Schock: Das bankrotte Irland geht den Bürgern jetzt an ihre private Altersvorsorge
Christine Rütlisberger
Nach Griechenland braucht auch Irland schon wieder mehr Geld aus dem Rettungsfonds. In der Finanzwelt schlug die Nachricht hinter verschlossenen Türen ein wie eine Bombe. Denn trotz der Milliarden aus dem EU-Rettungsfonds droht nun auch irischen Banken schon wieder der Zusammenbruch. Doch damit die Iren nicht schon wieder in Brüssel betteln müssen, gehen sie jetzt erst einmal an die private Altersvorsorge der Iren. Versteckt ist der Zugriff auf die privaten Altersersparnisse der Bürger in einem harmlos klingenden Job-Programm. Mit den privaten Altersersparnissen der Iren sollen neue Jobs finanziert werden.
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Dublin kann den zu entrichtenden Zinssatz für die erhaltenen Euro-Hilfskredite von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds in Höhe von durchschnittlich 5,8 Prozent nicht mehr
lange bezahlen. Beim nächsten Treffen der Finanzminister der Europäischen Union am 16. und 17. Mai 2011 will die irische Regierung einen niedrigeren Zinssatz fordern. Das bestätigte jetzt auch Irlands Minister für Kommunikation, Energie und Rohstoffe, Pat Rabbitte.
Irland hat vom IWF und der EU insgesamt Zusagen für 85 Milliarden Euro Kredite bekommen. Das Geld schmilzt nun dahin wie Schnee in der Sonne. Die EU will vermeiden, dass die Irland-Problematik parallel zur neuen Griechenland-Krise bekannt wird. Doch die Wahrheit lautet: Das bislang an die Iren ausbezahlte Geld wurde vor allem zum Stopfen von Haushaltslöchern und für die maroden Banken genutzt. Und bei der Veröffentlichung der Stresstests für die irischen Banken wurde in den vergangenen Tagen deutlich, dass weitere 24 Milliarden Euro benötigt werden, sonst brechen die irischen Banken zusammen. Aus dem Rettungsfonds wird also noch mehr ausbezahlt werden müssen. Und um bis dahin Geld für neue Arbeitsplätze aufzutreiben, geht die irische Regierung jetzt eben an die privaten Ersparnisse für die Altersvorsorge der Bürger.
Schritt für Schritt passiert nun das, was alle Politiker in der EU bislang für unmöglich hielten. Jene Politiker, die bislang behaupteten, die Gläubiger der EU-Rettungskredite (wie deutsche und österreichische Steuerzahler) bekämen ihr Geld bald wieder mit Zinsen zurück, müssen nun ständig neue Summen auf den Tisch legen. Wie man bei den Iren jetzt deutlich sieht, können die Schuldner nicht einmal mehr die Zinsen bezahlen. Irgendwann bricht das System zusammen. Das ist absehbar.
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