Exxon/Mobile evakuiert Mitarbeiter aus dem Süden Nigerias
Udo Ulfkotte
Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat der amerikanische Ölkonzern Exxon/Mobile am 11. November 2007 damit begonnen, seine Mitarbeiter aus dem Süden Nigerias zu evakuieren.
In den Tagen zuvor hatten 60 schwer bewaffnete Banditen mehrere Stunden lang ein Ölverladeterminal beschossen, ein Polizeiboot gesprengt, zwei weitere Boote schwer beschädigt und eine schwangere Frau erschossen. Es handelte sich um den dritten schweren Angriff auf ein Ölterminal im Süden Nigerias seit September.

Militante in Nigeria
Nigeria hat vor dem Hintergrund von Rebellenangriffen derzeit tägliche Lieferausfälle von bis zu 400.000 Barrel.
Unterdessen übernehmen Militante in einem eher unbekannten neuen Erdölexportland die Taktik der nigerianischen Banditen: im Jemen. In der Shabwah-Provinz sind östlich der Hauptstadt Sanaa allein seit Anfang November zwölf Menschen bei Kämpfen (unter den Getöteten sind auch Ukrainer) ums Leben gekommen. Die Jemeniten fordern Arbeitsplätze und Wegezoll und eine Teilhabe an den Erlösen des Ölverkaufs. Ebenso wie die Banditen in Nigeria fordern sie den Ausbau der Infrastruktur, den Bau von Schulen und Krankenhäusern – Aufgaben, für die eigentlich die Regierung zuständig wäre. Im Jemen gibt es nach Angaben aus Sicherheitskreisen deutliche Anzeichen dafür, dass die Militanten sich Al Qaida anzuschließen gedenken.
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