Was Sie heute wirklich gelesen haben müssen
Udo Ulfkotte
Während unsere »Qualitätsmedien« uns journalistischen Einheitsbrei vorsetzen, der die Bürger ruhig halten und von brisanten Dingen ablenken soll, geschehen in der Welt wichtige Dinge: Windfarmen tragen nach einer großen US-Studie zur Erderwärmung bei, die islamische Republik Iran fordert jetzt offiziell einen »Völkermord an allen Juden«, die neuen demokratischen Libyer reißen einem Diplomaten die Nägel aus und foltern ihn zu Tode und die Chinesen haben Hinrichtungsquoten, damit es genügend Organe für Transplantationen gibt.
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Windräder gelten als ökologisch wertvoll. Angeblich, so die politisch korrekte Auffassung, bremsen wir mit ihnen die angebliche Erderwärmung. Deshalb haben wir allein in Deutschland schon mehr als 23.000 Windräder aufgestellt. Doch jede Woche gibt es neue große internationale Studien, die über die Schattenseiten der Windenergie berichten. Und nun sagen renommierte Wissenschaftler
der Universität von Illinois: Windfarmen tragen zur Erderwärmung bei. Natürlich berichten unsere Qualitätsmedien über nicht eine dieser aktuellen Studien. Wie auch. Es läuft ja nicht über die Propagandaticker der großen Nachrichtenagenturen.
Während unsere Medienvertreter fleißig Tickermeldungen über Tote in Syrien verbreiten, fordert die iranische Regierung in Form des geistigen Führers Ajatollah Chamene‘i nun ganz offiziell die weltweite »Ausrottung aller Juden«. Diese offizielle Aufforderung zum Völkermord an allen Juden der Welt, verbreitet auf der unter Chamene‘is Einfluss stehenden iranischen Webseite Alef, ist jetzt offizieller Bestandteil der iranischen Militärstrategie und ein Befehl für die iranische Armee. Deutsche Journalisten haben keine Zeit dafür, sich mit solchen Nachrichten zu beschäftigen. Schließlich müssen sie politisch korrekt berichten. Und was da gerade in Teheran passiert, das passt nicht in ihr Weltbild.
Nicht anders ist es in Libyen: Die freiheitsliebenden Revolutionäre haben einem Diplomaten die Nägel ausgerissen und ihn zu Tode gefoltert. Seitdem Libyen durch angeblich demokratische Kräfte »befreit« wurde, berichten unsere Qualitätsjournalisten kein kritisches Wort mehr. Vom Iran über Libyen bis hin nach Ägypten überall das gleiche Bild: Muslime schüren Unruhe und Hass, trotz des »arabischen Frühlings«.
Unterdessen wird Deutschland islamisiert. Einschulungs»gottesdienste« finden jetzt immer öfter in Moscheen und in türkischer Sprache statt. Schließlich müssen die deutschen Kinder auf die nahende Zukunft politisch korrekt vorbereitet werden. In Rheinland-Pfalz soll der islamischen Scharia durch die SPD-geführte Regierung endlich mehr Respekt verschafft werden. Unterdessen werden die linken Gutmenschen Opfer ihrer Politik wie gerade in Berlin, wo Kurden linke »Antifaschisten« mit Baseballschlägern überfallen haben. Das erstaunt die Linken – sie verstehen ihre kleine Welt nicht mehr. Natürlich schauen die politisch korrekten Medien weg. Sie wissen
nicht, was sie da berichten sollen, schließlich schreiben die linken Opfer selbst zu den Angreifern: »Da es sich weder um Nazis noch um Bullen handelt, sind die üblichen aktionistischen Mittel nicht anwendbar. Wir werden auf euch zukommen und um Unterstützung bitten, wenn wir wissen, wie ihr uns helfen könnt.«
Besonders verwunderlich ist die politisch korrekte Blindheit deutscher Journalisten derzeit in Hinblick auf Griechenland. Alle – beispielsweise die politisch korrekten Spiegel-Schreiber – berichten groß über die Finanznot der Griechen. Nicht einer berichtet, dass die Griechen und Russen (zwei christlich-orthodoxe Länder) Gespräche darüber führen, den Russen Zugang zum Mittelmeer mit einem Hafen zu verschaffen und Athen in die GUS aufzunehmen. Seit Wochen gibt es hinter den Kulissen in Moskau und Athen immer wieder einmal diskrete Gespräche darüber, wie die Russen Griechenland finanziell helfen könnten, wenn die EU den Geldhahn abdreht. Unsere Qualitätsjournalisten bekommen davon offenbar einfach nichts mit. Anders formuliert: Spiegel-Leser wissen weniger.
Unterdessen gibt es Quoten für Hinrichtungen in China, damit es genügend Organe für Transplantationen gibt. Das alles ist nicht neu, das amerikanische Magazin Weekly Standard schildert nur einfach einmal, wie die Chinesen Menschen, die ihnen politisch nicht genehm sind, zwecks Ersatzteilbeschaffung lebend ausschlachten: Christen, Tibeter, Uiguren. Und es sind nicht etwa Einzelfälle, sondern wir sprechen von Hunderttausenden. Und natürlich verschweigen unsere Qualitätsmedien uns auch das. Wer also außerhalb der journalistischen Propaganda-Einheitssülze einmal die Welt und ihre Geheimnisse erkunden möchte, der sollte sich dort informieren, wo es keine Scheuklappen und Ängste vor politischer Inkorrektheit gibt.
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