Saturday, 20. December 2014
30.05.2011
 
 

Unterricht in der Schweiz: Sexspiele in Kindergarten und Schule

Eva Herman

Liebe Eltern, stellen Sie sich vor, Sie bringen ihr Kind in den Kindergarten und erfahren anschließend, dass es von den Erziehern zu sexuellen Spielen ermuntert wurde. Stellen Sie sich vor, dass es in dieser Fremdbetreuung regelmäßig an seinen Geschlechtsorganen berührt und diese stimuliert werden. Und: Stellen Sie sich weiter vor, dass die Erzieher Ihnen bei einem möglichen Protest freundlich mitteilen, dass dies der neu festgelegte Erziehungsplan für fremdbetreute Kleinkinder sei und dieser künftig im ganzen Land umgesetzt werde. Lächeln Sie noch, weil Sie das kaum für möglich halten? Dann wird Ihnen dieses Lächeln sicher schnell vergehen.

Denn in Teilen der Schweiz wurde dieses Sexual-Erziehungsprogramm für Kinder nun eingeführt, in Planung ist es für das gesamte Alpenland. Doch auch in Deutschland sind wir seit Langem schon so weit. Hier war es die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die unter dem Großsegel der ehrgeizigen Familienministerin von der Leyen 2003 entsprechende Aufklärungsbroschüren herausgab, in denen Kindergärtner und Familienangehörige ermuntert wurden, die Kleinsten sexuell durch Streicheln zu stimulieren. Nur aufgrund des erbitterten Protests einiger »Kinderkämpfer« wie der Soziologin Gabriele Kuby und christlicher Gruppierungen musste von der Leyen diese Hefte 2007 wieder vom Markt nehmen. Doch zurück zur Aktualität:

Der Schweizer Blick berichtete vergangene Woche über ganz offensichtliches Sexspielzeug, das derzeit für den Unterricht an Kindergärten und Schulen in Basel-Stadt verteilt wird. Im Kanton Basel-Stadt werden Sex-Koffer und Boxen an 30 Schulen und Kindergärten herausgegeben. Sie haben es in sich, schreibt der Schweizer Blick. Der große Koffer ist für die Kleinen bestimmt. Sein Inhalt: Puppen, Puzzles, Bücher und anderes Lehrmaterial für Vier- bis Zehnjährige. Thema: erotische Zonen des Kleinkindes und deren Möglichkeiten der Stimulation.
Die Box soll größeren Kindern in der Schule die Gefilde von Lust und Sexualität näher bringen, heißt es. Sie enthält Film­material zur Aufklärung, Holzpenisse in allen erdenklichen Längen und Dicken sowie künstliche Vaginas aus Plüsch. Beigelegt ist auch ein Leitfaden für die Lehrkräfte. Er gibt vor, wie die Kinder, ihrem Alter entsprechend, anzusprechen sind.

Der Sex-Koffer und die Sex-Box sollen den Pädagogen als Hilfs­mittel im Aufklärungsunterricht dienen. Ab dem neuen Schuljahr wird in Basel theoretische und praktische Sexualkunde auf dem regelmäßigen Stundenplan wie Rechnen oder Turnen verordnet, ob die Eltern wollen oder nicht, denn eine Befreiung vom Unterricht ist nicht erlaubt.

Es ist beeindruckend, was sich die »Bildungspädagogen« alles ausgedacht haben. Die vierjährigen Kindergartenkinder sollen lernen, männliche und weibliche Körperteile zu unterscheiden, sie zu kennen und benennen zu können – vorzugsweise die Geschlechtsorgane. Es wird ihnen beigebracht, wie ein Baby gezeugt wird und wie eine Geburt vor sich geht. Dazu finden die Kleinen in dem Sex-Koffer Puppen zum Üben und eindeutiges Bildmaterial.

Das wichtigste Stichwort, das die Kleinen jetzt lernen müssen, heißt Lust, sagt der Konrektor Kindergärten, Daniel Schneider, der den Sex-Leitfaden zusammen mit sogenannten Fachpersonen für den Kanton Basel-Stadt ausgearbeitet hat. Die kleinen Kinder sollen »erkennen, dass Berührungen an Körperstellen lustvoll sein können«. In der Praxis kann das dann so aussehen: Die Kinder massieren ­einander gegenseitig – oder berühren sich mit warmen Sandsäcken, heißt es. Leise Musik untermalt den Lustunterricht. »Wichtig ist, dass sie lernen, Nein zu sagen, wenn sie an einer Stelle nicht ­berührt werden wollen.« Schneider glaubt, dass »Kinder dabei unterstützt werden sollen, ihre Sexualität lustvoll zu entwickeln und zu ­erleben«.

Auch die »Doktorspiele« werden jetzt offiziell als Anschauungsunterricht etabliert. Eigentlich praktisch für die Sexunterrichts-Pädagogen, dass dieser ursprünglich harmlose Begriff schon lange existiert. Denn nun werden die kindlichen »Doktorspiele« auch gleich als eine Art Bestätigung benutzt, um der Welt auf pseudowissenschaftliche Weise klarzumachen, man sei auf dem richtigen Weg: »Dass Kinder in diesem Alter Lust empfinden, ist normal. Das darf man nicht abklemmen – sonst kann sich das negativ auf die Entwicklung auswirken«, so der ehemalige Kindergärtner Schneider.

Man fragt sich, warum einem in diesem Moment der Name des ehemaligen Kindergärtners Cohn-Bendit unbedingt einfallen will. Aber hier landet man auch gleich bei den richtigen und wichtigen Hintergrundinformationen, was nämlich tatsächlich hinter der Sexualisierung der kleinen Kinder steckt. Es sind natürlich nicht allein vereinzelte, durchgeknallte Erzieher, die sich gerade etwas Neues ausgedacht haben. Sondern es stecken hinter diesen Aktionen handfeste politische Forderungen von Linken und Grünen, die in Wirklichkeit seit fast 30 Jahren auf allen möglichen Wegen versuchen, Straffreiheit für die überall grassierende Krankheit Pädophilie zu erreichen. Sie arbeiten somit dem Begriff »Gender Mainstreaming« zu, der von der EU und den Vereinten Nationen in alle Grundgesetze der westlichen Welt verankert wurde. Das ist der ausgeklügelte und sehr wohl durchdachte Masterplan eines sexuellen Umerziehungsprogramms für die gesamte Menschheit, der es in sich hat, von dem allerdings immer noch ausschließlich ein Bruchteil der Menschen Kenntnis hat. Warum? Weil viele noch schlafen (wollen?). Es sei ausdrücklich an dieser Stelle empfohlen, den schon im vergangenen Jahr zu diesem Thema veröffentlichen Artikel bei Kopp Online dazu zu lesen.

Doch nun zu den Schweizer Schulkindern: In den oberen Klassen, zunächst in Basel, demnächst in der gesamten Schweiz, geht es nach dem Plan der »Expertentruppe« Daniel Schneiders eindeutiger zur Sache. Aufklärungsvideos und Vaginas aus Plüsch gehören ebenso zum Unterrichtsprogramm wie höl­zerne Penisse.
Doch nicht nur in den Basler Schulen gibt es diese Lust- und Sexplanungen für Kinder. Auch in den Kantonen St. Gallen und Appenzell  kennt man in vielen Schulhäusern den sogenannten Sexteppich – eine bunte Collage aus Papierschnipseln mit obszönen Begriffen, die von den Kindern aufgeschrieben  werden müssen. Wenn Aufklärungsstunde ist, müssen die Heranwachsenden Menschen diese laut vorlesen. »Ficken«, »Bumsen«, »Knallen« seien noch die harmlosesten, so die Schweizer Zeitung Blick.
Man fasst sich an den Kopf, dass hier auch Theologen am Werk sind. Pius Widmer, (62), der ebenfalls als Sexualpädagoge der Fachstelle für Aids- und Sexual­fragen in St. Gallen für zahlreiche Schulen in zwei Kantonen arbeitet, wörtlich zu den Plänen: »Durch das laute Lesen sollen die Kinder spüren, dass Wörter verletzen, aber auch erfreuen können. Wir ermuntern sie, Worte zu benützen, welche angenehme Gefühle auslösen«, so der Kleriker. Wundert man sich bei dieser offensichtlichen Selbstverständlichkeit, Kinder und Sex in einem Atemzug zu nennen, überhaupt noch über Tausende Missbrauchsfälle, die derzeit überall offenbar werden?

Mit der Einführung ihres offensiven Sexualunterrichts ab dem Kindergartenalter sind Basel-Stadt und die beiden Ostschweizer Kantone die ersten Schweizer Länder, die den offensiven Sexualkunde-Unterricht im Sommer definitiv einführen werden. Doch auch der Rest des Alpenlandes erwartet ab 2014 – mit der Einführung des umstrittenen Lehrplans 21 – einen staatlich verordneten, obligatorischen Gesamt-Sexunterricht. Gegenwärtig arbeitet ein Gremium aus Lehrpersonen und Fachspezialisten das Grundkonzept dafür aus.

Dass hier generalstabsmäßig vorgegangen und eventuellen Gegenstimmen aus dem Volk Konkretes entgegengesetzt werden soll, zeigt der genau ausgetüftelte Masterplan, von dem es kein Zurück gibt: So hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) laut der Zeitung SonntagsBlick für 1.343.000 Franken! (ca. eine Million Euro) bereits ein Grundlagenpapier zur Verankerung der Sexualerziehung in der Schule ausarbeiten lassen. Beauftragt wurden sogenannte Fachleute der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) in Luzern. Das 45 Seiten umfassende Papier soll die Kantone unterstützen, ihre Leitfäden zu erarbeiten. Die Ersten, die ihre Sexualkunde an den Empfehlungen aus Luzern ausgerichtet ­haben, sind nun die Basler.

Es ist wirklich spannend, zu lesen, was alles passieren kann, wenn Eltern ihre Kinder unbesorgt dem Staat überlassen. In dem Papier heißt es, der »bedeutende Aspekt der Erotik und Lust« dürfe im Unterricht nicht fehlen. Dass Eltern ihre Kinder vom Sexualkundeunterricht befreien lassen können, sei »nicht angezeigt«. Die »Fachleute« raten vielmehr, bei der »schweizweiten Verankerung schulischer Sexualerziehung« die Möglichkeit auf Befreiung vom Unterricht abzuschaffen.

Da weiß man doch gleich, wo es langgeht …

Wie bereits erwähnt, läuft es in Deutschland schon länger so. So berichtete die renommierte Publizistin Gabriele Kuby bereits 2009 über Homosexuellenkunde in Berliner Kindertagesstätten, um eine angebliche Homophobie, also Ressentiments gegen Schwule und Lesben, zu bekämpfen. Wohlgemerkt, es handelt sich um kleine Kinder von drei bis fünf Jahren. Doch auch in Schulen gehört der Lehrplan gegen Homophobie inzwischen zum Alltag. Kuby berichtet:
»Der Aktionsplan ist von einer unvorstellbaren Radikalität und sieht sogar
Homosexuellenkunde in Kindertagesstätten vor. Außerdem soll verstärkt Homosexuellenkunde in Schulen und sonstigen Jugendeinrichtungen durchgeführt werden.«
An diesen »Lehrplänen« sind vor allem Organisationen von Homosexuellen beteiligt »Diese forderten Geld für die Maßnahmen und das Ziel, aus der Schule einen diskriminierungsfreien Ort zu machen.«
Kuby ist entsetzt: »Mit einer solchen Politik kann sich kein christlich denkender Mensch abfinden. Der Genderwahn überschwemmt das gesamte Erziehungs- und Bildungssystem! Wer sich dagegenstellt, wird gnadenlos kaltgestellt! Die vorgesehenen Maßnahmen sind ein frontaler Angriff auf die christlichen Wurzeln Deutschlands und verlangen unsere scharfe Ablehnung.«

Diese Ablehnung wird in der Schweiz derzeit deutlich. Zum Glück!

Dort formiert sich gegen den von oben verordneten Aufklärungsunterricht inzwischen massiver Widerstand. Eltern, Lehrer und Pädagogen schließen sich gegen den Lehrplan zusammen. Ihr Ziel: Seine Einführung zu verhindern. Der Bündner Daniel Trappitsch, selbst Sexualtherapeut und Mitglied des Vereins Bürger für Bürger, der Dutzende von Kritikern aus ­allen Lagern vertritt, ist fassungslos: »Ein solcher Unterricht ist skandalös. Aufklärung ist Sache der ­Eltern.«
Auch die Politik signalisiert Unterstützung – vor allem konservative und rechtsbürgerliche Politiker aus dem Parlament sind irritiert. CVP-Nationalrat Pius Segmüller habe zwar »nichts gegen eine ­gesittete Aufklärung«. Die geplante Sexualkunde allerdings sei »eine Abartigkeit, die nahe an die Perversität kommt«.
Ulrich Schlüer, Zürcher SVP-­Nationalrat, organisiert derweil den nationalen Widerstand gegen einen Unterricht, »der an Pornografie grenzt«, wie er sagt. Schlüer koordiniert diverse Elternorganisationen. Der Widerstand sei massiv, so der SVP-Mann. Nächsten Monat schon will er der Öffentlichkeit ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des offensiven Sexunterrichts präsentieren.
Wie übrigens in Deutschland damit umgegangen wird, wenn Eltern sich dem verordneten Sexualkunde-Unterricht ihrer Kinder widersetzen, machen Dutzende Fälle aus Nordrhein-Westfalen deutlich:  Dort werden Mütter und Väter kurzerhand ins Gefängnis gesteckt und bleiben – unter Schwerverbrecher/innen wochenlang in Erzwingungshaft!

 


 

 

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