Wie die CIA und der Dalai Lama die Unruhen in Tibet schüren …
Udo Ulfkotte
Die Proteste in Tibet haben die chinesische Regierung völlig unvorbereitet getroffen. Dabei waren sie von langer Hand vorbereitet, denn der Dalai Lama und die CIA arbeiten seit Jahrzehnten schon eng zusammen ...
Das Directorate of Operations ist eine der geheimsten Ableitungen des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA. Auch unter dem Namen National Clandestine Service bekannt, fördert es Aufstände in Diktaturen, unterstützt (insgeheim) oppositionelle Radiosender und stattet Rebellen mit Finanzmitteln aus. Seit 1956 ist die CIA in Tibet aktiv. Der blutige Aufstand der Tibeter im Jahre 1959, bei dem Zehntausende ihr Leben verloren (und der Dalai Lama ins Exil flüchtete), war die erste große Operation der CIA in Tibet. Es war die CIA, die nach der Flucht des Dalai Lama in Camp Hale (nahe Leadville) im Bundesstaat Colorado das erste militärische Ausbildungslager für die Kämpfer des Dalai Lama errichtete. Während der Dalai Lama in der Öffentlichkeit das Bild eines weisen und friedfertigen religiösen Oberhauptes pflegte, bereiteten sich seine Anhänger auf den Guerrilla-Krieg gegen die Chinesen in Tibet vor. Die CIA bezahlte, die CIA unterrichtete – und der Dalai Lama lächelte milde in die Fernsehkameras.
"St. Circus" war der Deckname einer Geheimoperation der Tibet-Guerilleros, bei der chinesische Sicherheitskräfte in Tibet regelmäßig Opfer von Anschlägen wurden. Nach dem indo-chinesischen Krieg 1962 halfen auch die Inder bei der Ausbildung tibetischer Guerilleros. In ihrem Buch The CIA's Secret War in Tibet führen die Autoren Kenneth Conboyx und James Morrison detailliert die ganze Bandbreite der subversiven Taktiken auf, in denen die Tibeter von der CIA geschult worden waren. Doch das Bild des stets friedfertig lächelnden Dalai Lama ließ solche (wahren) Geschichten schnell in Vergessenheit geraten. Erst im Februar 1972 – nach einem Treffen von Präsident Nixon und der chinesischen Führung – fuhren die Amerikaner die direkte Unterstützugn für die Exil-Tibeter zurück, zumindest in der Öffentlichkeit. Doch der Aufstand vom Oktober 1987 in Tibet zeigte, dass die CIA ihre Anstrengungen in Wahrheit nicht aufgegeben hatte.

China ist aus amerikanischer Sicht weiterhin ein Hauptfeind im internationalen Kräftespiel – militärisch und vor allem wirtschaftlich. Und es ist ein Ziel des Weißen Hauses, diesem Feind Schwierigkeiten zu bereiten. Die herannahenden Olympischen Spiele, bei denen die Aufmerksamkeit der Welt auf China gerichtet sind, bieten einen willkommenen Anlass, um die Tibet-Frage und die von der CIA unterstützten Aufstände wieder einmal in den Focus der Weltöffentlichkeit zu bringen. Aus den Rüstungsbeständen des früheren Ostblocks hat die CIA in den vergangenen drei Jahren Zehntausende Kleinwaffen nach Tibet schmuggeln lassen, peinlich darauf bedacht, das es keine verwertbaren Hinweise für die Unterstützung der Tibeter druch die CIA gibt. Seit nunmehr 52 Jahren finanziert und födert die CIA den Dalai Lama und dessen Anhänger. Und wie es scheint, bereiten sich beide wieder einmal darauf vor, die chinesische Vorherrschaft in Tibet gewaltsam in Frage zu stellen. Doch vor den Fernsehkameras wird der Dalai Lama – wie immer – nur friedfertig lächeln, denn diese Taktik hat sich in Jahrzehnten immer wieder bewährt ...
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