Friday, 27. May 2016
14.01.2015
 
 

Charlie Hebdo: Mordverdacht gegen Polizei und Innenminister

Gerhard Wisnewski

Wie hier bereits berichtet, ähnelte die »Fahndung« nach den angeblichen Charlie-Hebdo-Killern einer Lynchjustiz. Wie sagte doch Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve: »Es läuft ein Einsatz, um die Verantwortlichen des feigen Attentats vor zwei Tagen zu neutralisieren« (tagesschau.de, 9.1.2015). Inzwischen gibt es für diese Lynchjustiz auch Beweise. Videos von der »Festnahme« des angeblichen Supermarkt-Geiselnehmers Amedy Coulibaly zeigen, dass dieser keine Waffe in der Hand hielt und gefesselt war, als er erschossen wurde...

 

Eine bizarre Szene: Ein Lebensmittelgeschäft an der Porte de Vincennes in Paris. Vor dem Rollladen des Hypercacher-Kosher-Supermarkts sammelt sich ein schwarz gekleideter Mob, der mit seinen Helmen und Schilden aussieht wie direkt aus dem Krieg der Sterne.

 

Nur dass die Krieger nicht weiß, sondern schwarz sind. Aufgeregte Schreie und Rufe erfüllen die Luft. Es herrscht Jagdstimmung. Die dreiteilige Schiebetür aus Glas vor dem Rollo wird beiseitegeschoben.

 

Plötzlich geht die Jalousie langsam hoch und gibt den Blick auf das hell erleuchtete Innere des Geschäftes frei. Etwas weiter drinnen, mit den Füßen zum Ausgang, liegt ein menschlicher Körper.

 

Kaum ist der Rollladen oben, stürmt ein Vermummter in das Geschäft – merkwürdigerweise während die anderen wie wild von hinten zu schießen beginnen. Bedenken, ihren Kollegen zu treffen, haben sie offenbar nicht. Immer wieder schießen sie in den Laden hinein, bis im Hintergrund ein paar Beine auftauchen, die sich auf den Ausgang zu bewegen.

 

Gerade in diesem Moment gibt es im Inneren eine grelle Explosion, und der Unbekannte springt nun fluchtartig aus dem Laden – direkt vor die Läufe der wartenden Polizisten: Er springt heraus, dreht sich in der Luft – und wird dabei von einem Schuss nach hinten an die Türeinfassung geworfen.

 

Es ist der angebliche islamistische Geiselnehmer Amedy Coulibaly, der in diesem jüdischen Supermarkt zahlreiche Menschen festgehalten haben soll.

 

Aber stimmt das auch? Oder war vielleicht Coulibaly selbst die Geisel?

 

Genaue Bild-für-Bild-Analysen des Videos haben nun enthüllt, dass Coulibaly keine Waffe in der Hand hielt und gefesselt war, als er aus dem Laden sprang. Offenbar wurde er wie ein Stück Wild vor die Läufe der schießwütigen Bande getrieben.

 

 

 

 

Wie man sieht, tragen Coulibalys Hände erstens keine Waffe und bleiben während des Sturzes zweitens vorne zusammen – ein Ding der Unmöglichkeit. Normalerweise streben Hände schon aufgrund des Schulterabstandes der Arme auseinander.

 

In dieser Situation würden aber auch noch Sturzreflexe greifen, und der Fallende würde versuchen, sich abzustützen oder sich vor den Schüssen zu schützen, je nachdem, welcher Reflex stärker wäre.

 

Dass die Hände während des gesamten Vorgangs zusammenbleiben, zeigt, dass sie mechanisch zusammengehalten werden – also durch Fesseln oder Handschellen. Als der Mann am Boden liegt, wird in Hinrichtungsabsicht weiter auf ihn geschossen.

 

Offenbar hatte der erste Vermummte, der in das Geschäft eindrang, die Aufgabe, Coulibaly hinauszutreiben. Vielleicht war er es auch, der den Mann fesselte. Jedenfalls trieb er ihn anschließend mit einer Blendgranate aus dem Laden – direkt vor die Läufe seiner Kollegen...


Update: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass Coulibaly unbewaffnet war. Gemeint war, dass er keine Waffe in der Hand hielt. Das wurde entsprechend geändert (15.1.2015)
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Leser-Kommentare (114) zu diesem Artikel

28.03.2015 | 21:49

KoppKommentarwesenGeschädigter

@Sarah/Terminator/LaVista - Lieber Herr Leibitz, ich gehöre gerade NICHT zu den Spezies, die mit den selbstgewählten bzw. Eltern-/Gottgegebenen Namen Anderer Schindluder treiben will. Aber mit mir möchte ich es eben auch nicht gerne treiben lassen. Es wäre technisch sicher mehr als leicht, dies einzurichten. Was nat. weder in meiner noch in Ihrer Hand liegt. Warum Sie so vehement gegen meine Ansicht ankämpfen erschließt sich mir nicht ohne weiteres. Ihre zweifellos erhebliche...

@Sarah/Terminator/LaVista - Lieber Herr Leibitz, ich gehöre gerade NICHT zu den Spezies, die mit den selbstgewählten bzw. Eltern-/Gottgegebenen Namen Anderer Schindluder treiben will. Aber mit mir möchte ich es eben auch nicht gerne treiben lassen. Es wäre technisch sicher mehr als leicht, dies einzurichten. Was nat. weder in meiner noch in Ihrer Hand liegt. Warum Sie so vehement gegen meine Ansicht ankämpfen erschließt sich mir nicht ohne weiteres. Ihre zweifellos erhebliche Energie und Ihr profundes Wissen sollten Sie nicht an mir verschwenden. Sondern lieber darauf verwenden, Licht ins Dunkel zu bringen. Cui bono, wenn Sie weiterhin sämtliche Kommentatoren mit Ihrer ganz eigenen Art von Häme übergießen. Oder steckt da gar eine ganz besondere Absicht dahinter? Zumal Sie ja offensichtlich keine Probleme damit haben, aus der Deckung vielfältiger, bezeichnender Nicks heraus zu schießen.


13.02.2015 | 01:22

Christian

Ich finde es etwas unprofessionell, dass der Autor des Artikels nicht bis zum "Schluss" die Bilderserie weitergeführt hat. Wie man hier sehr deutlich sehen kann, hat sich der Mann beim vollständigen drehen geöffnet und im Fallen nach hinten sind beide Hände geöffnet zu sehen: http://www.directupload.net/file/d/3897/3tj6udhs_jpg.htm


12.02.2015 | 19:50

Raroke

Es fällt mir auf, dass seit dem 9/11 immer mehr Menschen ohne Gerichtsverhandlung in Haft und Folter gehalten werden und dass das "Hinrichten" von Polizei oder Spezialeinheiten um sich greift. Bin Laden war auch so eine Hinrichtung, wenn die offizielle Version überhaupt stimmt ! Leben wir eigentlich noch in einer Demokratie ? Die Medien tun nicht mehr ihre Arbeit und übernehmen ohne eigene Recherche solch schwerwiegenden Geschehnisse von Reuters . Es ist langsam...

Es fällt mir auf, dass seit dem 9/11 immer mehr Menschen ohne Gerichtsverhandlung in Haft und Folter gehalten werden und dass das "Hinrichten" von Polizei oder Spezialeinheiten um sich greift. Bin Laden war auch so eine Hinrichtung, wenn die offizielle Version überhaupt stimmt ! Leben wir eigentlich noch in einer Demokratie ? Die Medien tun nicht mehr ihre Arbeit und übernehmen ohne eigene Recherche solch schwerwiegenden Geschehnisse von Reuters . Es ist langsam beängstigend.


30.01.2015 | 13:53

Whistleblower

hier hat ja bereits ein Fachkundiger das absolut absurde Vorgehen der sog. "Spezialkräfte" angesprochen. Dem kann ich mich nur anschließen. Will hier nicht zuviel verraten, aber bei bewaffneter Geiselnahme sind es kleine Teams und kein wild herumballernder Haufen, wobei in einer Einstellung auch noch "Friendly Fire" zu sehen ist. Bitte die hier genannte Filmsequenz mal ganz genau betrachten, insbesondere die Mündungen der Kurzwaffen! Fällt was auf? Ich lade...

hier hat ja bereits ein Fachkundiger das absolut absurde Vorgehen der sog. "Spezialkräfte" angesprochen. Dem kann ich mich nur anschließen. Will hier nicht zuviel verraten, aber bei bewaffneter Geiselnahme sind es kleine Teams und kein wild herumballernder Haufen, wobei in einer Einstellung auch noch "Friendly Fire" zu sehen ist. Bitte die hier genannte Filmsequenz mal ganz genau betrachten, insbesondere die Mündungen der Kurzwaffen! Fällt was auf? Ich lade jeden, der das für eine reale Szene hält zum Probeschießen auf den Schießstand ein. Selbst bei einem moderaten Kaliber wie 9 mm Luger SCHLÄGT DIE MÜNDUNG HOCH! Was sehen wir in dem Video? Dauerfeuer aus Kurzwaffen OHNE RÜCKSTOSS! !P L A T Z P A T R O N E N! Wer mir nicht glaubt, sehe sich die Sequenz bitte nochmals an und fokussiere den Blick auf den angeblich hingemeuchelten. Na, fühlt sich jemand wie im Kino? Richtig! NIEMAND,DER VON KUGELN DERMASSEN DURCHSIEBT WIRD,SPRINGT IN DIE LUFT!!!! Die Körperspannung ist sofort weg und der Getroffene sackt zu Boden. Wenn Sie mir nicht glauben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, oder Afghanistan-Heimkehrer... Übrigens, hat sich inzwischen das Fahrrad von Ahmed Merabet ( Künstlername) angefunden, oder die Zinksärge, in denen die Leichen abtransportiert wurden...?


28.01.2015 | 14:04

Mirko Erler

Wenn da wild rumgeballert wird müßten auch drinnen die Einschüsse zu sehen sein.Wenn z.B. die Kugeln in Möbel einschlagen oder ähnliches.Aber da ist rein garnichts zu sehen.Könnte es vieleicht sein das die meisten Beamten Platzpatronen hatten,und nur ein oder zwei mit der wirklichen Erschießung beauftragt wurden?


26.01.2015 | 17:41

Schulz

Ich möchte nur darauf aufmerksam machen das die Person die erschossen worden ist sehr wohl eine Waffen fallen lässt als er zum Ausgang läufte. Diese Waffe fällt zum Boden kurz bevor der angebliche Geisernehmer den Boden selber berührt. Die Waffen ist deutlich zu sehen in dem Video (0.44 min).

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