Weltneuheit für die sichere Feldarbeit: Gepanzerter Traktor
Udo Ulfkotte
Während in Europa Milchbauern auf den Straßen für die Erhöhung der Milchpreise demonstrieren und dabei mitunter von Bürgern angepöbelt werden, haben Landwirte in vielen unruhigen Teilen der Welt ein Sicherheitsproblem. Sie werden angegriffen oder gleich erschossen. Die Bauern in Krisengebieten können nun aufatmen – es gibt den ersten gepanzerten Traktor für die Feldarbeit.
Selbst auf einem Gefechtsfeld können israelische Bauern künftig unbesorgt arbeiten. Vor umherfliegenden Kugeln und im Boden vergrabenen Minen schützt sie zukünftig der Memuga, ein Traktor mit Vollpanzerung, kugelsicheren Scheiben und einer Fernbedienung. Damit kann der Bauer das Gefährt im Bedarfsfalle dann sogar aus sicherer Entfernung bedienen.
Mifram hat den gepanzerten Traktor in Zusammenarbeit mit dem israelischen Militär entwickelt. Zum Einsatz kommen soll er zunächst entlang der Grenze zum Gaza-Streifen. Angeblich hält er sogar leichtem Raketenbeschuss stand. Basis der Geräteentwicklung ist der amerikanische Traktor John Deere. Im Internet gibt es auch schon ein erstes Video dazu.
Der Bedarf für solche Traktoren dürfte groß sein, denn die Zahl der Kriege und Bürgerkriege auf der Welt nimmt nicht ab, sondern zu. Neben den bekannteren Kriegsgebieten wie dem Irak und Afghanistan toben Kriege und Bürgerkriege in mehr als 40 Staaten der Welt. Fast alle diese Krisengebiete liegen in der Dritten Welt, vor allem in Afrika und Asien. Fast überall geht es um Macht, Ressourcen oder Sezession: Der innerstaatliche Konflikt hat die zwischenstaatliche Auseinandersetzung abgelöst. Die Welt wird offenkundig nicht friedlicher. Dauerkrisen haben an Intensität gewonnen, politische Konflikte unterhalb der Schwelle eines Krieges zugenommen. Und das trifft eben auch die Landwirtschaft.
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