Sunday, 26. June 2016
17.02.2015
 
 

Oberkommando in Kiew: »Keine russischen Truppen oder andere Einheiten« – NATO im Donbass

George Eliason

Der ukrainische Militärexperte Major Alexander Taran hat dem ukrainischen Fernsehsender Espresso TV Aussagen von General Viktor Muschenko, dem Oberkommandierenden der ukrainischen Streitkräfte, bestätigt.

 

»Bislang sind aus den Streitkräften der Russischen Föderation nur einige Mitglieder sowie russische Bürger als Teil illegaler bewaffneter Gruppen an den Kämpfen beteiligt«, hatte General Muschenko während eines Briefings erklärt. »Wir stehen nicht im Gefecht mit der regulären russischen Armee. Wir verfügen über ausreichend Truppen und Mittel, um trotz der Anwesenheit dieser illegalen bewaffneten Gruppen einen endgültigen Sieg herbeizuführen.«

 

Beide Aussagen bestätigen, was der Chef des ukrainischen Geheimdienstes SBU erklärte. Am 6. November sagte Markian Lubkiwski, Berater des SBU-Chefs, es gebe KEINE RUSSISCHEN TRUPPEN AUF UKRAINISCHEM BODEN! Das sagte Lubkiwski dem Fernsehsender Gromadske.TV in einem Interview. Die überraschende Antwort kam, während er versuchte, Reporterfragen zu diesem Thema Herr zu werden. Laut Lubkiwski hat der SBU bestätigt, dass es rund 5000 russische Freiwillige, aber keine russischen Soldaten in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk gebe.

 

All diese Aussagen verleihen den ansonsten nicht vertrauenswürdigen Äußerungen von Olexander Turtschinow aus dem Juni 2014 Gewicht. Turtschinow, damals Sprecher des ukrainischen Parlaments, der Werchowna Rada, hatte erklärt, Vertreter der Nachrichtendienste hätten die Lage systematisch und vorsätzlich aufgeheizt, indem sie die Staatsführung falsch informierten, was ein mögliches militärisches Eingreifen Russlands anbelangte.

 

»Unsere Nachrichtendienste haben ungefähr zehn Mal im Monat gemeldet, dass der Zeitpunkt feststeht, an dem die Russische Föderation ihren militärischen Angriff startet … meistens war es gegen drei oder vier Uhr morgens. Und wir saßen kampfbereit in der Leitstelle … während sich der Rest der Armee auf einen offenen Krieg mit unserem Nachbarn im Osten vorbereitete. Geschehen ist nichts«, sagte Olexander Turtschinow Nowoje Wremja in einem aktuell erschienenen Interview.

 

Wie es scheint, haben wir für 2014 eine lange und illustre Geschichte russischer NICHT-Angriffe auf die Ukraine. Da fragt man sich doch: Wer greift denn dann eigentlich an?

 

Am Sonntag entdeckten Aufklärer der Volksmiliz innerhalb des Kessels von Debaltsewek NATO-Panzer. Ihren Informationen zufolge sind mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zu 25 Prozent der umzingelten Streitkräfte NATO-Truppen.

 

In Gebieten, in denen die ukrainische Armee Zivilisten angegriffen hat, wurden Reste von 155-mm-Artilleriegeschossen gefunden, die eindeutig mit amerikanischen Seriennummern versehen waren und von Paladin-Panzerhaubitzen verschossen werden.

 

Sind dort NATO-Truppen im Einsatz – und wer sonst könnte das komplexe Militärgerät bedienen? –, besteht die realistische Chance, dass sie es nicht nach Hause schaffen werden. Es liegt jetzt an derselben Regierung, die die Welt mit einer herbeifantasierten russischen Invasion aufschreckte und die den Planeten an den Rand eines Weltkriegs bringt.

 

Das würde auch erklären, warum USA und EU auf eine neue Friedensinitiative drängen. Was geschieht, wenn NATO-Truppen gefangen genommen werden? Selbst John McCain erklärt, dass in diesem Krieg verbotene Waffen zum Einsatz kommen.

 

Was, wenn Hunderte NATO-Soldaten in der Ukraine kämpfen? Welche Belastungen bringt das mit sich? Egal, wie man es auch dreht oder wendet: Allein schon durch McCains Eingeständnis wären amerikanische Truppen, indem sie sich an den Kämpfen beteiligen, Kriegsverbrecher.

 

Bislang ist Russland das einzige Land, das Zurückhaltung an den Tag gelegt hat und den Wunsch hegt, diesen Konflikt zu beenden. USA und EU haben sich voll und ganz hinter Kiew gestellt und geholfen, den Konflikt voranzutreiben – in dem Wissen, dass dort Kriegsverbrechen begangen werden, dass es Terroranschläge auf Busse gibt, dass Städte mit Raketen beschossen werden und mit Phosphorbomben bombardiert werden. Der Westen weiß, dass die Freiwilligen-Bataillone massenhaft Kriegsverbrechen begehen.

 

Das ganze Wesen des Krieges würde sich ändern, sollten NATO-Soldaten gefangen werden oder ihre Überreste zweifelsfrei identifiziert werden. Dann werden die russischen Waffen auftauchen, die doch laut den Mainstreammedien schon längst vor Ort sind. Sollte die NATO dann nachlegen, wird es kein Entkommen mehr geben. Dann stünden wir am Rande des Dritten Weltkriegs.

 

 

 

 


 

 

 

 

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Leser-Kommentare (27) zu diesem Artikel

21.02.2015 | 21:15

GLADIO

Uiuiuiuiui >>>> Wer wenig weiß, muss viel glauben !


20.02.2015 | 13:01

Leon Tiger

Uiuiuiuiui

Lauter kleine Verschwöries wieder am start, Immer wenn ich nen Ei in die nächste Schüssel ballere lese ich ihm nen bissel von dem Mist hier vor. Was leider zu einem sofortigen Herzinfarkt meiner Kackwurst führt, bedingt durch unbändiges und hysterisches Lachen.


20.02.2015 | 12:03

Leon Tiger

An alle,

Die hier vorherrschende Dummheit ist grenzenlos. Verschwörungstheoretiker, Kackvögel und Dumpfbacken. Ich lege Ihnen alle nahe alsbald nach Russland auszuwandern oder am besten sich sterilisieren zu lassen. Ob soviel Blödheit bin ich nur noch fassungslos.


18.02.2015 | 19:36

Furumaru

@buntes Papier Putin hat durchaus gesagt das die Krim traditionell russisches Gebiet ist da Fürst Wladimir I dort zum Christentum konvertierte und die russische Kultur hat ihre Wurzeln auch in der Ukraine da sie aus der Kiewer Rus hervorgegangen ist.Den Sonderstatus hat die Ukraine von Stalin bekommen.Und die letzten die sich als moralische Instanz aufspielen dürfen sind die Idioten von der anderen Atlantikküste was haben die in ihrer kurzen Geschichte alles gestohlen wie oft...

@buntes Papier Putin hat durchaus gesagt das die Krim traditionell russisches Gebiet ist da Fürst Wladimir I dort zum Christentum konvertierte und die russische Kultur hat ihre Wurzeln auch in der Ukraine da sie aus der Kiewer Rus hervorgegangen ist.Den Sonderstatus hat die Ukraine von Stalin bekommen.Und die letzten die sich als moralische Instanz aufspielen dürfen sind die Idioten von der anderen Atlantikküste was haben die in ihrer kurzen Geschichte alles gestohlen wie oft gegen Menschenrechte verstoßen?


18.02.2015 | 03:24

hansmuc

@ buntes papier(wahrscheinlich eher braun),ja auch ich habe hier freunde aus der ukraine,und höre dies ganz anders,als ihre aussage fand eine bezeichnende aussage von berthold brecht und die ist erst recht heute gültig die bürger werden eines tages nicht nur die worte und taten der politiker zu bereuen haben,sondern auch das furchtbare schweigen der mehrheit


17.02.2015 | 22:00

Heribert P.

Nochmals auch hier. Nun, was sehen wir hier und jetzt seit der Krim Annektierung? Eine zunehmende Veränderung der Landkarte zu Lasten der Ukraine. Wo kommen den dafür all diese Waffen, Kämpfer und Kriegsgeräte her? Wer ermöglicht diesen Kämpfern dieses Gebiet und dieses Land zu zerstören und zu verwüsten? Diese Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Daneben haben viele Menschen ihr Leben verloren. Für was? Wer profitiert davon? Dass sollten wir uns hier Fragen. Wer sitzt am...

Nochmals auch hier. Nun, was sehen wir hier und jetzt seit der Krim Annektierung? Eine zunehmende Veränderung der Landkarte zu Lasten der Ukraine. Wo kommen den dafür all diese Waffen, Kämpfer und Kriegsgeräte her? Wer ermöglicht diesen Kämpfern dieses Gebiet und dieses Land zu zerstören und zu verwüsten? Diese Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Daneben haben viele Menschen ihr Leben verloren. Für was? Wer profitiert davon? Dass sollten wir uns hier Fragen. Wer sitzt am Tisch der Verhandlungen? Wer lächelt in die Kamera und wer profitiert davon? Warum wird dieses auslöschen von Menschenleben hingenommen? Wie lange soll das noch so gehen? Es sollte sich keiner leichtfertig einen Krieg in und um Europa wünschen. Nicht die Europäer und schon gar nicht wir Deutschen. Profitiert haben von diesen Kriegen schon immer andere. Am wenigsten die Beteiligten. Also lassen wir bitte dieses Kriegsgeschrei und suchen in den Foren nach Lösungen. Das sollte unser Konsens sein. Niemand aus dem Westen sollte nun nach den letzten Friedensbemühungen aktiv mit militärischer Hilfe eingreifen. Das würde die Lage nur eskalieren lassen. Aber nur Hilflos zu sehen wie Verzeihung bei „Dominik Brunner“ geht so auch nicht. Hier war und ist Zivilcourage gefordert. Sich nicht in Gefahr bringen aber unmissverständlich zum Ausdruck bringen, dass es so nicht weitergeht. Daher müssen die neu gesetzten Grenzlinien hinter den vereinbarten Sicherheitslinien mit modernsten passiven und aktiven Verteidigungswaffen und gut geschultem Personal gesichert werden. Solange bis diese Region befriedet und gesichert ist. Andernfalls wird es hier kein Ende geben. Der vermeintlich Schwächere wird immer Angegriffen werden, solange wie sich der vermeintlich Stärkere mit dem starken Bruder im Rücken im Vorteil sieht. Wo bleiben hier eigentlich die Friedensdemonstrationen vor den kriegsbeteiligten Botschaften? Und auch vor den Botschaften der Amerikaner und Europäer. Um zu zeigen, dass es dieses Mal und auch in Zukunft keinen Krieg mehr in Europa und an Europas Grenzen geben wird. Wo bleibt hier die Solidarität mit der leidenden Bevölkerung? Wo bleibt die Stimme der friedliebenden Menschen und Völker bei der kreativen Lösung des Konfliktes. Dazu sollten wir alle unsere Energie einsetzen um die Katastrophe einzugrenzen und zu verhindern. Lasst uns dieses gemeinsam Angehen.

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