Wednesday, 25. May 2016
27.11.2015
 
 

Trauerfeier in Paris: Francois Hollande, Despot und Diktator von Frankreich

Gerhard Wisnewski

Unversehens geriet die Trauerfeier für die 130 Todesopfer der Terroranschläge vom 13. November 2015 zur Krönung eines neuen französischen Kaisers: des Kriegsherren und Diktators François Hollande...

 

Es war eine eindrucksvolle Kulisse, die einem kalte Schauer den Rücken hinunter jagte. Fast fühlte man sich an die alten Zeiten Napoleons erinnert: Gesäumt von sorgfältig aufgestellten Menschenkarrees wirkte der Ehrenhof des Invalidendoms zu Paris wie ein Appellplatz. Neben Militärs, Rettungskräften und Musikkapelle hatten sich 1000 Gäste versammelt, darunter Angehörige der Toten vom 13. November.

Wenn da nicht die Plastikdächer und der riesige Bildschirm gewesen wären, hätte man glauben können, man befinde sich noch im 19. Jahrhundert und der kleine Korse sei wieder auferstanden, um sich Frankreich zum dritten Mal unter den Nagel zu reißen.

 

Klein war der Mann, der da sprach, schließlich auch – und größenwahnsinnig ebenfalls: François Hollande – der kleine Gernegroß der Republik und zugleich unbeliebtester Präsident in der Geschichte der Fünften Republik.

 

Sein Land wird von Krisen geschüttelt, und sein Ansehen ist wegen der vielen wirtschaftlichen Probleme im Keller. Ohne die Anschläge vom 13. November könnte Hollande politisch wohl kaum überleben.

 

 

Großer Bahnhof für einen kleinen Mann

 

Denn all das ist an einem solchen Tag natürlich vergessen. Nun bekommt der Mann, den viele als obersten Versager der Republik empfinden, den ganz großen Bahnhof. Nach den Terroranschlägen vom 13. November inszeniert François Hollande ein beispielloses nationales Erweckungserlebnis, vergleichbar nur mit der nationalen Schwärmerei nach dem 11.09.2001 in den USA.

 

Alles wimmelt vor Fahnen, und der Präsident hat seine Landsleute »zudem aufgerufen, ihre Häuser und Wohnungen mit französischen Nationalflaggen zu schmücken. Die Regierung stellte sogar ein hochauflösendes Bild der Fahne online, damit die Franzosen sie ausdrucken und aufhängen können« (St. Galler Tagblatt, 27.11.2015).

 

Am Grab Napoleons

 

Nach der Intonierung der französischen Nationalhymne erscheinen auf dem riesigen Bildschirm im Ehrenhof die Fotos der Terroropfer.

 

Dazu ertönt das Lied Quand on n‘a que l‘amour (Wenn uns nur Liebe bleibt) des Chansonniers Jacques Brel. Während anschließend die Namen der Opfer durch den großen Hof hallen, setzt der Präsident eine schmerzlich-besorgte Miene auf.

 

Kein Zweifel: Es ist ein heiliger nationaler Moment. Danach singt die französische Opernsängerin Natalie Dessay Perlimpinpin, ein Lied über eine sagenhafte Medizin, die angeblich alle Wunden heilt.

 

Aber während alle glauben, dass es hier in erster Linie um die Trauer um die 130 Toten und 350 Verletzten der Anschläge vom 13. November 2015 geht, geht es in Wirklichkeit um die Macht und Herrlichkeit von François Hollande.

 

Denn der Invalidendom ist schließlich nicht irgendein Ort. Rein zufällig befindet sich hier das Grab Napoleons (1769-1821)– General, Putschist, Diktator und schließlich erster und letzter Kaiser Frankreichs – vorerst, muss man wohl sagen. In einer Krypta direkt unter der riesigen Kuppel des Invalidendoms ruht Napoleon in einem Grabmal für die Ewigkeit: in einem Sarkophag aus Schokschinsk-Quarzit mit fünf ineinander verschachtelten Särgen. Genau so – in einem Sarkophag aus Quarzit – wurden auch die Pharaonen Hatschepsut und Tutenchamun bestattet.

 

Das Grabmal Napoleons im Invalidendom

 

Menschenrechte suspendiert

 

Hier, im Ehrenhof des Invalidendoms, kündigt Hollande Vergeltung für den feigen Angriff vom 13. November an und begründet gleichzeitig die eigene Macht als Kriegsherr, Kaiser und Erbe Napoleons, dem nicht nur Frankreich folgen soll, sondern ganz Europa.

 

Nicht zufällig hat Hollande bereits den Ausnahmezustand verhängt; nach den Anschlägen von Paris hat Frankreich auch die Europäische Menschenrechtskonvention »teilweise ausgesetzt«, so die Deutschen Wirtschafts Nachrichten (26.11.2015). Welche Teile suspendiert worden seien, sei zwar nicht mitgeteilt worden. Doch nun hätten »die Behörden, die Polizei und das Militär faktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Bürger« (Folter ausgenommen).

 

Dabei berufe sich die Pariser Linksregierung auf Artikel 15 der Menschenrechtskonvention: »Demnach können Unterzeichner der Konvention von den darin enthaltenen Verpflichtungen ›abweichen‹, wenn ›das Leben der Nation durch Krieg oder einen anderen öffentlichen Notstand bedroht‹ wird und die Lage im Land dies ›unbedingt erfordert‹.« So leicht geht das: Ein Massaker und ein »Bömbchen«, und weg ist die Demokratie – und mit ihr alle Werte, für die zu kämpfen Hollande vorgibt.

 

Die Krönung des kleinen Kaisers

 

Im Ehrenhof des Invalidendoms schwört nun Hollande den Terroristen vom 13. November Rache, mit einem Impetus wie weiland Napoleon persönlich: »Am Freitag, den 13. November – diesem Tag, den wir nie vergessen werden – ist Frankreich feige angegriffen worden«, benutzt er eine übliche Phrase angehender Feldherren.

 

Schließlich darf ein Krieg immer nur nach einem »feigen Angriff« geführt werden. Der Kriegsherr ist immer der Gute und der Hintergangene, der von finsteren Mächten hinterrücks attackiert wurde. Nur daraus entstehen die Rechtfertigung und die Wut, die für einen Krieg nun mal nötig sind.

 

»In einem in der Ferne organisierten und kaltblütig ausgeführten Kriegsakt hat eine Horde von Mördern im Namen einer wahnsinnigen Sache und eines verratenen Gottes 130 der Unseren getötet und Hunderte verletzt«, beschwört Hollande die Rachegefühle seiner Landsleute.

 

»Ich verspreche, dass Frankreich alles tun wird, um diese Armee von Fanatikern, die für diese Verbrechen verantwortlich sind, zu zerstören.«

 

Und plötzlich dämmert einem, dass der an allen vier Seiten umschlossene Ehrenhof des Invalidendoms an diesem Tag nicht nur Appellplatz und Forum der Trauer ist, sondern auch eine Festung, in der die neue französische Diktatur abseits vom Volk ihren Gründungsmythos inszeniert: Sie musste einfach errichtet werden, um den grässlichen islamischen Terroristen die Stirn zu bieten...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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