Freitag, 9. Dezember 2016
02.12.2015
 
 

Hurra: Neuer Service für faule Journalisten

Udo Ulfkotte

Journalisten haben es in unseren gleichgeschalteten Medien schwer. Zumindest sehen sie das selbst so. Denn sie müssen immer wieder Seiten oder Programme füllen und sich dann auch noch mit nervenden Bürgern herumschlagen. Doch jetzt gibt es die Erlösung.

 

Viele Journalisten fragen sich, wie sie noch weniger arbeiten können und andere mehr für sich arbeiten lassen können. Dafür gibt es jetzt einen neuen Service. Der heißt »Response Source«.

 

Da können Journalisten der Leitmedien (also PR-Wiesel) und Lobbyisten kostenlose Anfragen stellen und sich Antworten auf Themenfragen erarbeiten lassen.

 

Für Lobbyisten ist das nur in der Probephase kostenlos, für Journalisten angeblich auch auf Dauer. Im Ausland arbeiten ja schon viele »Journalisten« mit »Response Source«. Medienprofis können so geschickt ihre Botschaften unters Volk bringen – und Journalisten können noch etwas fauler sein, weil ihnen ein Teil der Arbeit abgenommen wird.

 

Beim einst so angesehenen Spiegel muss jetzt jeder fünfte Journalist gehen. Ob die künftig solche Stellen durch den neuen Service für faule Redakteure ersetzen werden? Man darf gespannt sein, was sich gekaufte Journalisten in Zukunft noch alles einfallen lassen werden.

 

 

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