Saturday, 28. May 2016
18.10.2014
 
 

Jim Rogers findet auch: »Verkauft alles und rennt um euer Leben!«

Tyler Durden

In diesem hervorragenden Interview mit Erin Ade von Boom-Bust spricht Jim Rogers über viele Themen, von Bitcoin bis zur Schweizer Volksabstimmung zu Gold, vom China-Handel bis zur politischen Führung in Nordkorea. Rogers spricht über das Ende des Bullenmarkts in den USA und führt eine Reihe Faktoren bis hin zum Ende der quantitativen Lockerung an.

 

Weiter sagt er, er teile die Einschätzung von Albert Edwards, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, »alles zu verkaufen und um sein Leben zu rennen«, denn jetzt »spürt man die Konsequenzen (der Handlung der Fed)«.

Vor allem jedoch glaubt Rogers, dass die Abkehr vom Dollar dauerhaft sein wird, da die Sanktionen des Westens viele Länder dazu zwingen, Alternativen zu finden. Rogers Schlussfolgerung lautet einfach gesagt:

»Wir alle werden für dieses ständige Gelddrucken und Schuldenmachen einen furchtbaren Preis bezahlen.«


Über US-Aktien:

 

Der Bullenmarkt ist vorüber. Die Aktienkurse werden 20 Prozent fallen.

 

Die Marktbreite schwindet, was sich auch daran ablesen lässt, dass weniger Aktien Rekordhochs erreichen und über ihrem rollierenden 200-Tage-Durchschnitt notieren. Aktien mit geringerer Marktkapitalisierung haben bereits um über zehn Prozent korrigiert und nahezu die Hälfte des Nasdaq ist um 20 Prozent gefallen – wir sehen schon jetzt einen Bärenmarkt.

 

Wie geht es weiter? Das absolute Minimum ist die Konsolidierung. Abhängig von der Entwicklung der realen Wirtschaft könnte es schlimmer kommen.

»Alle Pensionspläne, Stiftungen etc. leiden, denn sie investieren in die Zukunft, müssen dabei aber feststellen, dass sich ihre Situation verschlimmert hat«, sagt Rogers.

 

Über die Fed:

»Wir alle werden für dieses ständige Gelddrucken einen furchtbaren Preis bezahlen …

Sie handeln zu Lasten der Menschen, die sparen und investieren.

Sie tun es, um die Menschen zu retten, die sich gewaltige Mengen an Kapital geliehen haben. Die Konsequenzen spüren wir bereits.«

Über die »Entdollarisierung«:

»Die Abkehr vom US-Dollar ist eine weitere Reaktion, die Russland durch die Sanktionen des Westens aufgezwungen wurde, seit Moskau im März die ukrainische Krim annektierte.«


Russland und Iran haben vereinbart, im gegenseitigen Handel mit ihren eigenen Landeswährungen zu bezahlen, anstatt den US-Dollar zu nutzen.

 

Eine Vereinbarung, mit Rial und Rubel zu handeln, wurde diesen Monat zwischen dem russischen Energieminister Alexander Nowak und dem iranischen Ölminister Bidschan Namdar Sangane getroffen.

 

Zuvor hatten Anfang September Russland und China vereinbart, den bilateralen Handel mit Rubel und Yuan abzuwickeln. Im Juni hatte Russland mit Nordkorea vereinbart, Handelsgeschäfte künftig in Rubel abzurechnen.

 

 

 

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Leser-Kommentare (11) zu diesem Artikel

20.10.2014 | 18:05

Mike Münster

Der Typ hat doch ne Maske auf (genau wie der FBI Chef letztens mit seinen Forderungen nach Backdoors). Wer da noch drauf reinfällt, dem ist nicht mehr zu helfen.


19.10.2014 | 07:41

Volker

@Deus ex Machina - Du kannst versuchen sozialistische Mises-Anhänger, von ihrem kommunistischen Theorien, ohne jedweden Praxisgehalt des Grenznutzens, abzubringen, aber viel Erfolg verspreche ich Dir bei dieser Sekte nicht. Der größte Triumph der Mengerianer wird sein, das der illegitimer “Nachfolger” seines Wirkens (Mises) und seine Jünger (nicht in der Persona selbst, sondern seine und ihre kruden sozialistischen Theorien) auf der Müllhalde der Geschichte landen.


18.10.2014 | 22:46

Silberner Goldbroiler

# "Deus ex Machina" (was auch immer das bedeutet): Sie stammeln wirres Zeug aber das bringt die freie Kommentierbarkeit so mit sich und ist natürlich trotzdem schützenswert: Auch geistige Tiefflieger beleben den Himmel, in diesem Sinne, nehmen Sie weder Wasser noch Gold mit in die Wüste sondern bleiben schlicht zu Hause.


18.10.2014 | 21:30

Greenhoop

@Deus ex Machina Weder die von Dir angesprochenen Experten noch Du selbst wissen was wann und wie kommt, alles ist möglich und diese Berichte sollten doch wohl nur als "Hinweis" gedacht sein, eine Anregung von vielen alert zu sein. Die vielen Berichte bei KOPP & Co. sind kein Fahrplan, sondern sollten lediglich als täglicher Weckruf verstanden sein. Ob Gold irgendwann noch den Wert haben wird den man sich jetzt davon erhofft ist genauso unbekannt, wie die Antwort...

@Deus ex Machina Weder die von Dir angesprochenen Experten noch Du selbst wissen was wann und wie kommt, alles ist möglich und diese Berichte sollten doch wohl nur als "Hinweis" gedacht sein, eine Anregung von vielen alert zu sein. Die vielen Berichte bei KOPP & Co. sind kein Fahrplan, sondern sollten lediglich als täglicher Weckruf verstanden sein. Ob Gold irgendwann noch den Wert haben wird den man sich jetzt davon erhofft ist genauso unbekannt, wie die Antwort auf die Frage, ob es Unruhen geben wird, eine EineWeltRegierung erschaffen wird, die Guidestones realisiert werden etc. - alles eine Frage der persönlichen Wahrnehmung und den daraus folgenden Konsequenzen, es gibt nicht die eine Wahrheit ausser der, dass das jetztige System korrupt ist und sich dem Ende zuneigt. GH


18.10.2014 | 20:34

Deus ex Machina

@ Erich Schlapphut: Ich weiß wirklich nicht, wo du Wirtschaftswissenschaften studiert hast, aber hier eine kleine Nachhilfestunde. 1. "Gold kann man nicht essen." Und auch nicht trinken. Wie ich an anderer Stelle bereits angemerkt habe: Angenommen, Person A mit einem Kilo Goldbarren trifft in der Wüste auf eine Person B mit einem Liter Trinkwasser, dann hilft der Person A der Goldbarren auch nichts, solange Person B ihr Trinkwasser nicht handeln will, es sei denn,...

@ Erich Schlapphut: Ich weiß wirklich nicht, wo du Wirtschaftswissenschaften studiert hast, aber hier eine kleine Nachhilfestunde. 1. "Gold kann man nicht essen." Und auch nicht trinken. Wie ich an anderer Stelle bereits angemerkt habe: Angenommen, Person A mit einem Kilo Goldbarren trifft in der Wüste auf eine Person B mit einem Liter Trinkwasser, dann hilft der Person A der Goldbarren auch nichts, solange Person B ihr Trinkwasser nicht handeln will, es sei denn, Person A erschlägt mit seinem Goldbarren Person B und dann hätte Person A beides: Goldbarren und Trinkwasser. Zum Beispiel; es könnte ja auch anders kommen. --- Du kluger Mensch, der Finanzmarkt funktioniert derzeit deswegen so "gut", weil es für das gedruckte Geld keinen Goldmantel gibt, sondern das Geld bis in alle Ewigkeit und bis in die höchste Höhe, ohne irgendeine "natürliche" Grenze gedruckt werden kann. Gold ist auch - wie Geld oder jedes andere Tauschmittel - nur soviel wert, wie man dafür eintauschen kann. Das ist das Grundprinzip des Handelns und des Wirtschaftens. Ob dieses Prinzip auf Gold oder auf Papiergeld oder auf Muscheln oder auf saubere Luft oder auf Mühlsteine mit einem Loch mittendrin beruht, ist für die Struktur des Wirtschaftens irrelevant - alles dies erfüllt innerhalb des Systems dieselbe Funktion. Daß man - wie Du sagst - "von Nichts sich nichts zu essen kaufen" könne, ist ein rechtliches Problem, aber kein wirtschaftliches, denn ich brauche nicht notwendigerweise etwas zu kaufen, um etwas zu essen zu haben. Wenn ich allerdings etwas zu Essen kaufen möchte, muß ich diejenige Zahlungsart wählen, die der Gesetzgeber dafür vorgibt: hierzulande: Bargeld (das einzige legale Zahlungsmittel; Giralgeld wird zwar akzeptiert, gilt aber beim Gesetzgeber nicht als legales Zahlungsmittel). Gold hat einen schöneren, verlockenderen Glanz als Öl, aber bitte schau in die Geschichte, wie viele Kriege auch deswegen geführt worden sind, um Gold zu erbeuten (der 2. WK mitsamt dem sog. "Nazi-Gold" ist wohl ein einschlägiges Kapitel des letzten Jahrhunderts, danach wurden Kriege vor allem des Öls wegen geführt, Stichwort: Petrodollar). --- 2. Konvertierungsgebühren? Wie lächerlich, wenn es sich um 100.000 oder gar um mehrere Millionen oder noch mehr handelt! Dreck drauf! Der Wechselkurs von Währungen war immer ein Gegenstand der Spekulation! Wer das nicht weiß und/oder nicht erkennt, hat von internationalen wirtschaftlichen Zusammenhängen keinerlei Ahnung. Vielleicht hilft ja der IWF, aber der hat noch wirklich nie geholfen, wirtschaftlich schwächere Länder auf die Beine zu helfen, sondern sie dort zu lassen, wo sie sind, damit die wirtschaftlich stärkeren Länder einen Wettbewerbsvorteil haben. --- Omnibus bonam noctem et vale!


18.10.2014 | 20:10

Daniel Grund

Ich würde immer noch unterscheiden zwischen Amerikanern, die für US-Bürger sprechen und Deutschen, die in Deutschland leben. Wo sollen wir denn hinrennen, nachdem wir alles verkauft haben. Das ist schierer Blödsinn. Der Mensch braucht ein Stück Land von dem er sich ernähren kann. Ansonsten gibt es noch den Wald. Die Gesellschaft wird deswegen nicht aufhören zu existieren. Es wird nur der üppige Wohlstand sinken. Die letzten 60 Jahre waren eine absolute Ausnahmeerscheinung in der...

Ich würde immer noch unterscheiden zwischen Amerikanern, die für US-Bürger sprechen und Deutschen, die in Deutschland leben. Wo sollen wir denn hinrennen, nachdem wir alles verkauft haben. Das ist schierer Blödsinn. Der Mensch braucht ein Stück Land von dem er sich ernähren kann. Ansonsten gibt es noch den Wald. Die Gesellschaft wird deswegen nicht aufhören zu existieren. Es wird nur der üppige Wohlstand sinken. Die letzten 60 Jahre waren eine absolute Ausnahmeerscheinung in der Geschichte Europas. Nicht mehr und nicht weniger.

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