Friday, 30. September 2016
14.01.2009
 
 

EU-Geheimprojekt: Autofahrer und Fahrzeuge sollen bei allen Bewegungen ausspioniert werden

Udo Ulfkotte

Mehr als acht Millionen Euro investiert die Europäische Union in ein »Zukunftsprojekt«, das Autofahrer kennen sollten. In Finnland, Frankreich und Deutschland laufen Pilotprojekte, um Autofahrer lückenlos zu überwachen. Ein winziger Chip in neuen Nummernschildern macht das möglich. Vor fünf Jahren benutzte eine Computrzeitschrift eine solche Vision noch für einen Aprilscherz. Heute ist das alles Realität.

Vor etwa fünf Jahren überraschte die Computerfachzeitschrift c`t ihre Leser mit einer Botschaft, die bei Fachleuten nur müdes Grinsen hervorrief: TÜV-Plaketten, so hieß es da, würden nun mit drahtlos auslesbaren RFID-Identifikationschips versehen und ermöglichten nicht nur die Maut-Abrechnung, sondern auch die flächendeckende Geschwindigkeitsüberwachung. Das war im Jahre 2004 allerdings ein Aprilscherz. Und die c`t-Redaktion hat sich wohl kaum vorstellen können, dass aus dem Aprilscherz in abgewandelter Form schon bald Realtität werden könnte.

Zwei Jahre nach dem deutschen Aprilscherz-Arikel führte Malaysia flächendeckend neue Kennzeichen ein. Die Kennzeichen haben in Japan entwickelte RFID-Chips, die jede Bewegung der Fahrzeuge dokumentieren. Die Chips enthalten Informationen über den Halter und die Fahrzeugdaten. Und sie können auf eine Entfernung von bis zu 100 Metern und einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometer ausgelesen werden. Die Kennzeichen heißen in Malaysia E-Plate und sie sollen dort Fahrzeugdiebstähle verhindern helfen.

Inzwischen gibt es auch in mehreren europäischen Staaten Pilotprojekte zur effizienten Überwachung des Straßenverkehrs mithilfe von in die Nummernschilder eingebauten RFID-Chips, etwa in Großbritannien. In London erprobt man die Long-Range-RFID-Chips in Nummernschildern für den Zugang zum mautpflichtigen Innenstadtbereich der City. Und in Finnland, Frankreich und Deutschland laufen Pilotprojekte, um Autofahrer lückenlos zu überwachen. Die E-Plates sollen künftig Bewegungsprofile von Fahrzeughaltern erstellen. Wer etwa vor Gericht behauptet, an einem bestimmten Tag nicht an einem bestimmten Ort gewesen zu sein, der wird es künftig schwerer haben. An vorderster Stelle aber soll das Eintreiben von Geld stehen: Die E-Plates der EU sollen dabei helfen, vollautomatisch Abstandsmessungen und Geschwindigkeitskontrollen vorzunehmen und bei Verstößen vollautomatisch Bußgeldbescheide an die Fahrzeughalter verschicken. Auch in den Vereinigten Staaten und in Kanada werden die europäischen Entwicklungen genau beobachtet – und es gibt erste amerikanische Bundesstaaten, die das RFID-Kennzeichensystem aus Europa übernehmen.

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