Freitag, 2. Dezember 2016
05.03.2016
 
 

Hitlervergleich: Grüne Bezirksrätin lässt tief blicken

Torben Grombery

Die selbsternannten Moralapostel der Grünen stehen stets an vorderster Front, um auf Andersdenkende mit dem Finger zu zeigen und selbst bei geringstem »Fehlverhalten« tiefgreifende Konsequenzen zu fordern. Bei eigenen Verfehlungen haben sie wie im Fall #Beckweg nicht einmal den Anstand, ein Bundestagsmandat niederzulegen. Jetzt hat die Wiener Bezirksrätin Sabine Beck (Grüne) mit einem unsäglichen Hitlervergleich auf sich aufmerksam gemacht.

 

»Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen«, sagte Helmut Schmidt – einer der letzten großen Sozialdemokraten – einst über Willy Brandts Visionen im Bundestagswahlkampf im Jahre 1980. Die Wiener Bezirksrätin Sabine Beck (Grüne) hingegen sieht das etwas anders: »Ich glaube, ohne Vision ist alles nichts - und nichts geht ohne das Prinzip der kleinen Schritte«.

 

Die umtriebige Bezirksrätin der Grünen in der österreichischen Hauptstadt Wien möchte gerne Einhundert Bäume in ihrem Wohnviertel Josefstadt anpflanzen, damit unsere Kinder in 30 Jahren in deren Schatten mit ihren Kindern spielen können – am liebsten auf einer autofreien Straße.

 

Auch einen syrischen Flüchtling hat die alleinerziehende Mutter eines siebenjährigen Sohnes schon bei sich aufgenommen. Insgesamt alles ganz prima.

 

Lediglich mit Andersdenkenden hat die Vorzeige-Grüne so ihre Probleme. Auf ihrer privaten Profilseite beim sozialen Netzwerk Facebook hat Sabine Beck jetzt zeitgleich zwei Bilder dem Album »Hunde der Zeitgeschichte« hinzugefügt und übereinandergestellt.

 

Auf dem oberen Bild ist der Parteivorsitzende der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), HC Strache, mit seinem ungarischen Jagdhund zu sehen. Auf dem unteren Bild ist Adolf Hitler mit einem deutschen Schäferhund abgebildet. Als »Hunde der Zeitgeschichte« findet die grüne Amtsträgerin die »Bildcollage« passend kategorisiert.

Auf die Frage einer weiteren Facebook-Nutzerin, was dieser Vergleich denn solle, antwortete Beck schlicht: »Ich poste halt keine Katzen«.

Die Funktionsträger der FPÖ, die sich permanent derartiger Anfeindungen ausgesetzt sehen, haben die Josefstädter Bezirksrätin Beck wegen dieser niveaulosen Bildcollage zwischenzeitlich wegen Verleumdung und Verstoßes gegen die Ehre und den Kredit angezeigt.

 

»Das ist eine unglaubliche Entgleisung der Grünen«, sagte der Klubchef der Wiener FPÖ, Dominik Nepp, gegenüber dem österreichischen Boulevardblatt Heute. »Frau Beck kann mit einer Unterlassungsklage von uns rechnen. Zudem erwarten wir eine öffentliche Entschuldigung«, fügte der FPÖ-Klubchef abschließend hinzu.

 

Erst vor wenigen Monaten im Zuge des Wiener Landtagswahlkampfes hatte eine Redakteurin vom größten österreichischen Nachrichtenmagazin Profil in einem Artikel mit ähnlichem Niveau über die Anhänger der FPÖ Folgendes veröffentlicht:

»Fehlt nur noch, dass Strache sagt, die Flüchtlingsströme seien von der Politik erzeugt und gesteuert, weil die Linken sich damit ihre Mehrheit sichern sollten. Strache sagt das heute nicht so deutlich, aber in der FPÖ ist man dieser Ansicht, und er spielt darauf an. Es ist zum Heulen: die Menschen, die ihm zukreischen, und wie sie aussehen.

Es sind die hässlichsten Menschen Wiens, ungestalte, unförmige Leiber, strohige, stumpfe Haare, ohne Schnitt, ungepflegt, Glitzer-T-Shirts, die spannen, Trainingshosen, Leggins. Pickelhaut. Schlechte Zähne, ausgeleierte Schuhe.

Die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten sind ein schönerer Menschenschlag. Und jünger. Und irgendwie schwant ihnen das, den abgearbeiteten, älteren Österreichern. Und sie werden sehr böse und würden die Flüchtlinge gern übers Meer zurück jagen.«

Und obwohl die Verfasserin dieser pauschalen Herabwürdigung von Menschen, Journalistin Christa Zöchling, – übrigens eine anerkannte Expertin für Rechtspopulismus – für diese Entgleisung vom Presserat gerügt wurde, wurde Zöchling anschließend mit dem Wiener Journalistenpreis ausgezeichnet.

 

Die grüne Wiener Bezirksrätin Sabine Beck hat vermutlich wegen der hohen Wellen, die ihre Bildcollage ausgelöst hat, unterdessen auf Facebook zu relativieren versucht:

»Hey, Mama, ich bin in der Heute....

Oder: Ich bin dann doch etwas überrascht, wie groß die Aufregung über zwei Hundefotos auf Facebook sein kann.

Vor ca. 24 Stunden habe ich diese beiden Fotos gepostet, Bereits heute lässt mir die FPÖ über die Heute mitteilen, dass sie mich klagen wollen.

Zur Klarstellung:

Ich habe in meinem Posting vom 3. März 2016 in keinster Weise die Personen Strache und Hitler miteinander verglichen, sondern lediglich auf die für mich auffälligen Parallelen in der Bildsprache hingewiesen.

Diese Auffälligkeit stach mir bereits am 18. Jänner ins Auge, dem Tag als HC Strache das Bild von seinem Hund auf seiner Facebookseite als Hintergrundbild installierte.

In einem demokratischen, freien Land muss es doch möglich sein, auf bildsprachliche Ähnlichkeiten auf offiziellen Fotos weltbekannter Persönlichkeiten hinweisen zu dürfen, ohne gleich per Klage bedroht zu werden.

Wenn dem nicht so ist, sollte dies der Augenblick sein, an dem wir alle, Hunde- Katzen- und Goldfischfreunde gleichermaßen, aufmerken sollten:

Denn dann ist die Meinungsfreiheit, als auch die künstlerische Freiheit bereits zu einem Zeitpunkt bedroht, zu dem noch immer demokratische Werte hoch gehalten werden.

Ich lasse mich nicht einschüchtern.

Und btw.: Ich mag Hunde. Wenn auch eher die Sorte ‪#‎Promenadenmischung‬.«

Meinungsfreiheit, künstlerische Freiheit und demokratische Werte – manchmal ist weniger eben mehr...

 

 

 

 

 

 

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