Unter dem Vorwand, Patienten an die verordnete Einnahme ihrer Medikamente erinnern zu wollen, werden in Großbritannien bis Ende 2012 Medikamente mit einem neuen Mikrochip namens Helius oder Raisin Personal Monitor ausgestattet. Der Chip wurde von der kalifornischen Firma Proteus Biomedical entwickelt. Anscheinend trauen es die Mächtigen den britischen Bürgern nicht zu, ihre Medizin ohne Überwachung einzunehmen. Durch die zusätzliche Helius-»Smart Pill« wird den Menschen das Recht genommen, selbst darüber zu bestimmen, auf welche Weise sie für ihre Gesundheit sorgen. Und wozu wird diese »neue« medizinische Technik wohl sonst noch eingesetzt werden?
Vom Bundespräsidenten Wulff verlangen Journalisten »vollständige Transparenz« und die Offenlegung aller geldwerten Vorteile. Die Vertreter der vierten Gewalt selbst langen derweil ungeniert zu.
Ja, das Leben kann manchmal hart sein. Da kämpft Deutschlands bekannteste Feministin Alice Schwarzer jahrelang für den FMT (wer das noch nie gehört hat: FrauenMedienTurm), und nun machen ihr ausgerechnet die roten und grünen NRW-Regierungsdamen einen Strich durch die hohe Rechnung und streichen ihr fast alle Unterstützungsgelder. Wie bitte? Zoffen sich jetzt auch schon die Feministinnen untereinander? Sieht ganz so aus. Sieht auch so aus, dass Schwarzer die Geister, die sie einst rief, nicht mehr los wird: Starke Frauen. Alice aus dem Genderland will sich das natürlich nicht gefallen lassen, deswegen krakeelt die Siebzigjährige nun ganz öffentlich, ganz strikt und ganz bestimmt gegen die rot-grünen Politikerinnen. Denn der Turm ist offenbar die letzte Hoffnung ihres misslichen Lebenswerks.
Auf die historischen Leistungen der Männer hat ein Großangriff begonnen: Dass immer mehr Frauen nach Extremleistungen streben, ist kein Zufall, sondern Politik. Egal, ob Bergsteigen, Segeln oder Südpol: Überall, wo plötzlich Frauen nach Rekorden gieren, ist ihnen die Aufmerksamkeit der Medien sicher. Oft funktionieren die neuen »Rekorde« jedoch nicht ohne mediale Trickserei und Etikettenschwindel. Jüngstes Beispiel: Das holländische Segelgör Laura Dekker und seine »Einhand-Weltumseglung«.
»Big brother is watching you« – als George Orwell 1949 seinen Roman 1984 veröffentlichte, gab es noch kein Internet. Sonst hätte er sein Werk, in dem er den perfekten Schnüffelstaat beschreibt, vielleicht »ACTA« genannt. Das so genannte neue Handelsabkommen, das unter strengster Geheimhaltung von einer internationalen Mauschelrunde ausgehandelt wurde, dürfte die Freiheit des Internets und die Bürgerrechte erheblich einschränken. Allmählich erkennen die ersten Politiker, dass sie sich zu willfährigen Komplizen der amerikanischen Verwertungsindustrie gemacht haben.
Wer seine Ersparnisse dem Staat anvertraut, der ist keineswegs auf der sicheren Seite. Die Bundesregierung bereitet jedenfalls gerade Kontosperrungen vor. Und erstaunlicherweise schweigen die Medien dazu.
Zu den Grundregeln der fairen Berichterstattung gehört nach Angaben des Deutschen Presserats die »gründliche und faire Recherche«. Manche Journalisten pfeifen auf Gründlichkeit und Fairness. Das hat nun der Staatsrechtler Professor Schachtschneider, einer der Euro-Kläger, zu spüren bekommen.
Während unsere »Qualitätsmedien« uns journalistischen Einheitsbrei vorsetzen, der die Bürger ruhig halten und von brisanten Dingen ablenken soll, geschehen in der Welt wichtige Dinge: Windfarmen tragen nach einer großen US-Studie zur Erderwärmung bei, die islamische Republik Iran fordert jetzt offiziell einen »Völkermord an allen Juden«, die neuen demokratischen Libyer reißen einem Diplomaten die Nägel aus und foltern ihn zu Tode und die Chinesen haben Hinrichtungsquoten, damit es genügend Organe für Transplantationen gibt.
Um es gleich vorwegzusagen: Dieser Kongress war ein Riesenerfolg. Fast tausend Menschen waren dem Aufruf des KOPP-Verlags am vergangenen Samstag gefolgt, pünktlich um neun Uhr morgens strömten die Gäste in die Filderhalle im schwäbischen Leinfelden-Echterdingen. Sie alle wollten sich aus erster Hand darüber informieren, wie es derzeit um Deutschland, um Europa und vor allem um den Euro steht und wie sie ihr Vermögen jetzt schützen können. Die paar zähneklappernden Linksextremisten, die zuvor im Internet lautstark zu einer »antifaschistischen Kundgebung« aufgerufen hatten, und dort in der Morgenkälte nun von einem Fuß auf den anderen hüpften, wurden von den Kongressteilnehmern kaum beachtet und hatten schon kurz darauf genug vom Demonstrieren: Mit blaugefrorenen Gesichtern zogen sie unverrichteter Dinge wieder ab. Derweil ging es in der Halle mit dem ersten Vortrag des renommierten Staatsrechtslehrers Karl Albrecht Schachtschneider bereits richtig zur Sache.