Thursday, 26. May 2016
10.09.2010
 
 

Washingtons Doppelzüngigkeit: Amerikanische Soldaten müssen christliche Bibeln verbrennen

Udo Ulfkotte

Sitzen Sie gut? Dann atmen Sie jetzt noch einmal ganz tief durch: Die amerikanische Regierung hat ja gerade erst das Vorhaben einiger Christen, die am 11. September 2010 einen Koran verbrennen wollen, scharf kritisiert. Sowohl Präsident Obama als auch Außenministerin Clinton sprachen davon, dass damit die religiösen Gefühle von Muslimen »beleidigt« werden könnten. Und weltweit stimmen die Medien in diese Beurteilung ein. Das ist die eine Seite. Doch Washington hat unlängst Bibeln verbrennen lassen. Irgendwie haben das alle inzwischen vergessen.

Die in den USA für den 11. September 2010 geplante Koran-Verbrennung könnte nach den Worten von Präsident Barack Obama zu Selbstmordanschlägen durch Islamisten in Amerika und in Europa führen. Obama verurteilte die Aktion daher ebenso wie Außenministerin Clinton. Am Donnerstag warnte auch ein amerikanischer Bischof in Paris vor den möglichen schwerwiegenden Folgen für die in muslimischen Staaten lebenden christlichen Minderheiten.

Es ist wahrlich interessant, welche Gedanken sich Menschen darüber machen, dass ein brennender Koran Muslime beleidigen könnte. Denn Washington hat im vergangenen Jahr die Verbrennung von Bibeln gut geheißen, der Fall: Amerikanische Christen hatten Bibeln in den afghanischen Landessprachen Pashtu und Urdu drucken lassen und diese nach Afghanistan geschickt. Die amerikanische Armee musste die Bibeln dann beschlagnahmen und auf dem US-Stützpunkt Baghram Air Base in Afghanistan verbrennen, weil alles andere die Afghanen angeblich beleidigt hätte. Das öffentliche Verbrennen der von Amerikanern gespendeten christlichen Bibeln wurde offiziell angeordnet. Es gab nicht den geringsten Protest gegen diese Aktion. Man darf also ungestraft das Verbrennen von Bibeln anordnen. Wir nehmen das hin. Denn Christen sind in dieser Welt schon längst zu Menschen zweiter Klasse geworden. Politiker und Journalisten regen sich nur dann auf, wenn die Religion von Menschen erster Klasse – Muslimen - »beleidigt« wird. Einen Koran darf man nicht ungestraft verbrennen, eine Bibel schon.

Unterdessen hat der amerikanische Pfarrer Terry Jones eingelenkt. Nach Angaben der Deutschen Presse Agentur (DPA) vom heutigen Morgen ist der Geistliche bereit, über die geplante Koran-Verbrennung zu sprechen. Die Veranstaltung sei nicht abgesagt, sondern zunächst ausgesetzt, hieß es.

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