KOPP EXKLUSIV: Wie bei der jüngsten Terror-Befreiungsaktion in Bombay israelische Geheimtechnologie eingesetzt wurde
Udo Ulfkotte
Am 29. November 2008 haben indische Sicherheitskräfte nach zwei Tagen in der Metropole Bombay die verheerende Anschlagsserie beendet. Die indischen Sicherheitskräfte haben zum Teil noch Gewehre, die aus dem Ersten Weltkrieg stammen. Aber sie haben beim Vorrücken mit ihrer doch eher altertümlichen Ausrüstung an Orten wie dem Hotel »Taj Mahal« auch modernste israelische Geheimtechnologie eingesetzt. Und die hat erstaunliche Fähigkeiten.
Seit den 1960er-Jahren gibt es in James-Bond-Filmen immer wieder mal »Geheimtechnologie«, mit der Superagent 007 angeblich durch dicke Wände schauen kann – Technologietüftler »Q« macht es angeblich möglich. So hat es denn seit den 1960er-Jahren auch immer wieder Spekulationen darüber gegeben, ob Militärs und Geheimdienste nicht insgeheim eine Technologie entwickelt haben, mit der sie auch durch meterdicken Beton »sehen« können. Bis zum Jahre 2008 war es reine Spekulation, ob es eine solche Technologie tatsächlich gibt oder nicht. Doch erst seit Mai 2008 ist aus dem Wunschdenken Realität geworden. Das israelische Unternehmen Camero hat zu jenem Zeitpunkt den »Xaver 400« auf den Markt gebracht. Die offizielle Präsentation seiner Fähigkeiten kann man sich im Internet bei YouTube anschauen.
Schon wenige Tage nach der eher ungewöhnlichen Präsentation bei YouTube hatten die wichtigsten Sondereinsatzkommandos der Welt – und auch Geheimdienste – den »Xaver 400« zur Probe bestellt. Die Testergebnisse verblüfften alle und übertrafen auch alle Erwartungen. Fakt ist, dass der nur 2,5 Kilogramm schwere »Xaver 400« durch bis zu acht Meter dicke Betonmauern blicken kann. Auf einem LCD-Bildschirm zeigt er live an, was sich hinter der Mauer abspielt. Die Geheimtechnologie stört es nicht, ob der Beton oder das Mauerwerk mit dicken Stahlplatten, Aluminium oder Strahlen absorbierenden Stoffen versetzt wurde. Das Gerät überzeugte die Einkäufer der Sondereinsatzkommandos sofort – und auch die Inder bestellten mehrere Geräte. Seit Juni 2008 testeten die Inder das Gerät und erkundeten die theoretischen Einsatzmöglichkeiten.
Niemand konnte voraussehen, dass der »Xaver 400« im November in Zusammenhang mit den schlimmen Anschlägen in Bombay weltweit seine erste Bewährungsprobe haben würde. Überall dort, wo Menschen von den Terroristen als Geiseln festgehalten wurden, setzten die Inder zunächst den »Xaver 400« auf die Wand – bevor sie die Zimmer erstürmten. Weil es nur zwei Geräte gab und an zehn Orten in vielen Zimmern Terroristen vermutet wurden, dauerte die ganze Aktion zwei Tage. In Sicherheitskreisen ist das Interesse an diesem Gerät nun gestiegen – und man hat nach diesem erfolgreichen Praxistest auch gleich noch eine weitere Einsatzmöglichkeit entdeckt: das schnelle Auffinden von Personen, die nach Erdbeben unter meterdicken Betonbrocken oder Mauern verschüttet wurden.
Der einizige in Bombay lebend gefasste Terrorist – ein 24 Jahre alter Mann – wird derzeit mit einer anderen »Geheimdienst-Waffe« behandelt – man hat ihm ein umstrittenes und in fast allen Demokratien verbotenes »Wahrheits-Serum« injiziert. Damit soll die Frage geklärt werden, ob die Terroristen tatsächlich aus dem Nachbarland Pakistan gesteuert wurden. Würde das offiziell bestätigt, dann brächte das die beiden verfeindeten Staaten wieder einmal einem Krieg näher. In der indischen Bevölkerung wächst underdessen der Hass auf die Pakistaner.
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