Sunday, 21. September 2014
15.11.2012
 
 

Bilderberger veranstalten Dringlichkeitssitzung in Rom, um die Regierung Monti zu stützen

Aaron Dykes

Mario Monti ist anlässlich des ersten Jahrestages seiner Ernennung zum italienischen Ministerpräsidenten gleich von verschiedenster Seite in die Kritik geraten. Die von ihm geführte technokratische Regierung, die die Aufgabe hat, unpopuläre Sparmaßnahmen durchzusetzen, hat an Unterstützung verloren. Aber die Rettung naht.

Verschiedenste Medien in Italien berichten, der Lenkungsausschuss der Bilderberg-Gruppe habe eine Dringlichkeitssitzung in Rom einberufen, um über die anhaltende Euro-Krise zu diskutieren. Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Unterstützung Mario Montis, den sie seit Langem als einen der ihren betrachten und der aufgrund der im April kommenden Jahres anstehenden heiklen

Parlamentswahlen unter erheblichen Druck geraten ist. Viele rechnen damit, dass es nicht zu einer regierungsfähigen Mehrheit kommen werde.

 

Berichten zufolge haben sich führende Köpfe der europäischen Finanzwelt und andere geladene Gäste im Hôtel de Russie in der Nähe der Piazza del Popolo in Rom eingefunden. Auch zahlreiche einflussreiche italienische Persönlichkeiten aus Politik und Finanzwelt sind mit dabei. Ganz oben auf der Tagesordnung stehen, so heißt es, das Schicksal Griechenlands und die Zukunft Italiens.

 

Zeitgleich zu diesem Treffen finden angespannte Gespräche zwischen Monti und dem britischen Premierminister David Cameron über den EU-Haushalt und die sich verschärfende Krise der sogenannten PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien) statt. Zwischen beiden Regierungschefs herrschen deutlich Meinungsverschiedenheiten über die vorgeschlagenen Erhöhungen des EU-Haushalts sowie die neu eingeführten Binnenmarktvorschriften für Europa. Darüber hinaus hofft Monti auf britische Unterstützung für die Errichtung einer zentralen EU-Bankenaufsicht.

 

Erst vor wenigen Wochen hatte der wegen Steuerhinterziehung verurteilte frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi damit gedroht, Mario Monti zu stürzen, und ihn wegen seiner Wirtschaftspolitik angegriffen. Berlusconi schlug vor, die Partei der Freiheit (PDL), die größte Fraktion im Parlament, solle Monti ihre Unterstützung entziehen und damit vorgezogene Neuwahlen erzwingen, berichtete der Londoner Telegraph.

 

Am vergangenen Mittwoch (14.11.2012) erschien Monti auf einem Empfang, zu dem der milliardenschwere Immobilienmogul Francesco Gaetano Caltagirone geladen hatte, dessen Schwiegersohn Pier Ferdinando Casini an der Spitze der kleinen zentristischen Partei UDL steht und sich vehement für ein Verbleiben Montis im Amt einsetzt.

 

Monti ist seit Langem ein intimer Kenner der Bilderberger und gilt immer noch als Favorit des Establishments. Verschiedene Kommentatoren in den USA sind der Ansicht, Montis Verbleiben im Amt sei durchaus eine realistische Möglichkeit, und viele sehen dies als einen entscheidenden Faktor dafür, die europäischen Finanzen angesichts zunehmender Proteste und wachsender Unzufriedenheit gegenüber der Sparpolitik in der Bevölkerung unter Kontrolle zu halten. Die öffentliche Unterstützung für Monti hat sich halbiert und liegt derzeit nur noch bei 35 Prozent. Zudem ist damit zu rechnen, dass Protestparteien bei den kommenden Wahlen zulegen werden.

 

Monti selbst erklärte, er werde bei den Wahlen nicht antreten, stehe aber für eine erneute Ernennung (also wieder ohne Wahl) zur Verfügung, sollte es bei den Wahlen nicht zu klaren Mehrheitsverhältnissen kommen. »Wenn es notwendig ist, würde ich weitermachen«, erklärte Monti vor Kurzem gegenüber dem französischen Magazin Politique International.

 

Möglicherweise soll das Bilderberger-Treffen auch dazu dienen, innerhalb der Eliten eine positive Atmosphäre für eine erneute Ernennung Montis zu schaffen, die allerdings kaum dem Willen des Volkes entspräche. Es kommt zwar häufiger zu kleineren Treffen der Bilderberg-Gruppe, aber das wichtigste Treffen findet in der Regel alljährlich zwischen Ende Mai und Anfang Juni statt, wobei sich der Tagungsort abwechselnd in Europa oder Nordamerika befindet. Normalerweise werden jeweils zwischen 120 und 150 hochrangige Gäste erwartet.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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