Tuesday, 22. May 2012
16.02.2008
 

»Der Spion, der mich liebte« – Eine Filmszene wird Realität

Udo Ulfkotte

»Der Spion, der mich liebte« – das war der zehnte Film aus der James-Bond-Reihe, gedreht von Lewis Gilbert in den Jahren 1976 und 1977. Der Film hatte am 26. August 1977 Premiere in Deutschland. Und in ihm spielte ein futuristisches Fahrzeug eine Rolle – das nun auf der Automesse in Genf Realität wird ...

In dem James-Bond-Film steht die Welt am Rande eines Weltkrieges: Ein sowjetisches und ein britisches Atom-U-Boot sind verschwunden, und jede Großmacht bezichtigt die andere des Diebstahls. James Bond soll den Krieg verhindern. Auch die Sowjets beauftragen eine Spionin, Major Anya Amasova (Deckname „Triple X“), mit der Untersuchung des Vorfalls. Nachdem beide zunächst gegeneinander arbeiten, raufen sie sich schließlich zusammen, um den Fall gemeinsam zu lösen. Als Anya jedoch herausfindet, dass Bond ihren Geliebten erschossen hat, schwört sie, ihn nach Erledigung des Auftrages zu töten. Hinter den U-Boot-Entführungen steckt Stromberg, ein Sonderling „mit Schwimmhäuten zwischen den Fingern“, der in seiner Kommandozentrale, der Unterwasserstadt Atlantis, wohnt. In diesem James Bond Film gibt es ein Auto, das fahren, schwimmen und tauchen kann.

 

Inzwischen ist das Fahrzeug keine Fiktion mehr. 30 Jahre nach dem Agententhriller kommt nun mit „sQuba“ das erste Fahrzeug, das bis zu zehn Meter tief tauchen und zugleich auf den Strassen rasant schnell fahren kann, auf den Markt. Mit dem „sQuba“, dem ersten alltagstauglichen Tauch-Fahrzeug der Welt, wird der James-Bond-Traum für Autosalon-Besucher in Genf (vom 6. bis 16. März 2008) Wirklichkeit. Dem 52 Jahre alten James-Bond-Fan und Rinspeed-Boss Frank M. Rinderknecht, bekannt für seine ausgefallenen Autoenwürfe, hatte die Filmszene seit 30 Jahren nie ruhen lassen. Nun hat er das Fahrzeug nachgebaut.

 

 

 

Das Auto ist wasserdicht und druckresistent. Und es bewegt sich wie ein Fisch im Wasser. Drei Motoren sind im Heck untergebracht. Einer sorgt für den Antrieb an Land, zwei treiben die Propeller für die Unterwasserfahrt an. Unterstützt werden sie durch zwei leistungsstarke Seabob-Jetantriebe im Bug, die durch Drehlamellen von HS Genion (zum Öffnen und Schließen der Wasserzufuhr) „atmen“.  Die ausdauernde Stromversorgung stellen Lithium-Ionen-Akkus sicher. Der „sQuba“ ist ein „zero-emission-car“ – wie es auch das automatisch drehbare Nummernschild am Heck anzeigt –, denn er produziert keine Abgase.

 

 

 

Kreuzt also künftig eine Wasserfläche den Weg des neuen Amphibienfahrzeugs, dann ist es völlig überflüssig, auf die passende Fähre zu warten …

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