Die Situation an den Aktienmärkten der vergangenen Wochen bewertete EZB-Präsident Trichet als »schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg«. Dennoch wird die Lage von sogenannten »Experten« (wieder einmal) schöngeredet.
Am Donnerstag, dem 21. Juli, wurde der Euro wieder einmal gerettet, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Was die Regierungs- und Staatschefs der 17 Euroländer nach wochenlangem Streit auf dem Gipfel in Brüssel beschlossen haben, ist technisch kompliziert und in seiner Tragweite schwer abzuschätzen. Aber Intransparenz war – wie im Steuersystem – schon immer ein Instrument der Herrschaftssicherung und der Wirklichkeitsverschleierung. Dass die Kredite an Griechenland, Portugal und Irland künftig niedriger verzinst und dass die Laufzeiten verlängert werden, ist noch am ehesten nachvollziehbar und verschafft den drei Schuldnern tatsächlich etwas mehr Luft, allerdings ohne am Tatbestand der Überschuldung etwas zu ändern.
Trotz massiver Erhöhungen nahm Athen in den letzten sieben Monaten rund 3,3 Milliarden Euro weniger an Steuern ein, die Sozialkassen stehen kurz vor dem Bankrott und die Regierung zahlt Rechnungen in Milliardenhöhe nicht mehr.
Europa hat große Probleme und befindet sich im Totalumbruch: Viele Länder taumeln dem Bankrott entgegen, wirtschaftlich und sozialpolitisch sieht es düster aus, wie die zahlreichen Unruhen derzeit zeigen. Der Demografie- und Volkswirtschaftsexperte Prof. Dr. Hermann Adrian von der Universität Mainz erläutert angesichts massiv steigender Jugendarbeitslosenzahlen auch in Deutschland die Verbindung mangelnder Verantwortung und fehlender Nachhaltigkeitsmaßnahmen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Er beschreibt die dramatischen Folgen der Abwanderung gut ausgebildeter junger Menschen ins Ausland und macht Lösungsvorschläge für einen radikalen Kurswechsel.
Europa steht finanziell, wirtschaftlich und sozialpolitisch am Abgrund. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt in manchen Ländern bis zu fünfzig Prozent. Über die Gründe, über jahrelange falsche Konzepte lesen Sie hier den zweiten Teil des Interviews mit dem Demografie- und Volkswirtschaftsexperten Prof. Dr. Adrian von der Universität Mainz. Hier erläutert der Physiker unter anderem, was die niedrige Geburtenrate Deutschlands, Japans, Italiens und Spaniens mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun hat. Adrian zeigt an, welche Bevölkerungsgruppe derzeit zulasten heutiger Familien lebt. Und er rechnet vor, was ein Kind heute kostet und was es der Gesellschaft an Nutzen und Gewinn bringt. Der Wissenschaftler räumt mit dem Ammenmärchen auf, Kinder machten arm. Das Gegenteil ist richtig, wie der Forscher beweist.
In Europa gehen immer mehr Menschen auf die Straßen. Ihr Unmut entlädt sich auch in brutaler Gewalt. Doch im Gegensatz zu offiziellen Darstellungen sind die Unruhen durch die zunehmende Schuldenkrise begründet.
Im einst so weltoffenen und toleranten Großbritannien hat sich die Windrichtung nach den schweren Unruhen schlagartig gedreht. Plötzlich fordern immer mehr Briten die Todesstrafe. Und aus allen politischen Richtungen kommt der Ruf nach einem starken Führer. Man reibt sich verwundert die Augen, was die kriminellen Randalierer angerichtet haben.
Europa kollabiert. Finanziell, wirtschaftlich und sozialpolitisch. Neueste Zahlen vom europäischen Arbeitsmarkt sind schockierend: Mehr als 20 Prozent der 15- bis 24-Jährigen haben keinen Job. Die Gewaltausschreitungen in England, Spanien, Griechenland und anderen Ländern werden immer heftiger. Europas Zukunft, so scheint es, hängt an einem seidenen Faden.
Die verständnisvolle Berichterstattung in westlichen Medien über die Migrantenunruhen in Großbritannien bringt manche Regierungen auf interessante Ideen: Die Islamische Republik Iran und Libyen nutzen die Unruhen in Großbritannien, um sich an London zu rächen. Sie haben sich auf die Seite der »Demonstranten« gestellt und fordern von den Vereinten Nationen ein militärisches Eingreifen gegen die britische Polizei. Lesen Sie, warum es in Großbritannien bald neue Terroranschläge geben wird.
Von Island und Griechenland aus rollt eine neue Bewegung auf Europa zu: In Massen weigern sich Bürger, für öffentliche Leistungen zu zahlen. Verheerender noch: Sie wollen keine Schulden zurückbezahlen.