vorfeld der Wahlen einige Kontroversen auslöste.«

Der Bankier und Politiker Prescott Bush war nicht das einzige Mitglied des amerikanischen Geldadels, das mit Hitlers Nazis kollaborierte. Die von der Familie Rockefeller kontrollierte Chase Bank half Deutschland unter anderem dabei, Juden um ihr Vermögen zu bringen. In einem Bericht Chase Banked on Nazis – Report«) meldete die New York Daily News:

»Die Chase National Bank, der Vorläufer der heutigen Chase Manhattan Bank, hat im Zweiten Weltkrieg angeblich den Nazis geholfen, jüdischen Besitz in Frankreich zu plündern. Das geht aus einem Bericht hervor. Die New Yorker Bank, die von der Familie Rockefeller kontrolliert wurde, sperrte Konten von Juden, noch bevor sie dazu von den Nazis aufgefordert wurde, und machte auch dann noch Geschäfte mit den Nazis, als diese Juden in die Gaskammern schickten. Das schreibt das Magazin Newsweek in seiner aktuellen Ausgabe. Und auch während Krieg herrschte zwischen den USA und den Nazis half Chase offenbar deutschen Banken dabei, Geschäfte mit ihren ausländischen Filialen abzuwickeln, wie das Magazin weiter berichtet. Mit einer Bilanzsumme von über 300 Mrd. Dollar ist Chase Manhattan heute die größte Bank der USA.«

Im selben Bericht gab es weiteres Erstaunliches zu lesen:

»Kürzlich freigegebenen Dokumenten zufolge waren auch während des Kriegs mindestens 300 US-Firmen weiterhin in Deutschland aktiv, wie Newsweek berichtet. Tochterfirmen von Ford und General Motors wird vorgeworfen, Tausende jüdischer, polnischer und anderer Zwangsarbeiter eingesetzt zu haben.«

Vor dem und während des Zweiten Weltkriegs entschied sich ein nicht unwesentlicher Anteil von Sonderinteressen innerhalb der USA für Opportunismus anstatt für amerikanische Werte – und dafür, jemandem zu helfen und jemanden zu begünstigen, der wie kaum jemand sonst im 20. Jahrhundert Leid über die Menschheit brachte. Man rede ja nur über eine Handvoll Sonderinteressen innerhalb der USA, das stehe nicht für die allgemeine politische Ausrichtung des damaligen Amerikas, mögen nun einige einwenden, aber es sei darauf hingewiesen, dass viele dieser Sonderinteressen einflussreiche Positionen innehatten oder beeinflussten, während sie gemeinsame Sache mit den Nazis betrieben, und dass sie dies auch noch nach Ende des Kriegs taten. Prescott Bush beispielsweise war bis 1963 amerikanischer Senator, die Familie Rockefeller stellte Gouverneure, Senatoren und sogar einen amerikanischen Vizepräsidenten.

 

 

Operation Paperclip


Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beeilten die Vereinigten Staaten sich, die klügsten Köpfe der Nazis auf ihre Seite zu ziehen, damit diese sie bei Amerikas Streben nach Weltherrschaft unterstützten. Im Rahmen der so genannten Operation Paperclip wurden zahlreiche Forscher und Ingenieure aufgegriffen, die während des Kriegs – weil sie kaum eine andere Wahl hatten – für die Nazis gearbeitet hatten. Einige waren ein großes persönliches Risiko eingegangen und waren der Nazi-Herrschaft entflohen oder hatten es versucht. Wie sich herausstellte, spielten jedoch andere eine viel größere Rolle bei den Gräueltaten Nazi-Deutschlands. Sie setzten ihr düsteres Wirken in Geheimprogrammen für die amerikanische Central Intelligence Agency fort.

 

 

Die Ausmaße dieses umfassenden Programms erläutert die New York Times in dem Artikel »Nazis Were Given ›Safe Haven‹ in U.S., Report Says«. Darin heißt es, dass möglicherweise bis zu 10 000 Nazis in den USA Zuflucht gefunden hätten. Da fragt man sich, ob unter den 300 Firmen, die während des Kriegs Geschäfte mit den Nazis machten, nicht zumindest ein paar waren, die diesen Zufluss an »Einwanderern« steuerten. In dem Artikel der New York Times heißt es:

»Die belastendsten Enthüllungen des Berichts finden sich möglicherweise bei der Bewertung des Verhältnisses zwischen CIA und Nazi-Emigranten. Frühere akademische Studien und Regierungsberichte hatten gezeigt, dass die CIA nach dem Krieg Nazis für geheimdienstliche Aufgaben einsetzte. Dieser Bericht geht darüber hinaus, indem er das Ausmaß aufzeigt, in dem Amerika Komplize bei diesen Aktivitäten war und in dem Amerika zu Täuschungsmaßnahmen griff.

Im Bericht des Justizministeriums wird die ›Kollaboration der Regierung mit den Strafverfolgten‹ beschrieben. Ermittler des OSI, einer Abteilung der CIA, hätten demzufolge herausgefunden, dass einigen Nazis ›in der Tat wissentlich die Einreise genehmigt wurde‹ – obwohl der Regierung die Vorgeschichte dieser Personen bekannt war. ›Amerika hatte sich immer gerühmt, ein sicherer Zufluchtsort für die Verfolgten zu werden. Nun wurde es, auf seine eigene spezielle Weise, zur sicheren Zuflucht für Verfolger.‹«

Im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs und während des Kriegs waren es vor allem Finanzinteressen mit Einfluss auf die US-Regierung, die mit den Nazis kollaborierten. Die Operation Paperclip dagegen führte ebenso wie die Aufnahme von Nazis mit dunkler Vorgeschichte in die innersten Kreise der US-Regierung. Es ist wenig darüber bekannt, für welche »nachrichtendienstlichen Zwecke« diese Nazis genutzt wurden, aber vielleicht liefern die rechtsgerichteten faschistischen Juntas aus der Zeit des Kalten Kriegs ja Hinweise, vor allem jene in Südamerika, wo Nazis sich während des Weltkriegs festgesetzt hatten.

 

Weißes Haus belebt Nazi-Gefahr vor Russlands Haustür neu


Es ist keine Überraschung: Die Sonderinteressen, die Amerikas Außenpolitik steuern, halten sich nicht wirklich an die vielen Werte, die Amerika angeblich vertritt – sie verstecken sich nur dahinter. Deshalb ist Amerika politische Bündnisse eingegangen mit furchtbaren Diktaturen wie dem Haus Saud und dem Regime Shinawatra, oder mit Al-Qaida-Milizen in Afghanistan, Serbien, Libyen und jetzt Syrien.

 

Außerdem hat das dazu geführt, dass sich die Vereinigten Staaten und die Europäische Union – über die NATO – mit Neo-Nazis und Ultrarechten in der Ukraine eingelassen haben. Vor Russlands Haustür wurde damit die Nazi-Gefahr neu belebt, eine Bedrohung, für deren Ende im Zweiten Weltkrieg Millionen von Menschen ihr Leben ließen.

Die Stärkung der Ultrarechten in der Ukraine begann 2004, als die USA direkt die »Orange Revolution« finanzierten und organisierten. In seinem Artikel »US campaign behind the turmoil in Kiev von 2004 räumte der Guardian ein:

»…die Gewinne der orange-gewandeten ›Kastanienrevolution‹ gebühren der Ukraine, aber die Kampagne ist eine amerikanische Kreation, eine ausgeklügelte und brillant umgesetzte Übung in Branding und Massenmarketing, die innerhalb von vier Jahren in vier Ländern bei dem Versuch zum Einsatz kam mit dem Ziel, manipulierte Wahlen zu retten und fragwürdige Regierungen abzusägen.«

Erstmals kam die Kampagne im Jahr 2000 in Belgrad zur Anwendung, als – finanziert und organisiert von der US-Regierung und unter Einsatz von Beraterfirmen, Meinungsforschern, Diplomaten, beiden großen amerikanischen Parteien und amerikanischen NGOs – Slobodan Milošević an den Wahlurnen geschlagen wurde.

 

Es sei der Versuch, »manipulierte Wahlen zu retten und fragwürdige Regierungen abzusägen«, bemüht sich der Guardian um eine Entschuldigung für die Einmischung Amerikas, bestreitet dabei aber nicht, dass die Einmischung tatsächlich erfolgte. Der Guardian legt dann sehr detailliert dar, wie diese Einmischung erfolgte. Die ultrarechten Neonazis, die seit dem so genannten »Euromaidan« Kiew besetzen, sind die Erben der »Orangenen Revolution«. Die Parteien, die am meisten von den Unruhen von 2004 profitierten, sind nun an der Macht, darunter auch die Partei Vaterland.

Die »Orangene Revolution« fand eher verdeckt statt, der »Euromaidan« hingegen wurde offen von den USA und der Europäischen Union unterstützt. Als die Proteste ihren Höhepunkt erreichten, stieg der amerikanische Senator John McCain gemeinsam mit den Anführern der ultrarechten Neonazipartei Swoboda auf die Bühne und traf sich mit dem Vaterland-Parteimitglied und künftigem »Ministerpräsidenten« Arsenij Jazenjuk.

 

Bestätigten Berichten zufolge war CIA-Direktor John Brennan Mitte April in Kiew. In seinem Artikel »Why CIA Director Brennan Visited Kiev: In Ukraine The Covert War Has Begun« meldete das Magazin Forbes:

»CIA-Direktor John Brennan reiste über das Wochenende nach Kiew. Die genauen Gründe sind nicht bekannt, aber einige spekulieren, er wolle der ukrainischen Führung Echtzeit-Erkenntnisse der amerikanischen Nachrichtendienste zu Truppenbewegungen des russischen Militärs zukommen lassen. Bislang haben sich die USA damit zurückgehalten, derartige Informationen weiterzugeben, weil Moskau vermutlich weite Teile der ukrainischen Kommunikationssysteme durchdrungen hat – und Washington nicht beabsichtigt, seine geheimen Erkenntnisse den Russen zukommen zu lassen.«

Forbes deutete nachfolgend an, dass die Ukraine auf einen Stellvertreterkrieg mit Russland vorbereitet wurde. Das Magazin analysierte die Schwächen des Westens bei einer anderen Stellvertreterkonfrontation mit Russland, nämlich dem georgisch-russischen Konflikt von 2008. Damals marschierten die vom Westen ausgerüsteten Truppen Georgiens in Südossetien ein, erlitten dann aber eine Demütigung, als überlegene russische Truppen zum Gegenangriff übergingen.

 

Die USA-EU-Junta in Kiew besteht aus Nazis


Der Westen hat sich sehr bemüht, zu vertuschen, dass die neuen Stellvertreter in Kiew ultrarechte Neonazis sind. Dabei haben die westlichen Medien selbst in der Vergangenheit ausführlich dokumentiert, wie es um die bekanntesten Gruppen bestellt ist, die das aktuelle, nicht durch Wahlen legitimierte Kabinett bilden. Spiegel Online schrieb im Januar 2014 über SwobodaDie Partisanen von Kiew«) und hielt dabei nicht hinter dem Berg:

»Auch die Swoboda-Partei pflegt beste Beziehungen zu Europa, allerdings andere, als Klitschko sich wünscht: zu Frankreichs rechtsextremem Front National und zu den italienischen Neofaschisten von Fiamma Tricolore. Wenn es aber um die Unterdrückung Homosexueller geht, fühlt sich der Abgeordnete (Igor) Miroschnitschenko ganz nah bei Wladimir Putin – obwohl er sonst alles versucht, um Russlands Einfluss zu bekämpfen.«

 

Und weiter heißt es:

»Weltoffen ist Miroschnitschenko nicht gerade, obwohl er vor der Europameisterschaft 2008 Pressesprecher der ukrainischen Fußballnationalmannschaft war. Ausländische Fußballprofis würde er gern ausweisen, weil sie ›die ethnische Landkarte der Ukraine verändern‹.

2012 mischte er sich in eine Debatte über die in der Ukraine geborene US-Schauspielerin Mila Kunis ein. Sie sei keine Ukrainerin, sondern eine ›Jiddin‹, ließ er wissen. Antisemitismus gehört zum Programm der Extremisten, bis 2004 nannten sie sich ›Sozial-Nationale Partei der Ukraine‹, die begriffliche Nähe zu Hitlers Nationalsozialisten war gewollt. Ein führender Jungkader verbreitete noch im letzten Sommer ins Ukrainische übersetzte Texte von Joseph Goebbels.«

Der britische Fernsehsender Channel 4 äußert sich in seinem Bericht »Ukraine: far-right extremists at core of ›democracy‹ protest« sowohl über den Swoboda-Abgeordneten Igor Miroschnitschenko als auch den derzeitigen Swoboda-Parteivorsitzenden Oleh Tjahnybok:

»Im Dezember reiste US-Senator John McCain in die Ukraine, um dort der Opposition seine Unterstützung auszusprechen. Er trat auf einer Bühne mit den Oberen der drei Oppositionsparteien auf, die die Proteste anführten – darunter auch Vertreter der extrem rechten Partei Swoboda.

Swoboda ist derzeit die viertgrößte Partei der Ukraine und verfügt über 36 Sitze im Parlament. Gemeinsam mit der British National Party und Jobbik aus Ungarn ist Swoboda zudem Teil der Allianz der europäischen nationalen Bewegungen.

Der Swoboda-Parteivorsitzende Oleh Tjahnybok gehört zu den Gesichtern des Protests. Regelmäßig tritt er mit Oppositionsführer Vitali Klitschko auf, einem ehemaligen Boxprofi, und spricht sich dagegen aus, dass Putin Einfluss auf die Region ausübt.

Mit seinen antisemitischen Aussagen, denen zufolge eine ›moskowitisch-jüdische Mafia‹ die Ukraine kontrolliert, hat Tjahnybok in der Vergangenheit für Kontroversen gesorgt.«

In einem anderen Bericht von Channel 4 mit dem Titel »Far-right group at heart of Ukraine protests meet US senator« heißt es:

»…2004 attackierte der (Swoboda-) Parteivorsitzende Oleh Tjahnybok die ›moskowitisch-jüdische Mafia, die die Ukraine beherrscht‹. In einer weiteren Rede sprach er von ›den Moskali (Anm. d. Red.: eine abfällige ukrainische Bezeichnung für Russen), Deutschen, Juden und anderem Abschaum, der unseren ukrainischen Staat wegnehmen wollte‹.

Seine Äußerungen sorgten im Westen für Kontroversen, trotzdem wählten Leser des ukrainischen Nachrichtenmagazins Korrespondent Tjahnybok vergangenes Jahr zur ›Person des Jahres‹.

Und der Parteivize Igor Miroschnitschenko zog auf Facebook über die Schauspielerin Mila Kunis her: ›Kunis ist keine Ukrainerin, sie ist eine Jiddin. Sie ist stolz darauf, soll doch der Davidsstern mit ihr sein.‹«

 

 

Angeführt wird die Regierungskoalition von der Partei Vaterland, die allein schon im Namen an die verstörende nationalistische Nomenklatur der NSDAP von Adolf Hitler erinnert. Es hört jedoch nicht bei rhetorischen Übereinstimmungen auf, es gibt Parallelen von mehr Substanz. Vaterland stellt den derzeitigen »Ministerpräsidenten« der Ukraine, Arsenij Jazenjuk, der als Fanatiker bekannt ist. 2008 zog er die Aufmerksamkeit von Amnesty International auf sich. In einem Bericht über die Rechte von Lesben und Schwulen in Osteuropa wird er folgendermaßen zitiert (und damals galt seine Einschätzung zur Homo-Ehe als »konservativ«):

»Ich bin anderer Meinung. Hat ein Mann normale Ansichten, wird er als konservativ eingestuft. Aber diejenigen, die Drogen nehmen oder für Sodomie eintreten, die werden als fortschrittlich eingestuft. Das sind doch alles Perversionen.«

Im März 2013 schrieb LGBT Weekly:

»Der prominente ukrainische Oppositionspolitiker Arsenij Jazenjuk läuft Gefahr, die liberalen Anhänger seiner Partei Vaterland zu verprellen. Jazenjuk hatte kürzlich bei einer öffentlichen Veranstaltung die Homo-Ehe abgelehnt.

Jazenjuk war von einem Vertreter der westukrainischen LGBT-Gemeinde konfrontiert worden, der zu ihm sagte: ›Viele Menschen leben in Liebe, aber nicht im Einklang mit dem Gesetz. Versprechen Sie mir, dass Sie, wenn Sie Präsident werden, die gleichgeschlechtlichen Beziehungen legalisieren, und ich verspreche, dass alle Schwulen und Lesben für Sie stimmen werden.‹

Doch Jazenjuk, der Vaterland führt, so lange die Parteivorsitzende Julija Tymoschenko inhaftiert ist, machte seine Ablehnung der Homo-Ehe publik. Seine persönliche Meinung steht der politischen Position im Weg.«

Und während der Westen der Weltöffentlichkeit »jüdische« Kommentatoren präsentiert, die behaupten, die neue Regierung sei frei von Antisemitismus, häufen sich die Berichte, denen zufolge in den letzten zehn Jahren – dem Zeitraum, in dem der Westen die Ultrarechten gestärkt hat – die Furcht bei den ukrainischen Juden gewachsen ist. Nachdem der Versuch von Vaterland, bei den Wahlen 2010 an die Macht zu gelangen, gescheitert war, schrieb The Jewish Week einen interessanten Artikel (»Change For Ukraine, But Likely Not For Jews«).

 

Darin war die Rede davon, wie sehr die ukrainischen Juden einen Sieg von Vaterland fürchten, da sie die Partei für nationalistisch und antisemitisch halten. 2012 veröffentlichte Jewish News One den Bericht »Ukraine far-right Svoboda party anti-Semitism«, in dem aufgezeigt wurde, dass die Verkaufsmasche des Westens für seine Handlanger in Kiew bloß eine PR-Kampagne ist, die vertuschen soll, dass es sich mehr oder weniger um ein Nazi-Regime handelt.

 

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft?


Man sagt, wer aus der Geschichte keine Lehren zieht, ist dazu verdammt, die Fehler zu wiederholen. Offenbar hat ein großer Teil der Weltbevölkerung nichts daraus gelernt, dass die Geschichte zu einer nahezu identischen Wiederholung des Horrors des Zweiten Weltkriegs führt. Schon früher haben einige Beobachter gewarnt, dass eine Rückkehr des Faschismus nicht so offensichtlich wie bei Adolf Hitler und seinen Nazi-Legionen ablaufen werde. Dennoch gibt es in Kiew Neonazis, die den Hitlergruß zeigen, die Insignien der Nazis tragen und dieselben Akte brutaler Unterdrückung, politischer Einschüchterung und des Massenmords begehen, die typisch für Nazi-Deutschlands Marsch in den Untergang waren.

 

Wer begreift, dass sich die Geschichte wiederholt, und einsieht, dass die USA, die Europäische Union und das NATO-Militärbündnis dahinterstecken, muss alle aufklären, die das wieder erwachte Monster noch nicht erkannt haben.

 

 

 

 


 

 

 

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