Samstag, 3. Dezember 2016
11.09.2014
 
 

Die wahren Helden hinter dem Kiewer Waffenstillstand

F. William Engdahl

Die Regierung von Präsident Petro Poroschenko in Kiew hat ganz plötzlich einem vorgeschlagenen Waffenstillstand zugestimmt, der fast identisch auf einem Vorschlag von Russlands Präsident Wladimir Putin beruht. Der Waffenstillstand, der seit einigen Tagen offenbar mehr oder weniger eingehalten wird, hat Washington völlig überrascht, sodass sich die Kriegsfalken in der Obama-Regierung gezwungen sahen, die EU beim letzten Gipfeltreffen unter Druck zu setzen, trotzdem neuen Sanktionen gegen Russland zuzustimmen.

 

Das alles unterstreicht den scheinheiligen Charakter des Krieges in der Ukraine als Mittel der Washingtoner Kriegsfalken, einen Keil zwischen Russland und die EU, insbesondere Deutschland, zu treiben und Russland in einem neuen Kalten Krieg wieder zum »Reich des Bösen« zu machen. Nur leider funktioniert es nicht wie geplant.

Einige Wochen zuvor hatten Poroschenko und das Regime in Kiew mit großer Fanfare ihre »Antiterror-Aktion« angekündigt, mit der angeblich eine bewaffnete Rebellion in verschiedenen Regionen der Ostukraine niedergeschlagen werden sollte. Dort fordern Menschen Autonomie und Rechte wie beispielsweise das Recht, weiterhin russisch sprechen und schreiben zu dürfen. Jetzt, vier Monate nach Beginn eines Konflikts, der sich inzwischen zum Bürgerkrieg entwickelt hat, schreibt ein gut informierter Blogger:

 

»Die (ukrainische Armee) zieht sich nicht in eine, zwei oder drei Richtungen zurück, sondern überall (mit Ausnahme der Region nördlich von Lugansk). Ganze Bataillone verlassen unter dem Kommando ihrer Bataillonskommandeure und ohne Zustimmung der Junta-Führung die Front. Mindestens ein solcher Bataillonskommandeur wird bereits wegen Desertion verurteilt. Die gesamte Ukie-Führung scheint in Panik zu sein, allen voran Jazenjuk und Kolomoisky, während die Nazis wütend über die Regierung Poroschenko sind. Es gibt ständig Gerüchte über einen Putsch wütender Nazi-Nationalisten gegen Poroschenko …«

Bis zum 4. September waren laut Berichten aus der Ukraine die folgenden Einheiten der ukrainischen Streitkräfte zerstört:

* Erste Panzerbrigade – 50 Panzer vom Typ T-64 Bulat und andere gepanzerte Fahrzeuge. Die einzige ukrainische Einheit, die über die modernisierte Version T-64BM »Bulat« verfügt. (76 Einheiten im Oktober 2011). Diente in der nördlichen Lugansk-Front.

* 24. Mechanisierte Brigade – Jaworiw, Bezirk Lwiw. Ein Bataillon im südlichen Kessel zerstört. Die beiden anderen Bataillone zerstört am 12.-14. August in Kämpfen in Savur Mogila. Reste der Brigade werden zu »Deserteuren« erklärt und erwarten ihr Urteil in Melitopol.

* 30. Mechanisierte Brigade – Nowohrad-Wolynskyi im Bezirk Schytomir. 1. und 3. Bataillon in der ersten Augusthälfte in der Region Krasny Luts geschlagen. 2. Bataillon am 12.-14. August in Stepanowka geschlagen. Von 4.000 Soldaten überleben nur 83. Andere Einheiten zogen sich am 27. August aus dem Gebiet zurück.

* 51. Mechanisierte Brigade – Wladimir-Wolyn in der Region Wolyn. Anfang August im südlichen Kessel teilweise zerstört. Drittes Bataillon Ende August in Ilowaisk zerstört. Die Überreste, 500 Mann, schlossen sich mit der 92. Brigade zusammen, wurden aber um den 30. August im Kessel von Amwrosijewka zerstört.

* 72. Mechanisierte Brigade – Bila-Zerkwa, Region Kiew. Anfang August im südlichen Kessel vollkommen zerstört. Die verbliebenen ungefähr 400 Mann wurden zu »Deserteuren« erklärt und an verschiedene Orte gebracht.

* 79. Luftbewegliche Brigade – Nikolajew und Bolgrad, Region Odessa. Anfang August im südlichen Kessel zerstört. Die verbliebenen 400 Mann wurden auf ihren Stützpunkt zurückverlegt.

* 92. Mechanisierte Brigade – Klugie-Maskirowka, Region Charkow an der Lugansk-Front. Ein Bataillon in der Gegend von Charkow. Ein Versorgungs-Konvoi wurde am 29. August von Partisanen in einen Hinterhalt gelockt; mehrere Fahrzeuge zerstört und zwei Soldaten getötet. Eine taktische Einheit von 2.500 Mann, 16 Panzern, selbstfahrende Artillerie, gepanzerte Personentransporter und Lastwagen – insgesamt ungefähr 100 Stück Ausrüstung wurde am 23. August an die Ilowaisk-Front geschickt. Alle wurden am 30. August im Amwrosiewka-Becken zerstört.

Außerdem erlitten die folgenden Einheiten in jüngster Zeit große Verluste bei Kämpfen:

* 25. Luftlandebrigade – in der Region Dnipropetrowsk. Im April desertierten sechs BMD-Panzer mit Besatzung nach Slawijansk. Die gesamte Einheit wurde auf Anordnung des amtierenden Präsidenten Oleksandr Turchynow »aufgelöst«. IL-76 wurde über dem Flughafen Lugansk abgeschossen, 49 Gefallene. Ein Bataillon Anfang August in Shakhtersk-Kämpfen zerstört. Ein weiteres Bataillon vor wenigen Tagen in der Region Marinowka-Koževni zerstört.

* 95. Luftlandebrigade – Zhytomyr. Seit Beginn an Kämpfen beteiligt, derzeit die erfahrenste und effizienteste ukrainische Bodeneinheit. Am 24. August im Amwrosiewka-Becken gefangen.

* 17. Panzerbrigade – Krywyj Rih. Zahlreiche Panzer zerstört oder erbeutet. Einige Einheiten in Ilowaisk ausgelöscht.

* 128. Mechanisierte Brigade – Mukatschewe, Region Transkarpatien (Gebirgs-Infanterie). Aktiv an der Lugansk-Front. Verlor im südlichen Kessel die gesamte Ausrüstung. Ein Bataillon wurde nach Transkarpatien zurückverlegt, um dort einen Aufruhr niederzuschlagen. Mehr tot als lebendig.

Anhand der Liste wird klar, warum der ukrainische Oligarch, Präsident Poroschenko, einem Waffenstillstand zustimmte. Was immer der gestürzte Präsident Janukowitsch zu Beginn der Proteste auf dem Maidan-Platz und anderswo im November 2013 mit seiner Polizei getan haben mag, er hat niemals eine derart massive Militärmacht eingesetzt, um die Besetzung von Regierungsgebäuden durch Bürger zu beenden. Es sei daran erinnert: Die Regierungsgebäude wurden besetzt, nachdem das neu eingesetzte Kiewer Putsch-Regime, dem Neonazis in Schlüsselpositionen als Innen- und Verteidigungsminister angehörten und dessen Ministerpräsident Jazenjuk von den USA als Regierungschef ausgewählt wurde, eine Debatte über ein Verbot des Gebrauchs der russischen Sprache und andere Einschränkungen für die ethnischen Russen im Osten begonnen hatte.

 

Als die Bürger der Krim am 16. März in einem Referendum mit über 93 Prozent der abgegebenen Stimmen dafür votierten, Teil der Russischen Föderation zu werden, und der russische Präsident dies akzeptierte, begannen Proteste ethnischer Russen und anderer Bürger, die das neue Regime in Kiew fürchteten. Sie forderten ein föderales System innerhalb der Ukraine, das die Freiheit der Sprache und andere Rechte gewährte. Die Antwort von Jazenjuks US-gestütztem Gangster-Regime war rohe militärische Gewalt.

 

Kiews Krieg der ethnischen Säuberung

 

Nach dem 22. Februar 2014 ging das Kiewer Putsch-Regime zu einem Krieg von ethnischer Säuberung in der Ostukraine über, zu einem erheblichen Grade geführt von einer Privatarmee aus Neonazis des rechten Sektors, die zuvor bereits die Sicherheit auf dem Maidan organisiert und russischsprachige Ukrainer terrorisiert hatten. Aus solchen Neonazis und anderen Söldnern wurden Bataillone gebildet. Sie erhielten den staatlichen Status als Soldaten der »ukrainischen Nationalgarde«, finanziert vom ukrainischen Mafiaboss und Milliardär-Oligarchen Ihor Kolomoisky, zum Teil auch vom Millionär-Oligarchen Rinat Achmetow oder von Oleh Lyashko, einem wegen Veruntreuung verurteilten Politiker aus Kiew.

 

Diese privaten Söldner führen seit März 2014 einen brutalen Krieg innerhalb der Ukraine, sie töten wahllos ukrainische Bürger, beschießen Dörfer, um die Einwohner zu vertreiben und versuchen letztendlich, Washingtons ultimativen Plan zu provozieren – eine russische Militärinvasion, die als Vorwand für eine NATO-Mobilisierung genutzt werden soll, durch welche die Landkarte Europas, Russlands, Chinas und der Welt verändert würde.

 

Seit Beginn ihrer – wie Kiew sie provokativ nennt – »Anti-Terror-Operation« (ATO) gegen die Rebellen in der Ostukraine im April 2014 sind bei Kämpfen im Osten des Landes 2.593 Menschen gestorben und mindestens 6.033 verwundet worden. Nach Angaben der Vereinten Nationen liegt die Zahl der im Land vertriebenen Ukrainer bei 260.000, weitere 814.000 fanden Zuflucht in Russland. Der Krieg tobte in der Umgebung von Rebellenhochburgen in Luhansk, Slowayansk, Donezk und Mariupol am Asowschen Meer.

 

In Wirklichkeit geht es um die NATO

 

Die tiefergehende Frage bei diesem Krieg wird systematisch in allen Mainstream-Medien in Deutschland, der EU und in den USA ausgeblendet. Die eigentliche Frage ist die Bedrohung durch die Osterweiterung der NATO, eine US-geführte Militärallianz, die eigentlich vor 20 Jahren hätte langsam aufgelöst werden sollen, als die Sowjetunion den Warschauer Pakt beendete. Anstatt das Profil der NATO zurückzufahren, wie Washington Russland gegenüber feierlich versprochen hatte, begannen neokonservative Kriegsfalken in den USA, angefangen mit den Clinton-Jahren, mit der Ausweitung der NATO nach Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik und anderen Ländern. 2004 initiierte Washington erfolgreiche Farbenrevolutionen und Regimewechsel in der Ukraine und im benachbarten Georgien; die neuen Präsidenten versprachen, die beiden an Russland grenzenden Länder in die NATO zu bringen.

 

Die Ausweitung der NATO, die zu einer Bedrohung der russischen Souveränität wurde, überschritt nach Ansicht Moskaus die Grenzen des Vernünftigen, als die Regierung von Präsident George W. Bush Anfang 2007 erklärte, die USA strebten nach einem Atomaren Primat – so der Jargon des Pentagon. Gemeint ist die Fähigkeit, ungestraft einen atomaren Erstschlag gegen Russland zu richten. Bush hatte die Errichtung von Raketenbasen und speziellen Radarstationen in Polen und der Tschechischen Republik angeordnet, durch welche die USA in der Lage wären, jede russische Antwort auf einen amerikanischen Erstschlag gegen russische Raketensilos und Verteidigungsstützpunkte auszuschalten. Vertreter der Bush-Regierung logen ganz offen, als sie erklärten, dies richte sich gegen einen nicht bestehenden »Schurken«-Atomangriff aus dem Iran. Es zielte eindeutig auf Russland.

 

Im Februar 2007 sprach Russlands Präsident Wladimir Putin vor der jährlichen Internationalen Sicherheitskonferenz in München, der früheren Wehrkunde-Konferenz. Bei seiner in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Rede erklärte Putin:

»Das bedeutet, dass die NATO ihre Stoßkräfte immer dichter an unsere Staatsgrenzen heranbringt … Es ist offensichtlich, dass der Prozess der NATO-Erweiterung keinerlei Bezug zur Modernisierung der Allianz selbst oder zur Gewährleistung der Sicherheit in Europa hat. Im Gegenteil, das ist ein provozierender Faktor, der das Niveau des gegenseitigen Vertrauens senkt. Nun haben wir das Recht zu fragen: Gegen wen richtet sich diese Erweiterung? Und was ist aus jenen Versicherungen geworden, die uns die westlichen Partner nach dem Zerfall des Warschauer Vertrages gegeben haben?«

Bei einer Rede im NATO-Hauptquartier sagte der Chef der US-Raketenabwehr, General Henry Obering, im März 2007, Washington wolle auch im Kaukasus ein Raketenabwehrsystem errichten, wahrscheinlicher Standort seien die ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien und Ukraine.

 

Bezeichnenderweise war einer der wenigen westlichen Politiker, die sich damals alarmiert über die angekündigten Pläne der USA zur Stationierung einer Raketenabwehr in Polen und der Tschechischen Republik zeigten, der ehemalige deutsche Bundeskanzler Schröder. Schröder selbst hatte sich 2003 mit seinem klar ausgesprochenen Widerstand gegen den Irakkrieg de facto den Status als »Feind« der Bush-Regierung erworben. Bei einer Rede am 11. März 2007 in Dresden, wenige Tage nach Putins Münchner Rede, erklärte Schröder, die Pläne der USA, ihre Raketenabwehrsysteme in Osteuropa zu errichten, seien Teil eines Versuchs einer törichten Einkreisungspolitik gegenüber Russland. Schröder warnte, man riskiere ein neues globales Wettrüsten.

Schröders Befürchtungen trafen zu, wie die Ereignisse der Folgezeit bewiesen haben. Als der erste Versuch, Ukraine und Georgien über eine Farbenrevolution in die NATO zu bringen, scheiterte, bereitete Washington verdeckt die »Revolution« vom Februar 2014 auf dem Maidan-Platz vor, durch die ein Regime von offenen Psychopathen ans Ruder kam. Mit dem brutalen Krieg gegen die eigene Bevölkerung entlang der russischen Grenze in der Ostukraine und der Drohung, die Pipelines für Lieferungen von russischem Erdgas nach Westeuropa zu sperren, sollte versucht werden, Russland zu einem Fehler zu provozieren, der der NATO den Vorwand zum Eingreifen liefern würde.

 

Wir alle sollten Gott danken, dass es nicht dazu kam, und dass Russland in dieser Situation mit bemerkenswerter Zurückhaltung agiert hat. Stattdessen hat eine bunt zusammengewürfelte Bürgermiliz in der Ostukraine, die für ihre Häuser, ihr Land, ihre Familien und Freunde kämpfte, mit oder ohne gelegentlicher Hilfe von Russen, einen unglaublichen Kampf gekämpft. Es war ein Kampf, den Wahnsinn zu stoppen, der in Kiew ans Ruder gebracht wurde – von der neokonservativen Ressortleiterin des US-Außenministeriums Victoria »Fuck the EU« Nuland, CIA-Direktor John Brennan und anderen in der Obama-Regierung.

 

Das Ziel der Kriegsfraktion in Washington war und ist die Durchsetzung des neokonservativen neuen Kriegsplans, einen Keil zwischen Russland und Eurasien und die EU, insbesondere Deutschland, zu treiben, und vor allem die neu auftauchende Bedrohung durch die russisch-chinesische Allianz, die sogenannte Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und die Organisation der BRICS-Staaten einzukreisen und letztendlich zu zerstören. Endlich ist es nach Poroschenkos Erklärung eines Waffenstillstands Zeit, zu erkennen, welchen Dank alle Freunde des Weltfriedens und zivilisierte Menschen auf der ganzen Welt den Bürgern der Ostukraine dafür schulden, dass sie mit ihrer Weigerung, ihr Leben durch eine kriminelle Gang von US-finanzierten Barbaren in Kiew zerstören zu lassen, möglicherweise geholfen haben, einen Weltkrieg zu verhindern.

 

Der bedenklichste Aspekt der Krise in der heutigen Ukraine ist die völlige Unkenntnis in Westeuropa – wegen einer de facto bestehenden Pressezensur durch die NATO – darüber, was mit dem Krieg in der Ukraine auf dem Spiel steht. Es geht um nichts Geringeres als die Frage einer möglichen thermonuklearen Auslöschung, nicht Washingtons – dessen Kriegsfalken die NATO-Ausweitung und die Bedrohung eines atomaren Erstschlags initiiert haben – sondern Westeuropas. Solch ein Krieg wird Westeuropa von Polen über die Tschechische Republik und andere Länder zum atomaren Schlachtfeld eines Krieges machen, der schließlich zu einem neuen Weltkrieg werden wird. Das hätte doch wohl zumindest eine nüchterne und offene Debatte in den Mainstream-Medien verdient.

 

 

.

Leser-Kommentare (23) zu diesem Artikel

13.09.2014 | 14:22

rotepmal

@Christian: Vielleicht ticken wir ja völlig anders und sprechen auch eine andere "Sprache"? Ich für mein Teil sehe in obzöne sexuelle Andeutungen in z.B. Kirchen noch keine Argumente oder anders geartete "Denkanstöße". Gesellschaftliche Kritik gehört in eine anderen Rahmen! Dort darf sie dann auch für mich nach Herzenslust provokant sein, dort darf es dann sogar gelegentlich einmal "unter die Gürtellinie" gehen. Was pussy riot da macht ist einfach...

@Christian: Vielleicht ticken wir ja völlig anders und sprechen auch eine andere "Sprache"? Ich für mein Teil sehe in obzöne sexuelle Andeutungen in z.B. Kirchen noch keine Argumente oder anders geartete "Denkanstöße". Gesellschaftliche Kritik gehört in eine anderen Rahmen! Dort darf sie dann auch für mich nach Herzenslust provokant sein, dort darf es dann sogar gelegentlich einmal "unter die Gürtellinie" gehen. Was pussy riot da macht ist einfach nur Aufmerksamkeit heischende Provokation, die nur unter die Gürtellinie geht. Wie gesagt, im Westen würde diese entweder völlig ignoriert oder gleich knallhart geahndet werden. Fragen Sie einmal Herrn Mollat.... Im übrigen wurde über pusy riot doch nur so ausführlich berichtet, weil es in Russland geschah. Ansonsten hätte kein Schwein davon Notiz genommen.


13.09.2014 | 10:05

Elisa

Die ganze Kriegsberichtserstattung zur Ukraine ist, wie auch anderswo, propagandistisch gesteuert. Vermeintliche Tatsachen können sich so derart schnell zu Superlügen mausern, während aufkommende Fragen erkennen lassen, dass hier Vieles bewusst vom Westen - und wohl auch vom Osten - vertuscht wird. Tatsache scheint jedoch, dass Russland in diesem Kriegsspiel versucht, Krieg zu vermeiden, während die hoch verschuldeten Amis dringend Geld und Ressourcen brauchen. Ein Krieg fördert...

Die ganze Kriegsberichtserstattung zur Ukraine ist, wie auch anderswo, propagandistisch gesteuert. Vermeintliche Tatsachen können sich so derart schnell zu Superlügen mausern, während aufkommende Fragen erkennen lassen, dass hier Vieles bewusst vom Westen - und wohl auch vom Osten - vertuscht wird. Tatsache scheint jedoch, dass Russland in diesem Kriegsspiel versucht, Krieg zu vermeiden, während die hoch verschuldeten Amis dringend Geld und Ressourcen brauchen. Ein Krieg fördert die Rüstungsindustrie und trägt zu einträglichen Gewinnen der entsprechenden Investoren bei. Dabei soll der Wirtschafts- und Währungskrieg des Westens gegen Russland und im Hintergrund gegen China zugunsten des Westens ablaufen. Soll - ob das aber so ablaufen wird, steht in den Sternen. Es ist anzunehmen, dass dieses Game für die verrotteten USA ein paar Nummern zu gross ist. Nur, die USA haben mit ihrem Machtanspruch keine Alternative. Dieses hoffnungslos verschuldete Land ist heruntergewirtschaftet und steht vor dem Zerfall in seine einzelnen Staaten. Nur ein Totalsieg über die neu aufkommenden Grossmächte, und zwar mit üppiger Kriegsbeute, könnte sie retten.

Die US-Soldaten (Blackwater-Söldner) wie auch die Ukraine-Soldaten wissen gar nicht recht, für oder gegen was sie eigentlich kämpfen. Wenn die Ukrainischen Soldaten aufwachen (- spätestens wenn sie keinen Sold erhalten -), rennen sie zu den Russen, während die ostukrainischen Soldaten für ihr Land und ihre Ressourcen kämpfen. Und warum soll Putin nicht seinen ethnischen Brüdern und Schwestern in der Ostukraine helfen, wenn die Amis in gierig ausbeuterischer Manier dies in der Ukraine von Anfang an machten???

Flucht nach Russland: Kiew laufen die Truppen davon
http://de.ria.ru/zeitungen/20140805/269201019.html

Amerika ist geschwächt und kann Zerfall von Staaten nicht verhindern
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/21/amerika-ist-geschwaecht-und-kann-zerfall-von-staaten-nicht-verhindern/

US-Söldner: Blackwater und Israelische MP in der-Ukraine
http://mijnvrijdenkersruimte.blogspot.ch/2014/03/us-soldner-blackwater-und-israelische.html

Ukraine: Ehemaliger Söldner von Blackwater vermietet Lizenz zum Töten
http://www.neopresse.com/politik/ukraine-ehemaliger-soeldner-von-blackwater-vermietet-lizenz-zum-toeten/


12.09.2014 | 05:25

Messknecht

@christian (11.09.2014 | 17:09), du irrst dich: Die Medien bringen ständig das Wort "Annektion" wenn sie über die Krim berichten. Eine völlig falsche Bezeichnung die durch permanente Wiederholung nicht richtiger wird. "Eine Annexion ist die erzwungene (auch einseitige) endgültige Eingliederung eines bis dahin unter fremder Gebietshoheit stehenden Territoriums in eine andere geopolitische Einheit." Was auf der Krim geschah war weder erzwungen noch einseitig....

@christian (11.09.2014 | 17:09), du irrst dich: Die Medien bringen ständig das Wort "Annektion" wenn sie über die Krim berichten. Eine völlig falsche Bezeichnung die durch permanente Wiederholung nicht richtiger wird. "Eine Annexion ist die erzwungene (auch einseitige) endgültige Eingliederung eines bis dahin unter fremder Gebietshoheit stehenden Territoriums in eine andere geopolitische Einheit." Was auf der Krim geschah war weder erzwungen noch einseitig. Es entsprach vielmehr dem Selbstbestimmungsrecht der Völker, in dem durch eine Volksabstimmung 96 Prozent sich für eine Trennung von der Ukraine und Beitritt zur Russischen Föderation entschieden. Die richtige Bezeichnung für was auf der Krim passierte ist "Anschluss" oder "Wiedervereinigung". Aber die westlichen Medien und Politiker leugnen was wirklich stattfand und was der Volkswille ist, verdrehen die Tatsachen und betreiben anti-russische Propaganda. Gebetsmühlenartig wird die Lüge der "Annektion" wiederholt, nach dem Motto, so lange wiederholen bis sie jeder glaubt. Dabei kann man die Krimbewohner nur dazu gratulieren, dass sie den Mut und den Willen aufbrachten, das richtige zu tun. Richtig deshalb, weil ihnen der Nazi-Terror der sich durch das Massaker von Odessa und der Krieg des faschistischen Regimes in Kiew gegen die Bevölkerung der Südostukraine erspart bleibt. Das absolut skandalöse dabei ist, der Westen schweigt komplett über diese Verbrechen. Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Annektion - das Unwort des Jahres 2014 http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2014/05/annektion-das-unwort-des-jahres-2014.html#ixzz3D4Ih5esJ


12.09.2014 | 00:53

Christian

@rotepmal: Die Gruppe will provozieren, nicht zuletzt auch mit dem Namen und dem Aussehen. Vielleicht machen Sie sich mal mit der Punkt-Szene vertraut. Wenn Sie diese Leute in die Psychiatrie einweisen wollen, dann sollten Sie es wohl zunächst mit den skrupellosen Bankstern machen ... aber wie war das? Wem es gut geht, der kann schnell über Andersdenkende urteilen, die für Grundrechte kämpfen. - - - Diese Gruppe war nur ein Beispiel zur Illustration, dass Gegenmeinungen zu Putin...

@rotepmal: Die Gruppe will provozieren, nicht zuletzt auch mit dem Namen und dem Aussehen. Vielleicht machen Sie sich mal mit der Punkt-Szene vertraut. Wenn Sie diese Leute in die Psychiatrie einweisen wollen, dann sollten Sie es wohl zunächst mit den skrupellosen Bankstern machen ... aber wie war das? Wem es gut geht, der kann schnell über Andersdenkende urteilen, die für Grundrechte kämpfen. - - - Diese Gruppe war nur ein Beispiel zur Illustration, dass Gegenmeinungen zu Putin böse bestraft werden. Im Blick auf Ihre Worte gehe ich davon aus, dass Sie den Text des "Gebets" (oder der Provokation - nennen Sie es, wie Sie wollen) nicht kennen. Die Frauen haben gegen Putin gewettert (und gegen die Kirche, die gemeinsame Sache mit Putin macht). - - - Bei uns kämen sie nicht in ein Arbeitslager. Und ebensowenig in die Psychiatrie. Klar, sie bekämen eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Da sie aber nicht gegen Gott "gesungen" haben, wäre es dann auch gewesen. - - - Irgendwie scheinen hier die Kommentatoren Russland unter Putin für das liebenswerteste, freiheitlichste und ehrlichste Land zu halten, offen, kritikfähig, sich für den Frieden einsetzend. Und alle, die etwas gegen Putin sagen, sind von den westlichen Medien manipuliert worden, natürlich.


11.09.2014 | 23:40

A-Z

@Bernd Kemmler Danke für den Link!!


11.09.2014 | 21:51

rotepmal

@Christian: Und wenn Sie mit der wörtlichen Übersetzung von "pussy riot" samt deren Verhalten gleiches in Deutschland täten, dann kämen Sie bestimmt nicht in die Tagesschau. Ihr Verständnis von Freiheit ist nicht nur nicht meines und die Damen mit ihrem "pussy riot" wären hier in Deutschland wohl eher ein Fall für die Psychiatrie.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

OSZE-Bericht überführt Obama als Lügner: Keine russischen Soldaten und Panzer in Ukraine

Prof. Michel Chossudovsky

Der folgende Bericht ist eine schallende Ohrfeige für US-Präsident Barack Obama und seine NATO-Partner, die vom 4. bis 5. September in Newport in Wales zu einem Gipfeltreffen zusammenkamen. Am 3. September hatte Obama erklärt, »russische Kampftruppen mit russischen Waffen in russischen Panzern« seien in der Ostukraine eingesetzt. Das ist nicht nur  mehr …

US-Intelligence-Veteranen warnen Merkel bezüglich der Ukraine

F. William Engdahl

Eine Gruppe ehemaliger hoher US-Geheimdienstoffiziere mit viel Erfahrung in der Formulierung der US-Intelligence haben sich in einem ungewöhnlichen Schritt mit einem Offenen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt, in dem sie ihr raten, amerikanische Behauptungen, es habe eine russische Invasion in die Ukraine gegeben, mit  mehr …

»Gebt ihnen die Waffen die sie brauchen!«: Zu den Ukrainern, denen John McCain Waffen liefern will, gehören auch Neonazis

Paul Joseph Watson

Nachdem sich der republikanische Senator aus Arizona, John McCain, zuvor schon vehement dafür eingesetzt hatte, syrische extremistische Kämpfer mit Waffen zu versorgen, drängt er Washington nun dazu, Waffen an ukrainische Kampfgruppen zu liefern, zu denen auch rechtsextreme Neonazis gehören. In der Sendung Face the Nation des amerikanischen  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Spannendes Sachbuch: Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz unsere Medien lenken

Christine Rütlisberger

Es gibt spannende Thriller. Und es gibt trockene, aber informative Sachbücher. Ein neues Buch über gekaufte Journalisten sprengt diese Grenzen. Haben auch Sie das Gefühl, häufig von unseren Medien manipuliert zu werden? Dann setzen Sie sich besser, bevor Sie weiterlesen. Denn die Fakten sind unglaublich. Und sie werden mit 560 Quellen belegt.  mehr …

MH17-Zwischenbericht: Bankrotterklärung für die offizielle Version

Gerhard Wisnewski

Ein dünneres Papierchen gab’s noch nie: Nach fast zwei Monaten haben die sogenannten »Ermittlungsbehörden« doch noch etwas über Flug MH17 von sich gegeben. Die niederländische Unfalluntersuchungsbehörde Dutch Safety Board (DSB) hat einen »vorläufigen Bericht« über den Absturz vorgelegt. Die Aufzeichnungen des Cockpit Voice Recorders bleiben jedoch  mehr …

OSZE-Bericht überführt Obama als Lügner: Keine russischen Soldaten und Panzer in Ukraine

Prof. Michel Chossudovsky

Der folgende Bericht ist eine schallende Ohrfeige für US-Präsident Barack Obama und seine NATO-Partner, die vom 4. bis 5. September in Newport in Wales zu einem Gipfeltreffen zusammenkamen. Am 3. September hatte Obama erklärt, »russische Kampftruppen mit russischen Waffen in russischen Panzern« seien in der Ostukraine eingesetzt. Das ist nicht nur  mehr …

Sternhaufen M 54: Ein kosmisches Rätsel weitet sich aus

Andreas von Rétyi

Mit dem Durchmusterungs-Teleskop der Europäischen Südsternwarte in Chile haben Astronomen jetzt ein altes und hartnäckiges Problem bestätigt. Im Weltraum »stimmt« etwas nicht mit der Chemie – das Leichtmetall Lithium ist einfach zu selten. Was eher unwichtig klingt, kann möglicherweise ganze Weltbilder auf den Kopf stellen.  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.