Freitag, 9. Dezember 2016
10.03.2014
 
 

Auftrag Umsturz: Neuer Ukraine-Staatschef ist ein Agent der NATO

Gerhard Wisnewski

Puh – ist das wieder eine übelriechende Verschwörungstheorie: Der neue Ministerpräsident der Ukraine, Arsenij Jazenjuk – ein Agent der NATO? Nicht doch. Und wenn doch, dann ließe sich das sicher nie beweisen. Und ob. Man muss nur mal seine inzwischen abgeschaltete Website aus den Tiefen des Internets fischen, dann gehen einem die Augen über.

Wer heute nach der Arsenij-Jazenjuk-Stiftung Open Ukraine sucht, hat kein Glück: »Netzwerk-Zeitüberschreitung« meldet der Browser. Sprich: Fehlanzeige. Die Seite ist nicht mehr erreichbar. So ein Pech aber auch. Was bewog den neuen Ministerpräsidenten der Ukraine ausgerechnet jetzt, seine Stiftung vom Netz zu nehmen? Bestimmt würde sie sich doch gerade jetzt größten Interesses erfreuen? Aber zum Glück kann man die Website ja aus den Tiefen des Netzes fischen,

zum Beispiel über die Waybackmachine. Da konnte man am 9. März 2014 noch relativ gemütlich in den elektronischen Hinterlassenschaften des ehrenwerten Staatsmannes surfen, der nicht müde wird, Russland aller möglichen Einmischungen in die Angelegenheiten der Ukraine anzuklagen.

 

Der erste Klick gilt natürlich der Seite mit den »Partnern« der ehrenwerten Open-Ukraine-Stiftung von Arsenij Jazenjuk. Und da kommt es gleich knüppeldick. Selten hat man einen so lupenreinen West-Agenten gesehen wie den neuen ukrainischen Staatschef. Ganz oben steht der Black Sea Trust des German Marshall Fund, eine US-amerikanische Einflussstiftung, praktischerweise mit deutschem Geld gegründet. Deswegen auch »German«. Der Black Sea Trust ist eine Unterabteilung für Staaten, die am Schwarzen Meer liegen, wie beispielsweise die Ukraine.

 

Update: Nach weltweiter Aufmerksamkeit wurde die Seite

zwischenzeitlich sporadisch wieder zugänglich gemacht.

 

Ein schöner Sauhaufen

 

Nächster Partner auf Jazenjuks Website ist niemand geringerer als das Chatham House – besser bekannt als Royal Institute of International Affairs (RIIA), das britische Gegenstück zu dem amerikanischen Imperialisten-Netzwerk Council on Foreign Relations. Bezahlt werden die Projekte des Chatham House unter anderem von Rockefeller, Bill Gates, der NATO, der EU und der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung. Ein schöner Sauhaufen, ist man geneigt zu sagen. Alles Militaristen, Imperialisten und Putschisten.

 

Der nächste... Moment: Das Internet kann nichts vergessen, heißt es? Und ob. Bei Jazenjuk kann man regelrecht zugucken, wie eine Erinnerung nach der anderen verschwindet. Der neue ukrainische Ministerpräsident ist dabei, eilig seine Spuren zu verwischen. Nun sind nicht nur die Website der Stiftung und angeblich auch die Facebook-Seite weg, selbst bei dem Internetarchiv Waybackmachine rieselt es. Gab es da am 9. März 2014 noch jede Menge Fundstellen aus dem Jahr 2014, waren diese am nächsten Tag doch deutlich ausgedünnt. Kein Zweifel: Die Wahrheit über den Agenten Jazenjuk ist dabei, im Dunkel zu verschwinden. Wie er das anstellt, ist einstweilen unklar, denn eigentlich dürfte er nur die Hoheit über eigene Internetseiten haben.

 

Jazenjuk: Screenshot der Fundstellen der Waybackmachine am 9. März 2014

 

Jazenjuk: Screenshot der Fundstellen der Waybackmachine am 10. März 2014

 

Allerdings haben wir bei Kopp die wichtigsten Seiten gespeichert. Als nächstes prangt da das Logo der NATO »höchstpersönlich« auf Jazenjuks verschwundener Website. Genauer: Das NATO Information and Documentation Centre (NIDC), eine offenbar extra für die Ukraine gegründete Propagandaorganisation des Militärbündnisses. Es geht aber noch direkter, um nicht zu sagen: dreister. Denn zu Jazenjuks Förderern gehört auch das US State Department. Ganz offen prangte da das Siegel des US-Außenministeriums auf der Stiftungs-Website des neuen ukrainischen Ministerpräsidenten. Weitere Organisationen, wie beispielsweise das berüchtigte National Endowment for Democracy, sind da ja nur Kleinkram.

 

NATO und US-Außenministerium: Die ehrenwerten »Partner«

des neuen ukrainischen Ministerpräsidenten Jazenjuk

 

Die Revolutionszentrale

 

Und was haben diese ehrenwerten Partner für Ziele? Nur die edelsten natürlich. Randale, Revolution und Krieg gehören offiziell natürlich nicht dazu. Sondern nach eigenen Angaben ist Jazenjuks Open-Ukraine-Stiftung eine rein philanthropische Organisation – und »überparteilich« natürlich auch. Die eigentlichen Ziele werden nur verklausuliert formuliert. Deshalb muss man ein bisschen »übersetzen«. Zum Beispiel: »Die Stiftung arbeitet mit einer neuen Generation von Künstlern, Unternehmern und Aktivisten aus unterschiedlichen Regionen, die sich um sozialen Wandel bemühen.« Wobei »sozialer Wandel« dabei für Revolution und Umsturz steht. Zu diesem Zweck gründet die Stiftung »ein Netzwerk von jungen Leuten mit innovativen Ideen für sozialen Wandel« (= Aufstandsmethoden) und stellt »eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und den besten Methoden« zur »Umsetzung des Wandels« zur Verfügung. Mit anderen Worten erscheint Arsenij Jazenjuks Open-Ukraine-Stiftung als reinste NATO-Revolutionszentrale.

 

Demzufolge handelt es sich bei dem neuen ukrainischen Staatschef um einen lupenreinen Agenten fremder Mächte, nämlich der USA und Großbritanniens. Auftrag: Umsturz. Jede weitere Diskussion über russische Einmischung in innere Angelegenheiten der Ukraine ist damit obsolet. Ganz offensichtlich ging die so genannte »Revolution« in der Ukraine von den USA und Großbritannien aus, also den westlichen Siegermächten des Zweiten Weltkrieges. Noch offensichtlicher haben beide die Macht in der Ukraine übernommen. Dass Putin nun schnell noch die Krim für Russland retten will (oder diese sich selbst), ist da eigentlich kein Wunder.

 



 

 


 

 

 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Die Geschäfte der Gutmenschenlobby
  • Krebs aus dem Badezimmer: Unsere tägliche Dosis Gift
  • Photovoltaik erzeugt mehr CO2 als Kohlekraftwerke
  • Hintergründe zum Goldpreis

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

An Merkels Händen klebt Blut: Die »Klitschko-E-Mails« und der Westen

Gerhard Wisnewski

Es gibt Krieg in der Ukraine? Und vielleicht schon bald in ganz Europa? Ganz bestimmt. Denn die westlichen Siegermächte des Ersten und Zweiten Weltkriegs haben nun den dritten im Visier – exakt 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Und mit Deutschland und seiner Kanzlerin als willigem Werkzeug. Dass Merkels CDU die Partei des  mehr …

George Soros finanzierte das »libysche Szenario«, das nun in der Ukraine Gestalt annimmt

Kurt Nimmo

Bereits 2011 warnte die Partei der Regionen (PR), wenn ihm nicht Einhalt geboten würde, werde der globalistische Investor George Soros »libysche Verhältnisse« in der Ukraine Wirklichkeit werden lassen. »Ich besitze sogar Informationen, nach denen Soros Gelder bereit gestellt hat, um eine bestimmte Gruppe junger Männer hier in der Ukraine  mehr …

Amerikanische NGO in Proteste in der Ukraine verwickelt

F. William Engdahl

Den jüngsten Protesten in der Ukraine haftet der schale Beigeschmack eines vom Ausland inszenierten Versuchs an, die Regierung von Wiktor Janukowytsch zu destabilisieren. Janukowytsch hatte sich geweigert, ein Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterzeichnen, durch das ein Keil zwischen Russland und die Ukraine getrieben worden wäre. Der zum  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Krebs aus dem Badezimmer: Unsere tägliche Dosis Gift

Redaktion

Schon seit vielen Jahren warnen Wissenschaftler vor gefährlichen Zusätzen in alltäglichen Produkten. Geändert hat sich nichts. Im Gegenteil: Unser Giftcocktail wird immer noch verheerender.  mehr …

An Merkels Händen klebt Blut: Die »Klitschko-E-Mails« und der Westen

Gerhard Wisnewski

Es gibt Krieg in der Ukraine? Und vielleicht schon bald in ganz Europa? Ganz bestimmt. Denn die westlichen Siegermächte des Ersten und Zweiten Weltkriegs haben nun den dritten im Visier – exakt 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Und mit Deutschland und seiner Kanzlerin als willigem Werkzeug. Dass Merkels CDU die Partei des  mehr …

Obama und Putin sind in einem Macho-Feiglingsspiel gefangen – und die restliche Welt muss vielleicht die Folgen ausbaden

Michael Snyder

Die amerikanische und die russische Regierung haben sich beide gleichermaßen in eine politische Sackgasse manövriert, in der sich keiner der beiden leisten kann, einen Rückzieher zu machen. Sollte der amerikanische Präsident Barack Obama nachgeben, müsste er herbe Kritik dafür einstecken, dass er »Schwäche« gezeigt und sich wieder einmal von  mehr …

Bitte nicht füttern: Sarrazin – das politisch unkorrekte Wundertier

Gerhard Wisnewski

Ha, ha – der Sarrazin. Hat er doch glatt ein Buch geschrieben über die Grenzen der Meinungsfreiheit – und jeder berichtet darüber! Urkomisch, der Mann, finden unsere Medien und schreiben einen hämischen Kommentar nach dem anderen. Dabei hat Sarrazin uneingeschränkt Recht. Denn erstens wird auch er behindert, wo es nur geht. Und zweitens: Wenn man  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.