Mittwoch, 26. April 2017
28.04.2016
 
 

Blau statt bunt: Staats- und Gesellschaftsordnung im Wandel

Torben Grombery

Die selbsternannten Eliten an den Schalthebeln der Macht und ihre willfährigen Helfer in den Redaktionsstuben haben zuletzt bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich fürchterlich Schiffbruch erlitten. Auch die dazugehörigen Meinungsforscher haben ihren letzten Rest an Glaubwürdigkeit in die Waagschale geworfen und versenkt. Der Wandel getragen vom Zeitgeist läuft auf Hochtouren. Was nun folgt wird schmutzig.

 

Der demokratische Seismograf der einstigen Volksparteien funktioniert längst nicht mehr. Das Volk wird seit geraumer Zeit in keinster Weise mehr mitgenommen und fühlt sich zur reinen Melkkuh degradiert. Diejenigen, die sich an dieser Melkkuh vom Allerfeinsten laben, ficht das nicht an. Ihren Bundespräsidenten dürfen die Deutschen nicht direkt wählen – in Bremerhaven noch nicht einmal den Oberbürgermeister. Unterdessen wird das Komplettversagen der selbsternannten politischen Eliten in nahezu allen Bereichen immer deutlicher. Sie haben das Volk vergrault und verloren. Doch es ist wie mit dem Geld an der Börse: Das Volk ist nicht weg – es befindet sich jetzt bei jemand anderem.

»Mitbestimmung statt Bevormundung« lautet die Devise der Zeit. Blau ist die Farbe der Zukunft. Die scheidenden Profiteure müssen sich deshalb so ganz allmählich von den Futtertrögen der Macht verabschieden. Denn ohne personelle Veränderungen in sämtlichen Bereichen wird dieser Wandel nicht möglich sein. Das wird naturgemäß nicht kampflos vonstattengehen. Und es wird schmutzig – richtig schmutzig. Die ersten Beweise dieser Tendenz liefert in diesen Tagen die angepasste Systempresse – auch Mainstreammedien oder bei Teilen des Volks schlicht »Lügenpresse« genannt.

 

So zeichnet das österreichische Blatt Die Presse nach einem Wahlsieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer ein ganz düsteres Bild von der Zukunft Österreichs: den Trump-Effekt nach der Bundespräsidentenwahl. Demnach beschäftigen sich seit dem Bekanntwerden der Wahlergebnisse viele Österreicher mit dem Thema Auswandern. Allen voran sei Kanada die neu auserkorene Heimat der unzähligen FPÖ-Gegner. Der dafür verantwortliche Redakteur mit dem Kürzel »bagre« erhielt prompt Antwort vom FPÖ-nahen Nachrichtenportal unzensuriert:

»Was ›bagre‹ ›vergessen‹ hat zu erwähnen, sind die Zahlenwerte zu dieser Grafik. Es waren nämlich nicht zehntausende vom Wahlergebnis geschockte Bürger, deren plötzlicher Gedanke Flucht vor Norbert Hofer und Auswandern war. In der Spitze waren es ganze 100! In den Tagen zuvor bewegte sich der Spitzenwert zwischen 15 und 52. Prozentuell gesehen kann man damit vielleicht eine Hofer-Panik herbeischreiben, in absoluten Zahlen entlarvt sich der Artikel allerdings schnell als das, was er ist. Auswandern ist immer ein Thema, Rundfunkanstalten machen damit sogar Programm.«

Im Vorfeld wurden in Österreich bereits die staatlichen Bahnmitarbeiter digital bevormundet. Tagelang war die Internetseite norberthofer.at des beliebten FPÖ-Kandidaten für alle Mitarbeiter der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) gesperrt. Die URL-Filterdatenbank hatte jeden Zugang zur Website des FPÖ-Präsidentschaftskandidaten auf tausenden bahneigenen Computern blockiert. Die Internetpräsenz des grünen Mainstream-Favoriten Van der Bellen hingegen konnte uneingeschränkt aufgerufen werden. Eine politische Einflussnahme wurde von der ÖBB-Generaldirektion umgehend dementiert. Kurz nach der Anfrage der Krone war die Domain von Norbert Hofer von den internen ÖBB-PCs wieder erreichbar.

 

Aus Deutschland folgte dem direktdemokratischen Votum der österreichischen Bevölkerung sogleich die erste Hässlichkeit. Dieses Mal vom stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Sozialdemokraten Ralf Stegner via Twitter:

 

Lediglich der mit Zwangsgebühren finanzierten heute show des ZDF gelang es unter dem Deckmantel der Satire – mit einer widerwärtigen Polemik aus der untersten Schublade –, den schlichten Stegner noch zu übertrumpfen, diesmal auf Facebook:

 

 

Der Abgesang der linksdominierten deutschen Presse auf die Zweite Republik ließ ebenso nicht lange auf sich warten. In den Redaktionsstuben beschäftigt man sich erwartungsgemäß nur noch mit der Frage: »Ist Blau das neue Braun?«

 

Einen höchstwahrscheinlich irreparablen Schaden haben sich derweil die Umfrageinstitute Österreichs mit ihren Prognosen zum Ausgang des ersten Wahlgangs der Bundespräsidentenwahl in der Alpenrepublik selbst zugefügt. Bis zur letzten Minute wurde beharrlich der »unabhängige« Kandidat und Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen nahezu unisono mit bis zu 27 Prozent an der Spitze taxiert. Um den zweiten Platz bei der Stichwahl sollten sich demnach FPÖ-Kandidat Norbert Hofer und die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss streiten.

 

Wie uns mittlerweile bekannt ist, konnte Norbert Hofer 35,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Der Abstand zum Zweitplatzierten Van der Bellen beträgt 14 (!) Prozentpunkte. Deutlicher konnten sich die Demoskopen nicht demaskieren.

 

Erklärungsversuche eines verantwortlichen Meinungsforschers im Video (ab Minute 9:10):

 

 

 

 

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