Vorsicht: Neuer Trojaner infiltriert Bankkonten ohne Passwort
Udo Ulfkotte
Ein neuer Windows-Trojaner ermöglicht es Kriminellen aus Osteuropa, Geld von IHREM Bankkonto abzuheben, ohne Zugriffsdaten wie Passwort, Benutzernamen, PIN oder TAN zu haben. OddJob heißt der Trojaner, vor dem jetzt von Brasilien bis Großbritannien gewarnt wird. Dabei zielt er künftig vor allem auf Länder wie Deutschland, wo man allerdings noch nicht auf ihn aufmerksam geworden ist.
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In Dänemark, Polen und den Vereinigten Staaten ist der neue Windows-Trojaner bei Surfern inzwischen weithin bekannt. Ganz anders in Deutschland. Dort wurde er bislang noch nicht aktiv, weil er sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Er wird aber derzeit von den Kriminellen auch auf deutsche Banken abgestimmt: Kriminelle, die in Osteuropa sitzen, haben wohl bald schon auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz leichtes Spiel.
OddJob schleicht sich wie ein blinder Passagier beim Onlinebanking ein, OddJob greift die Token ab, mit denen Banken ihre Benutzer identifizieren. Davon merkt der Kunde allerdings nichts. Er weiß nicht, dass die Kriminellen all das sehen können, was er bei der Onlineüberweisung auch auf dem Bildschirm sieht. Schlimmer noch: Beendet der Kunde sein Onlinebanking, dann hält OddJob die Sitzung weiter offen, die Kriminellen können sich also selbst Geld überweisen. Der Benutzer glaubt nämlich nur, dass er sich von der Sitzung abgemeldet habe, OddJob verhindert unbemerkt das Logout.
Bislang ist kein Schutz vor OddJob möglich, weil die Konfiguration des Schädlings keine Spuren auf der Festplatte hinterlässt. Es scheint das perfekte Verbrechen zu sein: Ein Kunde wäre dann nach dem Onlinebanking ganz sicher der Verlierer, weil die Malware auch Fachleute noch vor Rätsel stellt).
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