Saturday, 25. June 2016
21.03.2013
 
 

Windparks in Torfgebieten fördern Freisetzung von Kohlenstoffdioxid

David Gutierrez

Große Windparks in England werden genauso viel Kohlendioxid freisetzen wie Öl-, Gas- oder Kohlekraftwerke. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern der University of Aberdeen, die jetzt in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde.

Emissionsquelle sind nicht die Windräder selbst, sondern das Land, auf dem sie errichtet werden. »Das billige Land, das Entwickler aussuchen, die in erster Linie an Subventionen für Windkraftwerke interessiert sind, ist Torfboden in abgelegenen unbewirtschafteten Gebieten

Großbritanniens«, sagte Helen McDade vom John Muir Trust.

 

»Diese Studie erinnert uns rechtzeitig daran, dass eine unabhängige wissenschaftliche Bewertung der Einwirkung von Politik und Subventionen überfällig ist.« Das britische Hochland, dessen Bedingungen allgemein als ideal für Windparks gelten, besteht zum großen Teil aus Torfböden. Tatsächlich sollen zwei Drittel der schottischen (und die Hälfte der britischen) Windfarmen in Sumpf- und Torfgebieten errichtet werden.

 

In dem Torf in diesen Regionen sind mindestens 2,3 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Er ist einer der wichtigsten Kohlenstoffträger der Erde. »Die Torfgebiete der Welt enthalten viermal so viel Kohlenstoff wie der gesamte Regenwald«, sagt der Torf-Wissenschaftler Richard Lindsay von der University of East London, der an der Studie nicht beteiligt war. »Aber sie sind ein Aschenputtel-Standort, den Entscheidungsträgern vollkommen unbekannt.«

 

Torf speichert den Kohlenstoff nur so lange er natürlich feucht und sumpfig bleibt. Durch die Entwicklung, die nun einmal mit großen Energieprojekten einhergeht (angefangen von den Straßen- und Schienenverbindungen zu den Windrädern selbst) wird der Torf geschädigt und der Wasserzufluss unterbrochen, so dass massenweise Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird.

 

Der Windparkbetreiber behauptet natürlich, man werde »schwimmende Straßen« (aus Steinen, die auf einer textilen Grundlage ausgelegt werden) errichten, um das Problem zu umgehen, doch Wissenschaftler lehnen solche Maßnahmen als rein symbolisch ab. »Torf enthält weniger feste Bestandteile als Milch«, sagt Lindsay. »Die Straßen senken sich unmerklich, so dass große Areale von Torfgebieten austrocknen und der Kohlenstoff freigesetzt wird.«

 

 

Ein »schwerer Schlag« für den Wind-Boom

 

Die Studie gilt als herber Rückschlag für die britische Windindustrie. Sie wurde nämlich von denselben Wissenschaftlern durchgeführt, welche die Methode (die heute Branchenstandard ist) auch entwickelt haben. Sie wollten berechnen, wie lange es dauern würde, bis eine auf Torfboden errichtete Windfarm Kohlenstoff einspart. Als die Forscher 2008 die Rechnung für die »Kohlenstoff-Rückzahlzeit« aufstellten, schätzten sie, dass ein Windpark auf Torfboden erst nach 23 Jahren Kohlenstoffemissionen einsparen würde. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Windparks liegt aber bei nur 25 Jahren.

 

Doch der neue Bericht geht noch weiter, die Autoren kommen zu dem Schluss, dass solche Windparks überhaupt keine Kohlenstoffemissionen einsparen werden. »Das ist ein vernichtender Schlag für die Windparkindustrie, von dem sie sich, wie ich hoffe, nicht erholen wird«, sagte der Schotte Struan Stevenson, Mitglied des Europäischen Parlaments. »Die schottische Regierung kann ihre Pläne für Windparks nur realisieren, wenn sie zulässt, dass Torfmoore zerstört werden. Also wird versucht, das Problem unter den Teppich zu kehren. Auch in dieser Hinsicht erweist sich die Windenergie als Schwindel.«

 

 

 

 


 

 

 

 

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