Saturday, 1. October 2016
14.12.2010
 
 

Global Warming? Die kälteste Woche in Europa seit 1772 …

F. William Engdahl

Regierungsvertreter aus aller Welt waren vergangene Woche im mexikanischen Ferienort Cancún versammelt, um über drakonische Maßnahmen zu beraten, die de facto auf eine Besteuerung des Kohle- und Ölverbrauchs hinauslaufen. Die Gastgeber des Klimagipfels hatten den Tagungsort, an dem es um diese Jahreszeit eigentlich schön warm sein sollte, mit Bedacht gewählt. Es sollte nicht erneut dasselbe passieren wie beim Kopenhagener Treffen vor einem Jahr, als der schlimmste Schneesturm seit Menschengedenken tobte. Der war natürlich nicht gerade hilfreich gewesen, Regierungen davon zu überzeugen, die Erde stehe am »Umkipp-Punkt« einer katastrophalen Erwärmung durch vom Menschen verursachte CO2-Emissionen. Und was geschieht jetzt? In Cancún wurde die kälteste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen an diesem tropischen Ferienort registriert.

Im Winter 1947 mussten Soldaten die Eisenbahnschienen freiräumen – ein Phänomen, das wir möglicherweise schon bald wieder beobachten können.

 

Der UN-Klimagipfel – besser gesagt das Klimaspektakel – von 2009 in Kopenhagen scheiterte, weil sich eine Gruppe aufstrebender Länder unter Führung Chinas und Brasiliens vehement gegen einen versuchten Coup der USA und der europäischen Industrieländer zur Wehr setzte, die den Ländern eine vorformulierte Agenda aufdrücken wollten. Die Endphase der Konferenz in Kopenhagen geriet zum absurden Theater, als der Präsident der Vereinigten Staaten unaufgefordert an einem Treffen zwischen China, Brasilien und anderen Entwicklungsländern teilzunehmen versuchte, um deren Widerstand gegen den von ihm selbst eingeleiteten Coup zu brechen. Auch hier war Obama kein Erfolg beschieden.

 

Jetzt versucht die Global-Warming-Lobby erneut ihr Glück – nach einem Jahr desaströser Skandale für den UN-Klimarat IPCC und dessen Chef, den indischen Eisenbahningenieur und Ökonomen (sic!), Nobelpreisträger Dr. Rajendra Pachauri.

 

Folgt man der Spur des Geldes, dann wird deutlich, warum die Verfechter von Global Warming ihre Pläne mit solchem Fanatismus verfolgen. Es winken zukünftige Gewinne in Billionenhöhe (ja, Billionen, nicht Milliarden), sofern es gelingt, die Regierungen der Welt dazu zu bringen, Obergrenzen für CO2-Emissionen festzusetzen, mit denen die großen Banken an der Wall Street und in London dann Handel treiben können wie mit Öl-Futures.

 

Im Verein mit Pachauris gleichfalls skandalumwittertem Co-Nobelpreisträger Al Gore hat Goldman Sachs die Chicagoer Klimabörse (Chicago Climate Exchange, CCE) aufgebaut, die wiederum ein Schwesterunternehmen der Europäischen Klimabörse ECX in London ist. Zu deren Mitgliedern zählen die Barclays Bank, ABN Amro Bank, BP (schon mal von diesem großartigen Klimaretter gehört?), Shell, Goldman Sachs, Moran Stanley, E.ON und andere.

 

Wenn uns die Namen dieser Großbanken bekannt vorkommen, dann deshalb, weil es dieselben sind, denen seit 2007 mit Steuergeldern aus der Patsche geholfen worden ist, nachdem sie uns Billionen Dollar an Giftmüll aus dem Schwindel mit verbrieften Hypotheken aufgehalst hatten. Das wurde dann beschönigend als »Weltfinanzkrise« bezeichnet, als ob die Welt dafür verantwortlich wäre und nicht Goldman Sachs, Morgan Stanley, die Deutsche Bank, Barclays und deren Freunde.

 

Jetzt will dieselbe Clique Regierungen dafür gewinnen, eine willkürliche Obergrenze, genannt »Cap«, für die Menge an CO2 festzulegen, die von Autos, Flugzeugen, Lastwagen, Kohlekraftwerken, der petrochemischen Industrie und praktisch allen Bereichen der modernen Industriegesellschaft freigesetzt werden. Ist diese Obergrenze erst einmal gesetzlich vorgeschrieben, dann soll nach ihren Plänen die Global-Warming-Super-Polizei (der UN-Klimarat? Oder vielleicht Interpol?) für Länder, Betriebe oder Fahrzeuge, die ihren »Cap« überschreiten, hohe Strafen verhängen. Aber dann folgt der elegantere Teil: Setzt man diesen Bestimmungen entsprechend zu viel CO2 oder andere »Treibhausgase« frei, dann gibt es eine clevere Alternative: Man kann Gutschriften, sogenannte Emissionszertifikate, von jemand anderem »kaufen«, dessen CO2-Emissionen unter der festgelegten Grenze liegen. Zu welchem Preis? Nun, der wird, genauso wie heute der Ölpreis, von den Göttern des Geldes an der Wall Street festgelegt. Uns raten sie, den magischen Kräften des Marktes zu vertrauen, sie selbst aber kontrollieren den »Marktpreis« der Emissionszertifikate.

 

 

Global Warming oder Neue Eiszeit?

 

Das Problem, mit dem sich die Global-Warming-Lobby zunehmend konfrontiert sieht, besteht nun aber darin, dass es allem Anschein nach seit 2008 mit dem warmen Wetter vorbei ist, das seit den 1970er Jahren auf der Nördlichen Halbkugel geherrscht hat, wo die Schneedecke in den Alpen bisweilen so dünn war, dass die Ski-Industrie in ernsthafte Schwierigkeiten geriet. Einige Astrophysiker, die den Sonnenzyklus untersuchen, gehen davon aus, dass die Erde am Beginn einer neuen Kleinen Eiszeit steht, bei der die Temperaturen bis 2042 allmählich zurückgehen, bevor sie dann langsam wieder ansteigen.

In den beiden letzten Wintern wurden aus Europa und Nordamerika neue Kälterekorde gemeldet. Bisher sieht es so aus, dass der Winter dieses Jahr ähnlich verlaufen wird.

Nach Ansicht europäischer Meteorologen war die erste Dezemberwoche in ganz Europa die kälteste seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1772. Von Skandinavien bis Frankreich wurden extrem niedrige Temperaturen gemessen; die Wetterexperten schließen nicht aus, dass es so weitergehen wird. Man sollte die Kälte, die auf die ohnehin gestresste Bevölkerung im Nordwesten Europas zukommt, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und wie die Meteorologen sagen, wird Deutschland wahrscheinlich am stärksten betroffen sein, denn während es im Nordwesten für einige Tage etwas wärmer wird, verlagert sich die Kälte auf den Südosten Deutschlands.

Was ist der Grund für die kalten Winter? Etwa Global Warming? Glaubt man Obamas Klima- und Wissenschafts-»Zar« John Holdren, dann ist jede Wetterveränderung ein »Beweis« für Global Warming. Ach nein, Verzeihung, laut Holdren sollen wir ja nicht mehr von Global Warming reden. Er möchte alle Wetterlagen nutzen, um seine malthusianischen Pläne aufrechtzuerhalten, also schlägt er einen neuen Begriff vor, als ob man sich mangels wissenschaftlicher Beweise mit linguistischen Tricks behelfen könne. Holdren spricht jetzt von »Klimastörungen«. Ignorieren wir einfach, dass die Erde die eine oder andere Klima-»Störung« erlebt hat, seit die Dinosaurier oder die Höhlenmenschen mit ihren Knüppeln die Erde bewohnten – wobei bisher weder archäologische Funde noch Analysen von Jahresringen an Bäumen den geringsten Hinweis darauf geben, dass Höhlenmenschen ihre Beute mit Geländewagen verfolgt oder Kohle in Kraftwerken verbrannt hätten.

Der neue Begriff hängt zusammen mit den Plänen für eine Eine-Welt-Regierung, wie David Rockefeller in seiner Autobiografie sagt, oder für eine »World Governance«, wie Al Gore gefälliger und harmloser formuliert. Ich ziehe es vor, das Kind beim Namen zu nennen: Für mich bedeutet es einen weltweiten Polizeistaat. Die Unterstützer des IPCC sind verzweifelt bemüht, die Weltbevölkerung dazu zu bringen, in eine drastische Sparpolitik einzuwilligen, um, wie sie sagen, »den Planeten zu retten«. Wenn wir erst glauben, dass alltägliche Wetterprobleme – zu große Hitze oder Kälte, Trockenheit oder Nässe, Windstille oder Sturm, zu lange Winter oder Sommer – nur dadurch entstehen, dass wir Menschen zu viel CO2 freisetzen, wenn wir Öl oder Kohle verbrennen, dann kann das Spiel in die nächste Runde gehen: Der Energieverbrauch wird weltweit vorgeschrieben.

Holdrens Dilemma liegt darin, dass der extrem harte Winter 2010 auf der nördlichen Halbkugel und

Über die CLE kontrollieren die Wall-Street-Banken den Handel mit CO2-Zertifikaten genauso wie Ölfutures über die ICE.

ein kühler Sommer auf der südlichen von der breiten Öffentlichkeit nicht gerade als Global Warming empfunden wird. Dies wird auch sicher nicht besser durch das Ergebnis einer Überprüfung der Arbeit des IPCC, wonach es für die behauptete Erderwärmung »kaum einen Beweis« gab. Tatsächlich wurde dem IPCC empfohlen, im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit nur wissenschaftlich erhärtete Klimaprognosen zu veröffentlichen und keine von politischen Wunschvorstellungen geprägten Ansichten. Außerdem solle die Absetzung des derzeitigen Vorsitzenden in Erwägung gezogen werden. Der InterAcademy Council (IAC), eine Organisation der Akademien der Wissenschaften mehrerer Länder, war Anfang des Jahres gebeten worden, Vorwürfen gegen den IPCC nachzugehen, nachdem dessen Klimabericht 2007 breiten Protest ausgelöst hatte. Das IAC, dem renommierte Akademien der Wissenschaft, darunter auch die britische Royal Academy, angehören, empfahl dem IPCC, seine »Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit zu verbessern«, nachdem die falschen Behauptungen über die Himalaja-Gletscher dem Ansehen der Klimawissenschaften erheblichen Schaden zugefügt hatten.

 

Was ist nun aber der Grund für die extrem kalten Winter der letzten Jahre? Spielt dabei wirklich der Mensch eine Rolle oder hängt es vielmehr damit zusammen, dass die Intensität der Sonneneruptionen seit 2007 dramatisch zurückgehen, was zur Folge hat, dass auch dramatisch weniger Hitze und Energie auf unsere Erde übertragen wird? Bevor wir uns also darauf einigen, den Energieverbrauch mit hohen Steuern zu belegen, um ein Problem zu mindern, das nicht einmal nachweislich als vom Menschen verursachtes Problem existiert, sollten wir vielleicht erst die Sonne genauer untersuchen. Keines der heutigen Klimamodelle bezieht den wichtigsten Faktor mit ein, der das Weltklima bestimmt – von der Entstehung von El Niños und La Niñas im Pazifik bis hin zu extrem kalten Wintern –, nämlich den Einfluss der Sonne.

 

 


 

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