Tuesday, 28. June 2016
10.09.2014
 
 

Die Krise in der Ukraine bleibt ungelöst

Dr. Paul Craig Roberts

Einige westliche Kommentatoren bezeichnen den von Putin erreichten Waffenstillstand in der Ukraine als einen Sieg für Russland. Als Begründung wird angeführt, die Feuerpause belasse die Ukraine mit umstrittenen Grenzen, was eine NATO-Mitgliedschaft des Landes unmöglich mache.

 

Aber wird der Waffenstillstand halten? Die rechtsgerichteten Milizen in Kiew, deren Mitglieder Nazi-Insignien tragen, stehen nicht unter der völligen Kontrolle Kiews. Diese Milizen können sehr leicht den Waffenstillstand verletzen, und es wurde bereits von derartigen Verletzungen berichtet. Darüber hinaus würde der von Washington in Kiew an die Macht gebrachte milliardenschwere Oligarch auf Geheiß Washingtons ebenfalls die Feuerpause brechen, es sei denn, Putin hätte ihn das Fürchten gelehrt.

 

Für einen Militärstrategen ist die russische Reaktion auf die Probleme, die Washington in der Ukraine, die länger zu Russland gehörte, als die USA überhaupt existieren, ausgelöst hat, ein Rätsel. Russland hat die Ukraine in der Phase der Schwäche nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren, und Washington hat Russland [damals] gezwungen, die Unabhängigkeit der Ukraine anzuerkennen, die Washington seinem Ziel näher bringen sollte, die Russische Föderation auseinanderzubrechen.

 

Die Ukrainer im Westen des Landes, von denen viele während des Zweiten Weltkriegs an der Seite Hitlers kämpften, verfügten über eine beeindruckende Lobbyorganisation in Washington und konnten so die Unabhängigkeit ihres Landes bewahren, aber sie kontrollierten die Ukraine nicht völlig, da ein erheblicher Teil ihres Landes aus früher russischen Gebieten besteht, die der Ukraine erst im 20. Jahrhundert zugesprochen worden waren.

 

Aufgrund der verwandtschaftlichen Beziehungen durch Mischehen seit Jahrhunderten sowie der engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen der Ukraine und Russland, die sich in ihrer langen gemeinsamen Vergangenheit entwickelt haben, blieb die Ukraine praktisch ein Teil Russlands, zu dem sie ja jahrhundertelang gehört hatte.

 

Diese Entwicklung frustrierte die nach weltweiter amerikanischer Vorherrschaft strebenden Neokonservativen, die die amerikanischen Regierungen seit den korrupten Clintons kontrollieren, enorm. Das Regime der Clintons führte in das politische Leben Amerikas eine Korruption ein, wie man sie aus der Dritten Welt kennt. Man erinnere sich nur an Robert Reich, einen persönlichen Freund Clintons seit Universitätszeiten und dann Arbeitsminister, der aus Protest gegen die Politik der Regierung zurücktrat. Clinton verriet die Verfassung, die ihn ins Amt gebracht hatte. Clintons betrogene Ehefrau, die ein enges Bündnis mit dem zionistischen Israel, den Bankstern und dem militärisch-sicherheitspolitischen Komplex eingegangen ist, gilt bei den Demokraten als Favoritin für die kommende Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin.

 

Ähnlich wie im antiken Rom bilden heute Dynastien die maßgebliche Quelle präsidialer Führungsstärke und -macht. Und ähnlich wie Rom befinden sich auch die USA auf dem Weg in den Untergang, zu dem es immer dann kommt, wenn der Ehrgeiz der Führungselite Vorrang gegenüber dem Allgemeinwohl gewinnt.

 

Die russische Regierung will zweifellos eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine verhindern. Aber die Schwierigkeiten, in die Washington Russland in der Ukraine gebracht hat – indem es einen Putsch organisierte, eine willfährige Marionettenregierung an die Macht brachte und ein gewaltsames Vorgehen gegen die Bewohner der früher russischen Regionen lostrat –, dienen noch umfassenderen Zielen als nur einer Einbeziehung der Ukraine in die NATO. Mit anderen Worten gehen die strategischen Ziele Washingtons weit über eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine hinaus.

 

Eines dieser Ziele besteht darin, die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Europa und Russland massiv zu stören. Indem Washington die Krise in der Ukraine dazu benutzte, Russland zu dämonisieren, gelang es ihm, die Europäische Union dazu zu bringen, Sanktionen gegen Russland zu verhängen, die den Handels- und Wirtschaftsbeziehungen schaden und Misstrauen säen.

 

Dieses Misstrauen befördert wiederum die Absichten Washingtons, das Russland gegenüber bewiesen hat, dass die von Washington gekauften und unter Druck gesetzten europäischen Politiker nicht bereit sind, eine von Washington unabhängige Außenpolitik zu betreiben. Dieses Fehlen einer unabhängigen Außenpolitik bedeutet aber, dass die russische Regierung diplomatische Mittel nur eingeschränkt wirksam einsetzen kann.

 

Ein weiteres Ziel Washingtons betrifft die Verstärkung von Streitkräften an der russischen Grenze. Die NATO hat die gegenwärtige »Krise« dazu benutzt, in den baltischen Staaten und Polen Ängste vor Russland zu schüren. Generäle Washingtons und der NATO sprechen von russischen Angriffen, als handele es sich um eine feststehende Tatsache, dass Russland beabsichtige, in Osteuropa einzumarschieren. Als Schutz vor dieser »russischen Bedrohung« hat die NATO ­eine »schnelle Eingreiftruppe« aufgebaut und will die militärische materielle und personelle Präsenz verstärken und dort weitere Militärstützpunkte errichten. Wie auch immer die Krise in der Ukraine ausgehen wird, hat Washington sie dazu benutzt, einen neuen Kalten Krieg zu beginnen.

 

Die westlichen korrupten Medien, die zu Propagandainstrumenten verkommen sind, haben die Lage in der Ukraine von Beginn an falsch dargestellt. Anstelle einer objektiven Berichterstattung gab es nur russlandfeindliche Propaganda. Als Folge davon ist die Bevölkerung im Westen, die diesen Medien vertraut, völlig falsch informiert und macht Russland für die Krise verantwortlich. Die Tatsache, dass die amerikanische Bevölkerung so falsch informiert ist, erleichtert es Washington, die Ereignisse weiterhin zum Schaden Moskaus zu manipulieren.

 

Washington hat keinerlei Interesse daran, die Probleme in der Ukraine zu lösen, die es erfolgreich dazu benutzt hat, in Europa und den USA Furcht vor Russland zu schüren. Im Zuge der Ukraine-Krise ist es Washington zudem gelungen, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Russland massiv zu schädigen sowie darüber hinaus einen neuen Kalten Krieg loszutreten, der weiterhin dafür sorgen wird, dem amerikanischen militärisch-sicherheitspolitischen Komplex satte Gewinne zu verschaffen. Da die Regierung in Kiew eine Marionette Washingtons ist, kann man vernünftigerweise nicht mit einer Beilegung des Konflikts rechnen, den Washington ja der Ukraine und Russland aufgehalst hat.

 

Aber nicht nur Washington, sondern auch die EU hat eine Lösung der Probleme in der Ukraine verhindert, die von Washington und der EU geschaffen wurden. Washingtons Handlanger Hermann Van Rompuy, Vorsitzender der Washingtoner Frontorganisation, des Europa-Rates, kündigte an, wenn die Berichte zutreffend seien (was sie selten sind), werde die EU Sanktionen gegen die russischen Energiekonzerne Rosneft, Gazprom Neft und Transneft sowie staatliche Unternehmen verhängen, die insgesamt einen Jahresumsatz von mehr als 27 Mrd. Dollar erzielen.

 

Als Reaktion auf diese Dreistigkeit sollte Russland ohne Vorwarnung die Gaslieferungen im Winter einstellen – und zwar vollständig. Es liegt in Putins Interesse, Europa aus der Kontrolle Washingtons zu befreien – und ein solcher Schritt könnte das bewerkstelligen. Ost- und Westeuropa und die Ukraine würden Moskau dann auf Knien bitten, die Energielieferungen wieder aufzunehmen. Dann müsste Putin nur noch sagen: »Mitglieder der NATO bekommen kein Gas.« Das würde die Angriffe Washingtons auf Russland beenden.

 

Die amerikanischen Neokonservativen, ein verkommener Kader aus Kriegstreibern, werfen Obama »Schwäche« vor, weil er keine Soldaten in die Ukraine entsenden will. Diese Neokonservativen, die die USA seit der Regierung Clinton in kostspielige und gescheiterte aggressive Militäroperationen hineingedrängt haben, behaupten, unter Obamas Führung habe die NATO ihre Willensstärke, ihre Kraft und ihren Einfluss eingebüßt.

 

Es bleibt der russischen Regierung vorbehalten, zu demonstrieren, dass Moskau in Bezug auf die Ukraine und Europa am längeren Hebel sitzt.

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (20) zu diesem Artikel

11.09.2014 | 08:55

Livia

Rom hat der Provinz Gallien vorgeschrieben wie sie mit den Franken umzugehen haben - der Erfolg war daß Gallien schließlich von den Franken mit Gewalt genommen wurde, die Rückzugsgefechte des weströmischen Reiches hatte in erster Linie Gallien zu ertragen ... Ich sehe es im Fall der EU und den USA genauso, die Europäer sind die "Gallier" von heute. Die USA sind so am Ende, daß sie es sogar auf einen heißen Krieg mit Rußland anlegen. Der Kriegsschauplatz wäre dann...

Rom hat der Provinz Gallien vorgeschrieben wie sie mit den Franken umzugehen haben - der Erfolg war daß Gallien schließlich von den Franken mit Gewalt genommen wurde, die Rückzugsgefechte des weströmischen Reiches hatte in erster Linie Gallien zu ertragen ... Ich sehe es im Fall der EU und den USA genauso, die Europäer sind die "Gallier" von heute. Die USA sind so am Ende, daß sie es sogar auf einen heißen Krieg mit Rußland anlegen. Der Kriegsschauplatz wäre dann Europa. Dazu braucht man eine gemeinsame Grenze zum Feind. Die Nato müßte sonst durch eine neutrale Ukraine durchmarscjheren; das macht einen schlechten Eindruck - wie im Fall der Deutschen durch Belgien im 1.Weltkrieg und könnte - wie damals - dazu führen von ganz anderer Seite den Krieg erklärt zu bekommen. Gorbaschow hat nach dem Zusammenbruch der SU den Fehler gemacht wirklich alles unkontrolliert in das Land zu lassen, auch US-amerikanische Agitatoren. Die haben offensichtlich dafür gesorgt daß er einen nicht zurechnungsfähigen Alkoholiker als Amtsnachfolger bekam - und der entließ dann so einige Landesteile in die Unabhängigkeit! Als Europäer kann man nur für Frieden sorgen indem man schnellstens aus der NATO austritt und alles US-amerikanische Militär ausweist, alle eigenen Truppen aus den Ausland zurückholt und strikt neutral wird. Dann ist das Aufmischen der Ukraine für die USA auch plötzlich uninteressant und das Land wird Ruhe finden, zu einer wirklich und von allen frei gewählten Regierung zurückfinden. Vielleicht sollte man die NATO-Mitgliedschaft mal in einer europaweiten Volksabstimmung zur Disposition stellen anstatt das von den USA beeinflußten Politikern zu überlassen!


10.09.2014 | 22:33

Ulrich

Claus Klebrig@, vielen Dank für die umfangreiche Zusammenstellung! Ich glaube, einzig Marine le Pen als europäische Spitzenpolitikerin ist "sauber" und damit ein kleiner Hoffnungsschimmer. Oder nicht? Es wäre für mich schon eine große Überraschung, wenn dem nicht so wäre. Wie schätzen Sie sie ein?


10.09.2014 | 18:06

claus klebrig

Tipp an Kopp zum Verlinken hier: wieder mal Grup bei Wiwo: http://www.wiwo.de/politik/ausland/100-prozent-grupp-die-nato-giesst-oel-ins-feuer/10668148.html


10.09.2014 | 18:06

claus klebrig

Nicht nur Barroso und Rassmunsen, die Herr Roberts in früheren Beiträgen erwähnt hat, sind US Leute. Von den deutschen Spitzenpolitikern braucht man nicht viel zu reden. Sie sind alle in den transatlantischen Organisationen Atlantik-Brücke, DGAP, German Marshal Fund (alle sind Rockefellers Filliallen) fest eingebunden und somit verplichtet dem Herr in Washington zu dienen. Aber auch viele andere in anderen Ländern: Donad Tusk, der neue EU-Ratspräsident, der Scharfmacher gegen...

Nicht nur Barroso und Rassmunsen, die Herr Roberts in früheren Beiträgen erwähnt hat, sind US Leute. Von den deutschen Spitzenpolitikern braucht man nicht viel zu reden. Sie sind alle in den transatlantischen Organisationen Atlantik-Brücke, DGAP, German Marshal Fund (alle sind Rockefellers Filliallen) fest eingebunden und somit verplichtet dem Herr in Washington zu dienen. Aber auch viele andere in anderen Ländern: Donad Tusk, der neue EU-Ratspräsident, der Scharfmacher gegen Russland ist Mitglied des Rockefellers europäischen Ableger des Council on Foreign Relations, »European Council on Foreign Relations«. ECFR wird von Soros finanziert und Soros ist selber Mitglied dadrin. Dadrin sind auch andere stramme Transtatlantiker und Bilderberger, wie Joscka Fischer, Monti und Co. Federica Mogherini, die neue EU-Aussenbeauftragte war in Italien jahrelang Mitglied der italienischen transatlantischen Organisation »Stiftung Italia-USA«. Die litauische Präsidentin, Dalia Grybauskaitė, auch eine Scharfmacherin, war früher unter Barroso in der Europäischen Komission und war davor bei der »Edmund A. Walsh School of Foreign Service« an der Georgetown University in Washington, genau wie Barroso der da "Georgetown Leadership Seminar" absolviert hat. Noch mehrere europäische Politiker waren dabei. Das scheint so was wie die Schmiede, für die künftige US-Pudelchen zu sein, dort werden die europäischen Politiker gebrieft und dressiert und auf US-Kurs gebracht. Bei "Georgetown Leadership Seminar" sitzen Leute wie Kissinger, Clinton und Co. Dänische Premierministerin, Helle Thorning-Schmid ist ein Grundungsmitglied des »European Council on Foreign Relations«. Carl Bildt-der schwedische Aussenminister ist ein strammer Transatlantiker und Mann Rockerfellers. Bilderberg-Teilnehmer. Fast alle europäische Königshäuser haben Beziehungen zu der Rockefellers Bilderberg-Gruppe und deren höchste Vertreter nahmen bei den Bilderberger-Treffen teil. Der polnische Ausminister Sikorski, auch ein strammer Transantlantiker, Mitglied des US Think tanks American Enterprise Institute, wo u. a. Paul Wolfowitz und andere neocons und Zionisten Mitglieder sind. Der österreischische Premierminister Faymann ist auch ein Bilderberger, die Spitzenpolitiker der EU, Viviane Reding, van Rumpoy, Juncker, auch alles Bilderberg-Teilnehmer. Von Mario Draghi dem Chef der EZB ganz zu schweigen. Der Mann Rockefellers und des Goldman Sachs. Hollande ist ein peinliches US-Pudelchen das sich Obama selber anbot in Syrien Krieg zu führen. Sein neuer Finanzminster Emmanuel Macron, - ein ehemaliger Banker bei den Rotschilds ist auch ein Bilderberger. Macron hat jetzt wohl die Aufgabe, nach der misslungenen sozialistischen Poltiik Hollandes, Frankreich endgültig an die Wall-Street-Mafia auszuliefern. Fed, Bilderbeger, Rockefeller und Soros haben die ganze EU-Führung und die meisten Regierungen der EU-Staaten fest in ihren Händen. Bis auf Orban und die ungarische Regieurng, hat Soros gute Beziehungen mit allen anderen Regierungen in Ost- und Südosteuropa. Auch in den Staaten die noch nicht in der EU sind, aber sind EU-Beitrittskandidaten (Balkan-Staaten, Georgien. Moldawien) sind in den Regierungen überall Soros-Leute dabei. Von seinen unzähligen NGOs in den Ländern, ganz zu schweigen. Sie regieren in den Ländern faktisch mit. Sind eng mit den Regierungen verbunden und haben die Aufgabe gegen die kuturellen, religiösen und tradionelleln Besonderheiten des jeweiligen Landes zu kämpfen und sie langsam für den EU-Misch-Masch zu vorbereiten.


10.09.2014 | 18:03

claus klebrig

Also, wenn Putin die halbe Ukraine einnehmen würde und sofort Gaslieferung stoppen würde- was Herr Roberts empfiehlt, glaube ich nicht dass dies die USA beeindrücken würde und schon gar nicht würde das die EU-Staaten zum Umdenken bringen. Ganz im Gegenteil, wenn Putin die Ostukraine besetzen würde-würde das Russland noch mehr isolieren. Mit der jetzigen defensiven Politik spekuliert Putin geduldig darauf, dass wenigstens ein Teil der EU-Staaten aus der Reihe tanzt und die...

Also, wenn Putin die halbe Ukraine einnehmen würde und sofort Gaslieferung stoppen würde- was Herr Roberts empfiehlt, glaube ich nicht dass dies die USA beeindrücken würde und schon gar nicht würde das die EU-Staaten zum Umdenken bringen. Ganz im Gegenteil, wenn Putin die Ostukraine besetzen würde-würde das Russland noch mehr isolieren. Mit der jetzigen defensiven Politik spekuliert Putin geduldig darauf, dass wenigstens ein Teil der EU-Staaten aus der Reihe tanzt und die Gehorsamgkeit der USA wenigstens teilweise verweigert. Dass mehrere Länder sich den Sanktionen widersetzen, wissen wir schon. Wenn Putin aber in die Ostukraine einmarschieren würde-würden dann die US-Kriegstreiber und die Westmedien sagen: siehste, das haben wir doch gleich gesagt, er ist ein Diktator und Kriegstreiber, der das ganze Osteuropa erobern und die UdSSR wieder herstellen möchte. Und die USA würden ihre Truppen in Westukraine schicken. Also dies würde Putin und Russland nicht viel bringen, eher schaden. Und dann so völig isoliert, sollte Putin darauf warten bis in Frankreich vielleicht irgendwann Front National gewinnt und in Großbritannien UKIP und die EU auseinanderbricht? Das könnte Jahre dauern. Putin kann in die Ostukraine einmarschieren nur im Notfall, als die aller letzte Lösung, wenn also alles andere nichts mehr nutzt und bringt. Also, wenn US-Marionetten aus Kiew den Krieg im Osten weiter anheizen und wieder die Offensive in Donbass starten und das können sie nur wenn sie aus dem Westen tatsächlich Waffen und Hilfe kriegen (wie Poroschenko behauptet hatte)-dann bliebe Putin nichts anderes übrig, als in die Ostukarine einzumarschieren. Wir werden sehen, was für Schritte, die EUSA jetzt unternehmen wird. Putin hat aber doch Trumpf in der Hand- also, wenn die EUSA+Kiew die Autonomie der Ostukraine verweigern und weiterhin den Krieg im Osten Ukraine wollen-dann war´s das mit der einheitlichen Ukraine endgültig. Dann bricht sie auseinander und Russland kann die Südostukraine einnehmen. Dass die NATO und US-Truppen irgednwaann in der Westukraine reinkmommen-das ist sowieso gewiß und das kann Putin eh nicht verhindern. Die NATO-Truppen sind ohnehin schon an den russischen Grenzen, in Polen und den baltischen Staaten. Was die alten EU-Mitglieder im Westen angeht, da gibt es den strammen angloamerikanischen Block: Großbritannien als de facto das 51-ste Bundesstaat der USA, sowie Holland, Schweden, Dänemark (plus Norwegen die nicht in der EU ist aber faktisch doch), die fast immer den USA und GB zugeneigt sind. Die Südeuropäer, Spanien, Italien, Portugal sind zu passiv und für die Ukraine eher wenig interessiert. Bei den orthodoxen Staaten, Griechenland Zypern, Bulgarien ist die Bevölkerung mehrheitlich Rusland zugeneigt, aber deren Regierungen sind eh korrupt und eierlos und beugen sich meistens dem Wille Washingtons. Zwei Schlüßelstaaten der EU, die zwei großen Deutschland und Frankreich, nur sie könnten da etwas machen. Die Bevölkerungen der beiden Staaten sind gegen die Abhängigkeit von USA, Nur die beiden Staaten haben zur Zeit die US-hörigsten Regierungen aller Zeiten. Deutschland ist durch seine führende Politiker und Medien fest im Netz der Transatlantiker gebunden. Merkel ist der eierloseste ( im übetrgaenen Sinne) deutsche Kanzler aller Zeiten. Und von ihr kann man nicht erwarten den Aufstand zu proben. Steinmmeier versucht wenigstens einigermassen eingeständige Politik unabhängig von Washington zu betreiben, wofür er aus USA schon Prügel bekommen hat.


10.09.2014 | 17:59

claus klebrig

Herr Roberts meint Putin hätte entschlossener handeln sollen. Aber gerade darauf warten ja nur die Kriegstreiber aus Washington und deren Kiewer Marionetten, ihn in den Krieg reinzuzihen. Wenn Putin halbe Ukraine einnehmen würde, was Herr Roberts empholen hat, das würde sofort Krieg bedeuten, und wohl die Isolation und langjährige Feindschaft mit den samtlichen reussischen Grenzstatten aus der EU, die bereirs jetzt Abneigung zu Russland pflegen. Und die USA und NATO würden dann...

Herr Roberts meint Putin hätte entschlossener handeln sollen. Aber gerade darauf warten ja nur die Kriegstreiber aus Washington und deren Kiewer Marionetten, ihn in den Krieg reinzuzihen. Wenn Putin halbe Ukraine einnehmen würde, was Herr Roberts empholen hat, das würde sofort Krieg bedeuten, und wohl die Isolation und langjährige Feindschaft mit den samtlichen reussischen Grenzstatten aus der EU, die bereirs jetzt Abneigung zu Russland pflegen. Und die USA und NATO würden dann sofort in die Westukraine einmarschieren. Das Problem sind also die völlig hörigen US-Diener im Osten der EU, die die bereits Bush an der Leine beliebig rumgeführt hat. Die USA hat in Polen, drei baltischen Staaten, sowie auch Rumänien, drei stramme Russland-Hasser (allesamt alle Grenzstaaten Russlands), deren gekaufte Regierungen bereit sind alles für USA zu tun. Dessen ist Putin wohl bewusst. Ich würde sogar so weitgehen zu sagen, dass die Polen vielleicht jetzt sogar die Gunst der Stunde sehen, bei einem großen Krieg, Russland auf den Knien zu sehen. Die Polen träumen vielleicht von der Westukraine, die früher mal ihr Territorium war, bzw. hoffen auf den großen Einfluß in der neuen Ukraine. Die Polen sind ja seit Jahren die grössten Befürwörter eines EU-Beitrits Ukraine. Weil die Polen und die Balten besonders viel die Propaganda von Putins angeblichen Angriffsplänen schüren, glaube ich, wollte Putin mit seiner zurückhaltenden und deeskalinender Politik, seit Monaten es versuchen zu zeigen, dass dies nicht stimmt und er nicht vorhat Osteueropa zu überfallen. Ich glaube Putin hat mit solcher defensiven Politik gerade auf die Bevölkerung in den EU-Staaten gezielt, damit sie einsieht dass Russland keinerlei Ziele hat, die die Westpropaganda behauptet. Ich weiß nicht wie es in EU-Ostländern bei der Bevölkerung ausieht, obwohl in einem Teil der Bevölkerung, besonders bei konservativen und christlichen Bevölkerung dort, die die Angst vor der aggresive westlichen Gender-Agenda hat, Putin durchaus Sympathien geniesst, aber in den West- und Südländern, in Deutschland, Frankreich, Österreich, auch Großbritanien, Spanien, Italien...hat Putin in der jeweiligen Bevölkerung mehr Befürworter als Gegner. Die öffentliche Meinung ist nicht die veröffentlichte Meinung. Die Regierungen der Ostländer, bis auf das selbsbewusste Orbans Ungarn, sind harmlose Pudelchen und akzeptieren stillschweigend alles was aus Washington kommmt, ausserdem kriegen sie, wie Herr Roberts richtig sagt, Kohle nicht nur aus USA, auch aus EU-Fonds und nur das interessiert sie. Da ist ca. 25 Jahre nach der Wende, wegen der kommunsitidchen Herrschaft unter Sowietunion auch noch ziemlich Mißtrauen gegenüber Russland ziemlich vorhanden, so dass Washinghton da leichtes Spiel hat und sich völlig auf die EU-Ostländer verlassen kann. In EU-Ostländern begreift man noch nicht dass außer der Elite der Länder, die Bevölkerung überhaupt keinen Nutzen von der EU und USA hat. Dass die neuen EU-Länder nur als neue Märkte, neue Quellen für billige Arbeitskraft, neue Steuerparadiese für Westkonzerne und schliesslich, als die neuen Schuldner-Sklaven des IWF dienen.

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