Tuesday, 30. August 2016
04.03.2014
 
 

An Merkels Händen klebt Blut: Die »Klitschko-E-Mails« und der Westen

Gerhard Wisnewski

Es gibt Krieg in der Ukraine? Und vielleicht schon bald in ganz Europa? Ganz bestimmt. Denn die westlichen Siegermächte des Ersten und Zweiten Weltkriegs haben nun den dritten im Visier – exakt 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Und mit Deutschland und seiner Kanzlerin als willigem Werkzeug. Dass Merkels CDU die Partei des ukrainischen Putschisten Vitali Klitschko unterstützt, passt ins Bild. Nun aufgetauchte E-Mails von Klitschko werfen ein Schlaglicht auf seine Beziehung zum Westen.

Die Verlogenheit des Westens ist wirklich kaum noch zu überbieten. Erst inszeniert man einen Putsch gegen eine legal gewählte Regierung, dann beklagt man die daraus entstehenden Konsequenzen und trauert über die Todesopfer. Schließlich zeigt man sich überrascht, dass andere sich diese Putsch-Politik nicht gefallen lassen wollen. Die Saat, die man gesät hat, geht

auf und wird schon bald reife Früchte tragen: Früchte des Krieges nämlich. Ein Krieg, bei dem Abermillionen von Menschen sterben könnten. Unter den Drahtziehern ganz vorne mit dabei: Die »lupenreine Demokratin« Angela Merkel.

 

Wie man die Freiheit zu Tode verteidigt

 

Nicht doch: Die Frau verteidigt doch die Freiheit, und zwar zu Wasser, zu Lande und in der Luft! Über die Lage in der Ukraine zeigte sie sich »besorgt«: »Merkel sprach sich für eine friedliche Lösung und die Souveränität des Landes aus«, gab kürzlich stern.de eine Äußerung von ihr wieder. Und als am 20. Februar 2014 zahlreiche Tote aufgrund der Unruhen in der Ukraine gemeldet wurden, habe Merkel »bei einem Telefonat mit Janukowytsch die jüngste Eskalation scharf kritisiert und ihm die Hauptverantwortung dafür gegeben«, wurde Regierungssprecher Seibert zitiert.

 

Todesengel Angela

 

Na bitte, unsere Angela – zu Deutsch: unser Engel. Aber ist Angela Merkel nicht in Wirklichkeit ein Todesengel? Und zwar sowohl für die Menschen in der Ukraine als auch für uns – »ihr« Volk? Denn das Problem ist ja, dass Angela Merkel den gefährlichen Aufstand in der Ukraine erst mit angezettelt hat – über ihre CDU und deren Konrad-Adenauer-Stiftung. Beim Aufbau seiner ukrainischen Partei UDAR (»der Schlag«) ließ sich Pseudo-Revolutionär Vitali Klitschko im Konrad-Adenauer-Haus schulen, berichtete das Neue Deutschland.

 

Der starke Mann Vitali Klitschko ist in Wahrheit nichts weiter als ein Zäpfchen der deutschen US-Statthalterin Merkel: »Im November 2011, beim CDU-Parteitag in Leipzig, saß er in der zweiten Reihe und ›applaudierte euphorisch für die Kanzlerin‹«, zitierte das ND die Leipziger Volkszeitung. Seit 2011 gibt es »eine vertiefte Zusammenarbeit mit der noch jungen, von Vitali Klitschko geführten Partei UDAR«, heißt es im Jahresbericht 2011 der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Ziel der UDAR bestehe darin, »die Ukraine so schnell wie möglich in die EU zu integrieren«, sagte der Leiter des Stiftungsbüros in Kiew, Nico Lange.

 

Verräter Vitali?

 

Inzwischen ist neues Material aufgetaucht, das zu belegen scheint, wie der hochgelobte Klitschko die legal gewählte Regierung seines Landes an westliche Mächte verriet. Material, das von unseren Medien natürlich totgeschwiegen wird. Eine Gruppe namens »Anonymus Ukraine« will E-Mails des früheren Boxweltmeisters gehackt haben: »Von Anonymous Ukraine veröffentlichte E-Mails zeigen Klitschkos Verrat«, titelte die Radio-Seite Voice of Russia am 23. Februar 2014: »Anonymous arbeitet in einem Umfeld, das man nur noch als Kriegszone bezeichnen kann. Die Sicherheitsmaßnahmen, zu denen sie gezwungen sind, sind extrem.« Die gehackten Klitschko-E-Mails zeigten, »dass Klitschko plant, das Land absichtlich zu destabilisieren, aus dem Ausland gesteuert und finanziert wird und seine Konten in Deutschland unterhält«.

 

Der bloßgestellte Klitschko

 

Gepflegt werden die westlichen Kontakte über die Konrad-Adenauer-Stiftung, aber auch über Mittelsmänner und –frauen in der litauischen Regierung. Mit diesen pflegt der selbst erklärte ukrainische Präsidentschaftskandidat Klitschko offenbar regen E-Mail-Kontakt, jedenfalls, wenn die aufgedeckten Mails echt sein sollten. Litauen ist Mitglied der NATO und der EU. Die Äußerungen in diesen E-Mails sind entlarvend und schockierend zugleich.

 

 

So bedankte sich der Absender den Enthüllungen zufolge am 27. November 2013 bei dem litauischen Präsidentenberater Laurynas Jonavičius für die Unterstützung von dessen NATO- und EU-Regierung. Das Treffen mit der litauischen Parlamentspräsidentin Loreta Graužinienė sei »sehr produktiv« gewesen, meinte er. Und siehe da: »Frau Graužinienė machte einige interessante Vorschläge hinsichtlich meiner Zukunft.« In der litauischen Botschaft habe man »finanzielle Fragen« besprochen und dabei auch »meine Kontonummer in Deutschland« überreicht. Er freue sich »auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Zukunft«.

 

Botschaften sind traditionell Operationsbasen für die Geheimdienste ihres Heimatlandes. Am 14. Dezember 2013 hat sich die Sache offenbar erfreulich entwickelt. An diesem Tag bedankte sich der Schreiber bei seinem litauischen Freund und Präsidentensprecher Laurynas Jonavičius »für die starke Unterstützung«. Prompt will er auch »alles in meiner Macht Stehende tun, um die Erwartungen meiner europäischen Partner zu erfüllen«. Die Mail legt auch eine geheimdienstliche Unterstützung Klitschkos durch Litauen nahe.

 

Bei dem Treffen in der Botschaft wurden offenbar Informationen über die Absichten des ukrainischen Präsidenten Janukowytsch übergeben: »Ich habe auch Deine Leute von der Botschaft getroffen. Die Informationen über Janukowytschs Pläne, die sie mir übergeben haben, sind sehr wichtig für unsere gemeinsame Sache. Ich würde solche Informationen gerne regelmäßig bekommen.«

 

Ein Präsident von Merkels Gnaden?

 

Offenbar erhielt der Merkel-Freund auch personelle Unterstützung: »Dein Kollege ist angekommen und hat angefangen, mit meinem Team zu arbeiten«, schrieb er den Enthüllungen zufolge an Laurynas Jonavičius: »Er ist ein wirklicher Profi, und ich glaube, seine Dienste werden selbst dann noch gebraucht werden, wenn das Land destabilisiert ist.« Denn das ist offenbar das eigentliche Ziel, wie sich auch aus einer anderen E-Mail (vom 9. Januar 2014) ergibt: »Ich denke, wir haben den Weg für eine radikale Eskalation der Situation geebnet«, schreibt er da. Was sich ganz so anhört, als habe Klitschko es auf eine gefährliche Verschärfung der Lage angelegt – womit an seinen und Angela Merkels Händen Blut kleben würde.

 

Des Weiteren fragt der E-Mail-Schreiber: »Ist es nicht an der Zeit, mit entschiedeneren Maßnahmen fortzufahren?« Am 20. Februar meldet er quasi Vollzug. Die Situation sei »außer Kontrolle«, wird er da in den Medien zitiert. Aus der Mail vom 9. Januar ergibt sich außerdem, dass die Aktivisten der ukrainischen »Revolution« bezahlt werden: »Ich bitte dich, auch eine verstärkte Finanzierung unserer Unterstützer in Betracht zu ziehen.«

 

Ungeheuerlich, nicht wahr? »Unser« netter Vitali – ein bezahlter Putschist, der nur so nach Geld und einer glänzenden Zukunft lechzt? Weil ich das natürlich auch nicht glauben wollte, habe ich Klitschko am 1. März 2014 eine Mail geschrieben:

Sehr geehrter Herr Vitali Klitschko,

auf dem Internet werden Ihnen verschiedene E-Mails zugeschrieben. Zum Beispiel hier:

http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/02/die-klitschko-e-mails.html

Können Sie mir bitte bis morgen, 2.3.2014, 12 Uhr, sagen, ob diese E-Mails authentisch sind?

Vielen Dank im Voraus.

Gerhard Wisnewski

 

Bis heute, 4. März 2014, traf keine Antwort bei mir ein. Obwohl seine Mails auf zahlreichen unabhängigen Websites im Internet kursieren, hat Klitschko sie bisher weder auf der Website der Klitschko Management Group noch auf seiner Fanseite dementiert. Es wurde auch nicht bekannt, dass er gegen eine oder mehrere der Websites vorgegangen wäre. So könnte man zu dem Schluss kommen: Wenn morgen Sie oder Ihre Kinder in einem Krieg sterben, können Sie sich bei Angela Merkel und Vitali Klitschko bedanken – unter anderem, versteht sich.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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